Plädoyer für das Apostolische Glaubensbekenntnis – den zeitlosen Klassiker

single-image

In meinem Artikel “V.U.K.A.-Theologie in ein­er V.U.K.A.-Welt?” geht es unter anderem darum, dass unsere Welt immer mehr als verän­der­lich (V.), unsich­er (U.), kom­plex (K.) und ambig (A.) wahrgenom­men wird. Was bedeutet das für die The­olo­gie und die Ein­heit von Kirchen?

Wie ich in meinem Artikel dar­lege, sagt die Posi­tion des the­ol­o­gis­chen Min­i­mal­is­mus pointiert for­muliert: Alle the­ol­o­gis­chen Lehren sind verän­der­lich, unsich­er, kom­plex und ambig, also V.U.K.A.. Es gibt keine verbindlichen the­ol­o­gis­chen Aus­sagen. Ein­heit wird deshalb nicht über den Kon­sens in christlichen Lehren gesucht, son­dern über Tol­er­anz. Dem ent­ge­genge­set­zt sagt die Posi­tion des the­ol­o­gis­chen Max­i­mal­is­mus: Alle the­ol­o­gis­chen Lehren sind gle­ich­bleibend, sich­er, im Grunde klar und ein­deutig, also das Gegen­teil von V.U.K.A.. Ein­heit wird über den Kon­sens gesucht. Der von mir vertretene dritte Weg lautet: The­ol­o­gis­che Gewich­tung. Ein­heit find­en wir via Kon­sens in den Kern­fra­gen und Tol­er­anz in allen Nicht-Kernfragen. 

Zu den von mir aufgezählten Kern­fra­gen christlich­er Ein­heit und christlich­er “Recht­gläu­bigkeit” gehört unter anderem ein “his­torisch-reales Ver­ständ­nis des Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­niss­es”. Auf dieses Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis möchte ich in diesem weit­er­führen­den Artikel zurückkommen.

Ich glaube, jed­er Christ sollte das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis lieben und hochacht­en. Seine Zeit ist noch nicht abge­laufen! Dies aus 5 Gründen:

1. Das Christentum war von Anfang an eine Bekenntnis-Bewegung

Schon in den neutes­ta­mentlichen Tex­ten ist von “beken­nen” die Rede. Laut Mt 10:32 erk­lärt Jesus:

“Wer nun mich beken­nt vor den Men­schen, den will ich auch beken­nen vor meinem himm­lis­chen Vater.”

Paulus erk­lärt in Rö 10:9–10:

“Wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaub­st, dass ihn Gott von den Toten aufer­weckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde beken­nt, so wird man gerettet.”

In 2Kor 9:13 ist vom “Beken­nt­nis zum Evan­geli­um Christi” die Rede und in Phil 2:11 davon, dass alle “beken­nen sollen, dass Jesus Chris­tus der Herr ist”.

“Rel­a­tiv früh schon im Urchris­ten­tum ist es zu aus­führlichen Zusam­men­stel­lun­gen chris­tol­o­gis­ch­er Art gekom­men. Paulus fand sie jeden­falls schon vor und zitierte bere­its aus­drück­lich: Phil 2:5–11 und 1Kor 15:3–5. Je nach der Her­aus­forderung durch die hei­d­nis­che [synkretis­tis­che] oder häretis­che [irrlehrerische] Umwelt wur­den im Laufe der Zeit die Chris­tus­beken­nt­nisse unter­schiedlich aus­ge­formt.”[1]

Irenäus beschreibt in seinem Werk Gegen die Häre­sien (Irrlehren) bere­its zir­ka 180 n.Chr., was ein “recht­gläu­biger” Christ grund­sät­zlich glaubt. Irenäus nen­nt dies die “apos­tolis­chen Tra­di­tion”,[2] die “Lehre der Apos­tel”,[3] die “Richtschnur der Wahrheit”[4] beziehungsweise die “Richtschnur des Glaubens” (reg­u­la fidei).[5] Diese “Richtschnur des Glaubens” umfasst so gut wie alle Inhalte des späteren Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­niss­es:


Down­load

In ähn­lichen Worten beschreibt auch Ter­tul­lian zir­ka 204 n.Chr. die “Richtschnur des Glaubens”.[8] Zir­ka 213 n.Chr. gebraucht Ter­tul­lian als erster den Begriff “Dreieinigkeit”[9] und beschreibt Gott als Ein­heit in der göt­tlichen Sub­stanz, die sich in den drei “Per­so­n­en” Vater, Sohn und Heiliger Geist kon­sti­tu­iert.[10] Der Begriff per­sona beze­ich­net ursprünglich eine Maske, wie sie Schaus­piel­er bei römis­chen Dra­men tru­gen, um als jew­eils ein Schaus­piel­er ver­schiedene Rollen zu spie­len.[11]

Das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis geht inhaltlich auf die “Richtschnur des Glaubens” zurück, wie sie spätestens seit 200 n.Chr. for­muliert war.[12] Das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis ist eine Vari­ante dieser “Richtschnur des Glaubens”.

