Geduld

Emanuel Hunziker
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«Geduld bringt Rosen», «Eile mit Wei­le», «Gut Ding braucht Wei­le», «Rom wur­de auch nicht an einem Tag erbaut», «In der Ruhe liegt die Kraft», «Ste­ter Trop­fen höhlt den Stein» und «Was lan­ge währt, wird end­lich gut». Die­se Rede­wen­dun­gen kom­men dann zum Zug, wenn man sich oder ande­ren vor Augen füh­ren möch­te, dass man sich genug Zeit neh­men soll­te, um erfolg­reich zum Ziel zu kom­men. Doch was genau bedeu­tet Geduld?

«Wie lan­ge noch?», frag­te ich mei­nen Vater, wäh­rend wir auf der Auto­bahn in Rich­tung Tes­sin unter­wegs waren. «Noch ca. zwei Stun­den!», war sei­ne Ant­wort. Für ein Kind füh­len sich zwei Stun­den wie zwei Jah­re an. So ver­such­te ich mich mit Kas­set­ten hören abzu­len­ken und ich spiel­te mit mei­nen drei Geschwi­stern ein paar Run­den «Ich sehe etwas, das du nicht siehst, und es ist rot!». Die ande­ren durf­ten dann raten, was ich mei­ne. Ab und an gerie­ten wir auch in Streit mit­ein­an­der. Mei­ne Unge­duld ent­lud sich in hef­ti­gen Zan­ke­rei­en um Klei­nig­kei­ten mit mei­nen Geschwi­stern. Und dann end­lich nach lan­gem War­ten kamen wir end­lich bei unse­rer Feri­en­woh­nung an und auf uns war­te­te eine ent­spann­te und hei­te­re Feri­en­zeit als Fami­lie in der süd­li­chen Schweiz. Die Fra­ge: «Wie lan­ge noch?», und wie wir die Zeit damit ver­brin­gen, bis das War­ten ein Ende hat, das sind Lebens­the­men.

Vor eini­gen Wochen habe ich auf die­sem Blog die Fra­ge auf­ge­wor­fen, wie wir in der heu­ti­gen Zeit effek­tiv über Jesus reden und das Evan­ge­li­um ver­kün­di­gen kön­nen. Die Ansät­ze, wel­che wir uns als Kir­chen über Jahr­zehn­te antrai­niert haben, schei­nen in der heu­ti­gen plu­ra­li­sti­schen Gesell­schaft an Effek­ti­vi­tät ein­ge­büsst zu haben. Was ist also zu tun? Ich habe ver­sucht, eini­ge Ansät­ze dazu auf­zu­zei­gen, schloss in Anleh­nung an Dr. Timo­thy Kel­ler und Prof. John Ina­zu mit einem Auf­ruf zur Demut, Geduld und Tole­ranz. Die­sen drei Begrif­fen möch­ten wir in einer Kurz­se­rie noch genau­er auf den Grund gehen. Josua Hun­zi­ker star­te­te mit Tole­ranz und Paul Bru­de­rer schrieb letz­te Woche über Demut. Ich ver­voll­stän­di­ge das Trio mit Geduld.

 

Dranbleiben

«Es ist eine wah­re Gedulds­pro­be!», sag­te mir kürz­lich jemand. «Eine gute Freun­din von mir ist auf einer spi­ri­tu­el­len Rei­se und sucht nach Sinn und Wahr­heit. Sie ist offen für alles Mög­li­che und stellt mir immer wie­der gute und tie­fe Lebens­fra­gen. Sie kam auch schon an eine Ver­an­stal­tung für Frau­en in unse­rer Kir­che und war begei­stert. Doch irgend­wie gelang der Durch­bruch zu einem leben­di­gen Glau­ben an Jesus bis­her nicht. Was soll ich bloss machen?». Ich ant­wor­te­te: «Ich glau­be, es braucht Demut, Tole­ranz und Geduld. Bleib wei­ter dran und ver­trau auf Gott.»