2. Das Glaubensbekenntnis und der neutestamentliche Kanon kommen aus derselben Hand

Irenäus zitiert in seinen Schriften Gegen die Häre­sien [Irrlehren] aus den meis­ten Büch­ern, die im Kanon des Neuen Tes­ta­ments enthal­ten sind, auss­er Phile­mon, 2. Petrus, 3. Johannes und Judas.[13] Der wohl älteste Kom­men­tar zum Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis (das weit­ge­hendst iden­tisch ist mit dem heuti­gen Text) stammt von Rufin von Aquileia zir­ka 400 n.Chr.[14] Rufin bestätigt in seinem Kom­men­tar zum Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis den Kanon des Alten und Neuen Tes­ta­ments und schliesst gle­ichzeit­ig apokryphe Schriften aus.[15]

Die neutes­ta­mentlichen Schriften und das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis (als Vari­ante der “Richtschnur des Glaubens”) wur­den in der­sel­ben Zeit fest­gelegt. Wir emp­fan­gen bei­des aus der­sel­ben Hand der Alten Kirche. Die Verbindlichkeit des neutes­ta­mentlichen Kanons “liegt, was ihre Autorität bet­rifft, auf der Ebene der altkirch­lichen Beken­nt­nisse.”[16] Im Grund­satz ist auch der neutes­ta­mentliche Kanon ein Beken­nt­nis und eine “Richtschnur des Glaubens”. “Kanon” bedeutet auf Griechisch “Regel” oder “Richtschnur”.[17]

3. Das Glaubensbekenntnis und der neutestamentliche Kanon bestätigen einander

Irenäus erk­lärt:

“Wider­legt man […] die Häretik­er [Irrlehrer] aus den Schriften, dann erheben sie gegen eben diese Schriften die Anklage, daß sie nicht zuver­läs­sig seien, keine Autorität besäßen, auf ver­schiedene Weise ver­standen wer­den kön­nten […] Denn ver­dreht sind sie [die Häretik­er] alle, und trotz­dem schä­men sie sich nicht, sich selb­st als die Richtschnur der Wahrheit hinzustellen.[18] Berufen wir uns aber ihnen gegenüber auf die apos­tolis­che Tra­di­tion [die wirk­liche Richtschnur der Wahrheit und des Glaubens], […] dann ver­w­er­fen sie wieder die Tra­di­tion […] So ste­hen sie also wed­er auf dem Boden der Schrift, noch der Tra­di­tion.”[19]

Irenäus sieht in den neutes­ta­mentlichen Schriften und in der “Richtschnur des Glaubens” zwei Zeu­gen, die sich gegen­seit­ig bestäti­gen[20] und gegen bei­de sich die Irrlehrer sein­er Zeit stellen. Das Glaubens­beken­nt­nis und das Neue Tes­ta­ment bestäti­gen sich gegen­seit­ig. Noch heute gilt, dass eine lib­erale Hal­tung bezüglich Bibel und Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis in der Regel ein­herge­hen. Eine lib­erale The­olo­gie ist schlussendlich eine The­olo­gie, die sich dem Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis nicht verpflichtet sieht.

Wie Irenäus sieht auch der Zürcher Refor­ma­tor Bullinger die “Wahrheit Gottes […] in der Heili­gen Schrift und im Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis dargelegt”.[21] Das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis ist für Bullinger nicht nur eine Zusam­men­fas­sung bib­lis­ch­er Aus­sagen, son­dern auch Massstab für die Bibelausle­gung: Es “soll […] uns eine all­ge­meine Richtlin­ie sein, in unseren Ausle­gun­gen nichts anzuführen und nichts zu übernehmen, was […] den all­ge­mein angenomme­nen Glauben­sar­tikeln zuwider ist, die im Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis und in anderen ural­ten Beken­nt­nis­sen enthal­ten sind.”[22]

Nach dem Mot­to, “Wie kann ich ver­ste­hen, was ich lese, wenn mich nicht jemand anleit­et?” (vgl. Apg 8:30–31), will das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis uns in unserem Ver­ständ­nis der bib­lis­chen Schriften anleit­en. Das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis kann somit als hermeneutis­ches Prinzip ver­standen wer­den.[23] Wenn es schon keine voraus­set­zungs- und weltan­schau­ungs­freie und neu­trale Bibelausle­gung gibt, dann wenig­stens eine gemäss dem Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis. So schreibt auch das Evan­ge­lis­che Gemein­schaftswerk der Schweiz (EGW) in seinen Statuten: “Weg­weisend für die Ausle­gung der Heili­gen Schrift sind das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis und die Beken­nt­nisse der Ref­or­ma­tion in ihren Grundaussagen.”

Der Vor­wurf, das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis ver­fehle das Zen­trum des christlichen Glaubens, weil darin nicht von der Liebe Gottes[24] die Rede sei,[25] greift zu kurz. Das erste Attrib­ut, das Gott zugeschrieben wird, ist “Vater”, wobei immer auch an “Liebe” zu denken ist.[26] Trotz­dem stimmt:

“Die altkirch­lichen Beken­nt­nisse bieten nicht Antworten auf alle Fra­gen. Sie sind daher auch ergänzungs­bedürftig. Dort aber, wo die Gesamtkirche Antworten gegeben hat, haben diese auch für die Gegen­wart einen hohen Rang an Verbindlichkeit. Deshalb sind die öku­menis­chen Beken­nt­nisse der Alten Kirche für die gesamte Chris­ten­heit lei­t­end.”[27]

Das refor­ma­torische Prinzip “sola scrip­tura [die Schrift allein] bedeutet: Die Schrift ist die höch­ste Autorität in Fra­gen des Glaubens und Lebens. sola scrip­tura bedeutet nicht: Die Schrift ist die einzige Autorität in Fra­gen des Glaubens und Lebens.”[28]

Das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis wird unter anderem bestätigt durch:

  • Luthers Klein­er Kat­e­chis­mus (1529)
  • Luthers Gross­er Kat­e­chis­mus (1529)
  • Augs­burg­er Beken­nt­nis (1530, Philipp Melanchthon)
  • Gen­fer Kat­e­chis­mus (1537, Johannes Calvin)
  • Zweites Hel­vetis­ches Beken­nt­nis (1561, Hein­rich Bullinger, eben­falls ders. Schriften III, 98)
  • Hei­del­berg­er Kat­e­chis­mus (1563)
  • Karl Barth, Cre­do (1935)[29]
  • John Stott[30]
  • T. Wright[31]
  • Tim Keller, “Yet the fun­da­men­tals of Apos­tles’ Creed faith and the gospel of Christ do not change.” (2014)[32]
  • freikichen.ch
  • Freie Evan­ge­lis­che Gemein­den Schweiz, Den Wert der Bibel hochhal­ten (2019)
  • Evan­ge­lis­ches Gemein­schaftswerk, Statuten
  • Chrischona Schweiz, Gemein­de­ord­nung (2019)
  • The­ol­o­gis­ches Sem­i­nar St. Chrischona, Statuten: “Die Aus­bil­dung ori­en­tiert sich am Apos­tolis­chen Glaubensbekenntnis”.

4. Das Glaubensbekenntnis führte zur Entstehung zahlreicher Freikirchen

In den 1870er-Jahren wurde im Zuge des soge­nan­nten “Apos­to­likumsstre­its” in den schweiz­erischen evan­ge­lis­chen Lan­deskirchen die Verpflich­tung auf das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis aufge­hoben. Dies führte dazu, dass beken­nt­nistreue Pfar­rer und Gläu­bige sich von den Lan­deskirchen dis­tanzierten und neue Gemein­schaften grün­de­ten: unter anderem Chrischona Gemein­den. Die ersten selb­st­ständi­gen Chrischona Gemein­den und andere Freikirchen ent­standen in Abgren­zung zu ein­er The­olo­gie, die sich vom Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis loslöste.

Carl-Hein­rich Rap­pard, der dama­lige Direk­tor von St. Chrischona, wollte ursprünglich eigentlich keine eigene Chrischona Kirche grün­den. Er erk­lärte 1900:

“Wir wollen keine neue Denom­i­na­tion ein­führen.” Stattdessen “wollen wir […] Men­schen zu Jesu, ihrem Hei­lande, führen und die zu ihm Gebracht­en in Gemein­schaften sam­meln und pfle­gen. Es braucht nicht mehr nachgewiesen zu wer­den, daß diese Arbeit Raum hat auf dem lan­deskirch­lichen Boden”.

“Es ist eine all­ge­mein anerkan­nte Tat­sache, daß, wo lebendi­ge Gemein­schaften ent­standen sind, der Besuch der kirch­lichen Gottes­di­en­ste (sofern sie von gläu­bi­gen Seel­sorg­ern gehal­ten sind) ein regerer gewor­den ist.”[33]

Von Ausser­halb kat­e­gorisierte man diese Gemein­schaft­sar­beit mit ihren Erbauungs‑, Bibel- und Gebetsstun­den in ein­er abw­er­tenden Weise als “Stün­deli­we­sen”,[34] ihre Teil­nehmenden als “Stün­del­er”. Trotz ursprünglich ander­er Absicht trat­en zahlre­iche Gläu­bige aus den Lan­deskirchen aus und schlossen sich Chrischona Gemein­den an. Rap­pard erk­lärte 1900:

“Wo die Vertreter der Lan­deskirche den bib­lis­chen Boden ver­lassen haben und einen andern Chris­tus verkündi­gen, als die Apos­tel es tat­en, bleiben die Gemein­schafts­glieder von solchen Gottes­di­en­sten fern und erbauen sich mit den Gnaden­mit­teln [der Lehre, der Gemein­schaft, des Abendmahls und des Gebets] nach Apos­telgeschichte 2,42.”

“Wir sind es, die in der Kirche bleiben, die wir das Beken­nt­nis fes­thal­ten, auf dem die Kirche ruht: ‘Du bist Chris­tus, des lebendi­gen Gottes Sohn.’ Die diesen Felsen­grund aufgeben, das sind die ‘unkirch­lichen Leute’.”[35]

Angesichts dieser Entste­hungs­geschichte würde es vie­len Freikirchen gut anste­hen, das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis neu zu ent­deck­en und in ihre Gottes­di­en­ste zu integrieren.

Mehr dazu in diesem Artikel: Merk­male echter Chrischona Gemeinden

5. Das Glaubensbekenntnis ist ein zeitloser “Klassiker”

Bei Autos fährt man einen Klas­sik­er im Bewusst­sein: Neuere Vehikel sind vielle­icht beque­mer, schneller, sparsamer und hip­per, aber wenn jene ein­mal zu Kühlschränken und Waschmaschi­nen recycelt sein wer­den, wird diese Kost­barkeit weit­er­hin Freude und Inspi­ra­tion ver­mit­teln. In meinem Glauben halte ich mich an Chris­tus, das bewährte Evan­geli­um, die bib­lis­chen Schriften und die alten Beken­nt­nisse: den Klas­sik­er. Neuere soge­nan­nt “christliche Strö­mungen” sind vielle­icht beque­mer, schneller, sparsamer und hip­per, aber wenn jene ein­mal bere­its ver­schwun­den sein wer­den, wird diese Kost­barkeit weit­er­hin Freude und Inspi­ra­tion vermitteln.

Ich halte mich lieber an eine über 1800jährige Tra­di­tion und ste­he lieber auf dem Boden der alten Kirche, als dass ich meine, aus­gerech­net wir seien die Gen­er­a­tion, die zu Recht fest­stellt, dass die alten Wahrheit­en nicht mehr wahr sein sollen. Wir wür­den damit gegen zweitausend Jahre Kirchengeschichte inklu­sive Ref­or­ma­tion wet­ten. Math­e­ma­tisch gese­hen wären unsere Chan­cen, richtig zu liegen, sehr klein.

Im Blick auf das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis erk­läre ich mit einem alten Spir­i­tu­al:

Give me that old time reli­gion. It’s good enough for me.
It was good for Paul and Silas and it’s good enough for me.
It was tried in the fiery fur­nace and it’s good enough for me.
Makes me love every­body and it’s good enough for me.
Give me that old time reli­gion. It’s good enough for me.

Frei über­set­zt:

Gib mir den tra­di­tionellen Glauben, er ist für mich voll in Ordnung.
Er war gut für Paulus und Silas und ist auch für mich voll in Ordnung.
Er wurde im feuri­gen Ofen geprüft und ist auch für mich voll in Ordnung.
Er gibt mir Liebe für alle Men­schen und ist auch für mich voll in Ordnung.
Gib mir den tra­di­tionellen Glauben, er ist für mich voll in Ordnung.

Artikel als PDF herunterladen


Bilder:
unsplash / iStock
Fuss­noten:
[1] G. Ruh­bach: “Beken­nt­nis”. In: Evan­ge­lis­ches Lexikon für The­olo­gie und Gemeinde, Bd1, 2. Aufl. Wup­per­tal: R. Brock­haus. 1998, 206.
[2] 1.10.1; 2.9.1; 3.1.2; 3.3.3; 3.4.2.
[3] 3.1.1; 3.15.1.
[4] 1.22.1; 3.15.1.
[5] 1.22.1.
[6] 1.10.1.
[7] 3.4.2.
[8] Prozes­seinre­den gegen die Häretik­er, Kapi­tel 13.
[9] Gegen Prax­eas (Adver­sus Prax­eas) 3.
[10] Gegen Prax­eas (Adver­sus Prax­eas) 2.
“Seit Ter­tul­lian wurde die christliche Trinität immer in dem all­ge­meinen Begriff der göt­tlichen Sub­stanz abge­bildet: Una sub­stan­tia – tres per­son­ae. Die eine, unteil­bare, homo­gene, göt­tliche Sub­stanz kon­sti­tu­iert sich in drei indi­vidu­ellen, göt­tlichen Per­so­n­en. Darum sind umgekehrt die drei Per­so­n­en zwar voneinan­der ver­schieden, aber eins in ihrer gemein­samen göt­tlichen Sub­stanz.” Jür­gen Molt­mann: Trinität und Reich Gottes: Zur Gotteslehre. Güter­sloh: Güter­slo­her Ver­lagshaus. 1986, 31–32.
Karl Barth spricht (wohl angelehnt an Hegel) von “drei Sein­sweisen und Namen Gottes als des Vaters, des Sohnes und des heili­gen Geistes in ihrer Ver­schieden­heit und Ein­heit” Karl Barth: Cre­do: Die Haupt­prob­leme der Dog­matik dargestellt im Anschluß an das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis. München: Chr. Kaiser. 1935, 16; vgl. Molt­mann, a.a.O., 33.
[11] “Schol­ars have debat­ed at length over what Ter­tul­lian meant by this Latin term, which is invari­ably trans­lat­ed into Eng­lish as “per­son.”[…] The term per­sona lit­er­al­ly means ‘a mask,’ such as that worn by an actor in a Roman dra­ma. At this time, actors wore masks to allow the audi­ences to under­stand which of the dif­fer­ent char­ac­ters in the dra­ma they were play­ing. The term per­sona thus came to have a devel­oped mean­ing, along the lines of ‘the role that some­one is play­ing.’ It is quite pos­si­ble that Ter­tul­lian want­ed his read­ers to under­stand the idea of ‘one sub­stance, three per­sons’ to mean that the one God played three dis­tinct yet relat­ed roles in the great dra­ma of human redemp­tion”. Alis­ter E. McGrath: Chris­t­ian The­ol­o­gy. Oxford: John Wiley and Sons. 2017, 304.
[12] “Ihre wirkungsmächtig­ste For­mulierung hat die Glauben­sregel im Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis – auch Apos­tolicum oder Cre­do genan­nt – erhal­ten.” Luca Baschera und Frank Math­wig: Die Kirche in der Präam­bel: Die Ver­fas­sung­spräam­bel der Evan­ge­lisch-reformierten Kirche Schweiz EKS aus the­ol­o­gis­ch­er Sicht. 2020, 10–11; aufgerufen 06.01.2021.
[13] The Devel­op­ment of the Canon of the New Tes­ta­ment; aufgerufen 06.01.2021.
Udo Schnelle: Ein­leitung in das Neue Tes­ta­ment. Göt­tin­gen: Uni-Taschen­büch­er. 1999, 363–369.
[14] Robert W. Jen­son: Canon and Creed: Inter­pre­ta­tion: Resources for the Use of Scrip­ture in the Church (Kin­dle-Ver­sion). Louisville und Ken­tucky: West­min­ster John Knox. 2010, Kin­dle-Posi­tio­nen 533–534.
[15] Rufin von Aquileia, Kom­men­tar zum apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis, 32–34 (alter­na­tive Zäh­lung 36–38).
[16] FEG, Den Wert der Bibel hochhal­ten, 2.13 Kanon. 2019, 30.
[17] Vgl. Gal 6:16; 2Kor 10:13, 2Kor 10:15–16; gr. kanon = lat. reg­u­la.
[18] Gegen die Häre­sien, 3.2.1
[19] Gegen die Häre­sien, 3.2.2
[20] “Canon con­firms creed, and creed con­firms canon.” Robert W. Jen­son, a.a.O., Kin­dle-Posi­tion 427.
[21] Zweites Hel­vetis­ches Beken­nt­nis, Kap. 16, 71.
Luca Baschera und Frank Math­wig, a.a.O., 11–12.
[22] Bullinger, Schriften III, 98.
Luca Baschera und Frank Math­wig, a.a.O., 11.
[23] Robert W. Jen­son, a.a.O., Kin­dle-Posi­tio­nen 932–934.
[24] 1Joh 4:8, 1Joh 4:16; Joh 3:16.
[25] Klaus Dou­glass: Gottes Liebe feiern: Auf­bruch zum neuen Gottes­di­enst. Emmels­büll: C & P. 2003, 178.
[26] Joh 16:27; 1Joh 2:15; 1Joh 3:1; Röm 8:15; Gal 4:6; Eph 6:23; 2Thes 2:16; Jud 1.
[27] FEG: Den Wert der Bibel hochhal­ten, 2.2 Bibel und Beken­nt­nis. 2019; aufgerufen 06.01.2021.
Vgl. Robert W. Jen­son, a.a.O., Kin­dle-Posi­tio­nen 634–637.
[28] Andreas Hahn: Skript FTH Fun­da­men­talthe­olo­gie WS 2013 – 2014.
[29] Karl Barth, a.a.O.
[30] John Stott: Your Con­fir­ma­tion. Lon­don: Hod­der & Stoughton, 2. Auflage 1991. Vgl. All Souls Predigtrei­he; aufgerufen 06.01.2021.
[31] N.T. Wright: How God became King: The For­got­ten Sto­ry of the Gospels. New York: Harp­er Collins. 2011, 258–273.
[32] Dif­fer­ent­ly the Same: Redeemer’s Next Twen­ty-five Years; aufgerufen 06.01.2021.
[33] Dora Rap­pard: Carl Hein­rich Rap­pard: Ein Lebens­bild. Giessen: Brun­nen, 1910, 265 und 259–260.
[34] Dora Rap­pard, a.a.O., 275.
[35] Dora Rap­pard, a.a.O., 264–266.

6 Comments
  1. André Ay 4 Monaten ago
    Reply

    Hal­lo!

    Am Text des Beken­nt­niss­es würde ich auch nix ändern.
    Eine andere Frage ist, ob man damit jeden Son­ntag im Gottes­di­enst Selb­st-Brain­wash­ing machen sollte. Ein­mal im Viertel­jahr würde doch auch reichen. In der Zeit kön­nte man 1. Kor 13 oder aus 1. Joh oder andere Kern­stellen der Bibel vor­lesen. Immer­hin ist Bibel­text wichtiger als men­schlich­er Text, auch wenn er kor­rek­te Bibelausle­gung ist, und Liebe wichiger als Pon­tius Pilatus.
    Den Kon­nex zwis­chen Vater und Liebe kann auch nicht jed­er so leicht herstellen.

    Viele Grüße!

    • Christian Haslebacher 4 Monaten ago
      Reply

      Lieber André,
      vie­len Dank für dein Feed­back! Darüber, wie oft man das Glaubens­beken­nt­nis rez­i­tieren sollte, kann man sich­er unter­schiedlich­er Mei­n­ung sein. Ein N.T. Wright spricht es meines Wis­sens täglich, auch wenn er darin manche Aspek­te aus dem Leben Jesu ver­misst. Sich­er würde es sich lohnen, daneben andere Bibel­texte gemein­sam zu sagen und dadurch immer bess­er auswendig zu kennen.
      Gle­ichzeit­ig ist es so, dass sich die Alte Kirche mit der Frage auseinan­der­set­zte, welche Inhalte verbindlich zum christlichen Glauben gehören, was man glauben muss, um getauft zu wer­den. Dieser “The­menkat­a­log” ist uns heute im Apos­tolis­chen Glaubens­beken­nt­nis über­liefert. Wir ste­hen in dieser ural­ten Tra­di­tion. Wir sind nicht ein­fach sub­jek­tiv gläu­big unter­wegs, son­dern auch als Teil ein­er weltweit­en Gemein­schaft der let­zten 1800 Jahre. Zum sub­jek­tiv­en Glauben kommt also der kollek­tive, wobei mir bei­de teuer sind und bei­de einan­der Halt geben. Post­mod­ern geprägte Men­schen fokussieren stark auf den sub­jek­tiv­en Aspekt und vergessen zum Teil den kollek­tiv­en, wodurch ihr sub­jek­tiv­er Glaube mein­er Ansicht nach mas­siv geschwächt wird.
      Give me that old time (col­lec­tive) reli­gion. It was good for Paul and Silas. It was tried in the fiery fur­nace. And it’s good enough for me.

      • André Ay 4 Monaten ago
        Reply

        Hal­lo!
        N.T. Wright? Der Mann soll ziem­lich dubios sein. https://www.ligonier.org/learn/articles/whats-wrong-wright-examining-new-perspective-paul
        Die Alte Kirche hat sich mit eini­gen The­men auseinan­derge­set­zt, die zu ihrer Zeit beson­ders umstrit­ten waren, also Trinität und die Dop­pel-Natur von Jesus Chris­tus. Das Glaubens­beken­nt­nis behan­delt daher diese Fra­gen beson­ders. Das muß aber kein Zeichen für die beson­dere Wichtigkeit sein.
        Pon­tius Pila­tus ist wohl kaum so wichtig wie die Ver­heißung an Abra­ham in Gen 22, 18: “durch deine Nachkom­men sollen alle Völk­er auf Erden geseg­net wer­den” oder die Stel­lung Jesu als Nachkomme Davids, als Men­schen­sohn gemäß der Prophezeiung von Daniel oder als Friedens­fürst gemäß Jesaja.
        Kollek­tiv­er Glauben? Das erste Wort in jedem Absatz ist “ich”. Hört sich an wie ein men­schen­for­muliert­er Text. Im Vaterunser gibt es ein anderes erstes Wort und der Selb­stzug ist immer “wir”.
        Paulus und Silas kan­nten den Text des Glauben­beken­nt­nis­es übri­gens nicht.
        Viele Grüße!

        • Christian Haslebacher 4 Monaten ago
          Reply

          Kollek­tiv ist es eben auch, wenn eine Gruppe von Leuten “ich” sagt. So kommt es auch im Beken­nt­nis der vielgescholte­nen Mar­ta vor (Joh 11,27), das immer­hin zum bib­lis­chen Kanon gehört.
          Dass Jesus der “Men­schen­sohn” (Mes­si­asti­tel) ist, durch den sich die Abra­hamsver­heis­sung erfüllt, wird durch “Chris­tus” (= Mes­sias Israels) aus­ge­drückt. Aber es stimmt: Das Glaubens­beken­nt­nis nimmt nicht alle Aspek­te expliz­it auf, die wir vielle­icht erwarten oder vorschla­gen wür­den. Aber es beschreibt Glaubensin­halte, die in der Alten Kirche Kon­sens waren und auch heute noch sein soll­ten. Paulus und Silas kan­nten diesen Text so wahrschein­lich nicht, das ist wahr. Die Inhalte dürften sie auf jeden Fall gekan­nt und geglaubt haben.
          Pon­tius Pila­tus ist schon nicht unwichtig. Es zeigt, dass Jesus zu ein­er gewis­sen Zeit an einem bes­timmten Ort von der dama­li­gen Welt­macht zu Tode gebracht wurde (vgl. Apg 17,7). Wir als Erben des Römis­chen Reich­es (vgl. z.B. Architek­tur, Münzen, Monat­sna­men, Schriftze­ichen, lateinis­che Aus­drücke usw.) soll­ten uns durch den Ver­weis auf Pila­tus vielle­icht beson­ders ange­sprochen fühlen.
          Zu N.T. Wright möchte ich mich nicht weit­er äussern. Er war lediglich ein Beispiel. Trotz­dem würde es sich vielle­icht lohnen, mal ein Buch von ihm selb­st zu lesen, bevor man ihn zu schnell abschreibt.

  2. Christian Haslebacher 9 Monaten ago
    Reply

    Lieber Lukas,
    vie­len Dank, dass Du Dich mit meinem Text auseinan­derge­set­zt hast. Die let­zte Autorität liegt auf der Schrift, das ist ganz klar. Die Kirche ist auf dem Grund der Apos­tel (NT) und Propheten (AT) gebaut, der Eck­stein ist Chris­tus (Eph 2,20).
    Ich meine schon, dass die Kanon­bil­dung durch die Hand der frühen Kirche geschah, dies jedoch nicht willkür­lich, son­dern auf­grund des apos­tolis­chen Ursprungs dieser Texte. Die frühe Kirche nahm apos­tolis­che Texte und fügte sie dem AT, das sie als “Wort Gottes” anerkan­nte, hinzu. Sie weit­ete damit die Hochachtung der alttes­ta­mentlichen Schriften offizell auf das NT aus, wie dies auch dem Selb­stzeug­nis manch­er neutes­ta­mentlichen Texte entspricht, wo diese wie das AT als “Schrift” beze­ich­net werden.
    Man kön­nte hier noch viel über die Stel­lung der Bibel schreiben, in meinem Text ging es jedoch um das Apostolicum.
    Zu meinen Überzeu­gun­gen und mein­er Hochachtung zur Bibel ver­weise ich auf https://www.chrischona.ch/portrait/profil/ –> Die Bibel
    Zum Schluss: Wenn Du willst, darf­st Du gerne Verbesserungsvorschläge zu obigem Text anbrin­gen. Ich würde mich freuen!
    Be blessed, Christian

  3. Lukas Zünd 9 Monaten ago
    Reply

    Lieber Chris­t­ian,
    danke für diesen Artikel über dessen Haup­taus­sage ich mich sehr freue.
    Der 2. Punkt weckt bei mir aber Fragen:
    Ist das Apos­to­likum Richtschnur, weil es Erbe der recht­gläu­bi­gen Kirche ist?
    Oder ist das Apos­to­likum gut und wahr, weil es (und insofern es) kon­form ist mit der Bibel in ihrer Gesam­taus­sage, d.h. weil es auf die Verkündi­gung der Apos­tel und vorallem auf die Selb­st­deu­tung Jesu (des Wortes Gottes nach Joh 1, 1) und Jesu Deu­tung des Alten Tes­ta­ments zurück­ge­ht und deshalb auch dem Zeug­nis des Heili­gen Geistes im Geist der Chris­ten entspricht (da der Heilige Geist sich selb­st nicht widerspricht)?
    Wo liegt die Autorität, wenn es hart auf hart kommt? Bei der Kirche oder bei der Heili­gen Schrift?
    Du schreib­st: “Die neutes­ta­mentlichen Schriften und das Apos­tolis­che Glaubens­beken­nt­nis (als Vari­ante der ‘Richtschnur des Glaubens’) wur­den in der­sel­ben Zeit fest­gelegt. Wir emp­fan­gen bei­des aus der­sel­ben Hand der Alten Kirche.”
    Man kön­nte den Satz so deuten, dass die Kirche der Heili­gen Schrift ihre Autorität und Glaub­würdigkeit verleihe.
    Das war die Posi­tion der röm.-kath. Kirche in der Zeit der Ref­or­ma­tion – zumin­d­est nach Ansicht der Refor­ma­toren. Calvin und die anderen Refor­ma­toren (aber auch evan­ge­lis­che Predi­ger bis in die Gegen­wart) emp­fan­gen ihre Voll­macht aus der Schrift, die sich selb­st bezeugt, und die den Glauben wirkt und die Kirche her­vor­bringt. Die Kirche ist gebaut auf dem Grund der Apos­tel und Propheten. Siehe Kapi­tel I, 7 in Calvins “Unter­richt in der christlichen Religion”.
    Man kön­nte Deine Sätze hier ausser­dem so deuten, dass die Kanon­bil­dung Leis­tung der Kirche sei. Die Kanon­bil­dung des Neuen Tes­ta­ments erfol­gte zwar erst im 2. Jahrhun­dert (in Abgren­zung gegen Markion), aber sie war Anerken­nung des Selb­stzeug­niss­es und des apos­tolis­chen Ursprunges dieser Schriften. Auch hier: Das Wort Gottes geht der Kirche voraus, welche es “nur” anerken­nt und weitergibt.
    Also: Die Wieder­ent­deck­ung des Apos­to­likums ist gut, aber sie sollte nicht auf Kosten der Voll­macht der Heili­gen Schrift gehen. Es gibt übri­gens auch Kirchen, die jeden Son­ntag das apos­tlis­che Glaubens­beken­nt­nis lesen, aber man liest alles aus ein­er “hermeneutis­chen Brille”, die alles wieder neutralisiert.
    An dieser Frage wird sich entschei­den, ob die reformierte Lan­deskirche Zukun­ft hat: Ob sie Kirche sein will aus dem Evan­geli­um gemäss dem Alten und Neuen Tes­ta­ment, oder ob sie meint, als Kirche selb­st die Glaub­würdigkeit der Bibel (bzw. bes­timmter Pas­sagen der Bibel) fes­tle­gen zu können?
    Und hier habe ich auch Fra­gen, was die Freikirchen bet­rifft. In der The­o­rie wür­den fast alle Freikirch­lich­er eine hohe Sicht der Bibel vertreten. Aber die Prax­is sagt etwas anderes. Meine Erfahrung aus der Teil­nahme in freikirch­lichen Gottes­di­en­ten: Oft­mals ist gefühlt 60% des Gottes­di­en­stes ver­gan­gen (und damit eben­so viel Prozent der frischen Aufmerk­samkeit), bis zum ersten Mal aus der Bibel vorge­le­sen wird, und auch dann wird die Bibel häu­fig nur als Stein­bruch für die Aus­sage der Predigt ver­wen­det. (@Paul und Peter: Darüber soll­tet Ihr bei Daniel Option unbe­d­ingt ein­mal schreiben.) Wie hast Du es ver­standen, Chris­t­ian? Wie würdest Du deine Aus­sagen präzisieren?
    Danke, dass Du dieses The­ma gebracht hast.

    Fre­undliche Grüsse und Gottes Segen für Deinen Dienst Lukas Zünd

Schreibe einen Kommentar zu Christian Haslebacher Antworten abbrechen

Your email address will not be published.

You may like

In the news