Die­ses Erleb­nis ist kein Ein­zel­fall. Wir post­mo­dern gepräg­ten Men­schen gel­ten ja als spi­ri­tu­ell offen und emp­fäng­lich. Doch wir tun uns schwer dabei, uns fest­zu­le­gen. War­um auch? Abso­lu­te Wahr­heit riecht ver­däch­tig. Und auch wenn die Ant­wor­ten des christ­li­chen Glau­bens schlüs­sig klin­gen und das Leben mei­nes christ­li­chen Mit­men­schen authen­tisch wirkt: Fest­le­gen ist gefähr­lich. Es könn­te ja eine Sack­gas­se sein. Es könn­te ja noch etwas Bes­se­res kom­men. Man will ja nichts ver­pas­sen. Und so mixen wir uns unse­ren Glau­bens­cock­tail nach eige­nem Gut­dün­ken zusam­men. Je nach­dem, wie es grad sinn­voll erscheint. Das Rezept selbst ver­än­dert sich andau­ernd. Doch Haupt­sa­che, es stimmt gera­de für mich. Jetzt. Alles ande­re ist rela­tiv.

Da stellt sich die Fra­ge: «Lohnt es sich über­haupt dran­zu­blei­ben?». Wann hat das War­ten auf einen Durch­bruch hin zu einem leben­di­gen Glau­ben an Jesus Chri­stus bei mei­nem suchen­den Mit­men­schen ein Ende? Es ist offen­sicht­lich. Wir brau­chen Geduld!

Geduld bedeu­tet, sei­nem Gegen­über ver­ständ­nis­voll zuzu­hö­ren und gute Fra­gen zu stel­len. Das ist eine Form der Hoff­nung. Wir wis­sen, dass Gott am Ende tri­um­phie­ren, Gerech­tig­keit her­stel­len und jede Trä­ne abwi­schen wird. Weil wir die­se Hoff­nung haben, kön­nen wir gedul­dig sein. Timo­thy Kel­ler, Chri­sti­an Post – eige­ne Über­set­zung

 

Von Gottes Geist gewirkt

Tim Kel­ler beschreibt Geduld als eine Form der Hoff­nung, eine Funk­ti­on von Hoff­nung. Geduld ent­steht nicht ein­fach von selbst. Pau­lus beschreibt Geduld als Frucht, die der Hei­li­ge Geist in uns her­vor­bringt.

Die Frucht hin­ge­gen, die der Geist Got­tes her­vor­bringt, besteht in Lie­be, Freu­de, Frie­den, Geduld, Freund­lich­keit, Güte, Treue, Rück­sicht­nah­me und Selbst­be­herr­schung. Gala­ter 5,22 – 23

Unse­re eige­ne, mensch­li­che Natur hin­ge­gen bringt das Gegen­teil her­vor:

Feind­se­lig­kei­ten, Streit, Eifer­sucht, Wut­aus­brü­che, Recht­ha­be­rei, Zer­würf­nis­se, Spal­tun­gen, Neid. Gala­ter 5,20

Die Welt hat schon genug davon. Die­ses Unkraut ent­steht durch die Selbst­sucht unse­rer sün­di­gen Natur und ist uns weder beim Wei­ter­ge­ben der fro­hen Bot­schaft, noch sonst irgend­wie dien­lich.

Pho­to by Jev­tic / iStock 

 

Durchhaltevermögen

Im Kon­text von Jako­bus 5,7 – 11 wird Geduld als Aus­dau­er, Durch­hal­te­ver­mö­gen oder Beharr­lich­keit beschrie­ben. Der Bau­er war­tet gedul­dig auf die Regen­pe­ri­oden, wel­che sei­ne Saat auf­ge­hen las­sen. Geduld ist aber nicht mit War­ten gleich­zu­set­zen. War­ten ist etwas, das wir tun. Geduld beschreibt, WIE wir es tun. Der Bau­er war­tet, weil er war­ten muss. Er hat kaum eine ande­re Wahl. Er kann auch unge­dul­dig war­ten, sich ner­ven und den Him­mel ver­flu­chen, weil der Regen nicht frü­her kommt. Oder er kann in der Hit­ze eines Wut­aus­bruchs aufs Feld ren­nen und die Spröss­lin­ge von Hand oder mit che­mi­scher Keu­le zum Wach­sen ani­mie­ren. Er wird sie bei sei­nem Ver­such höchst­wahr­schein­lich ver­let­zen oder gar zer­stö­ren. Geduld hin­ge­gen ist eine Cha­rak­ter­ei­gen­schaft. Geduld grün­det in einer leben­di­gen Hoff­nung auf das Kom­men bestimm­ter Ereig­nis­se wie Regen­pe­ri­oden, die zu gege­be­ner Zeit ein­tref­fen.

Im Gespräch mit unse­ren Mit­men­schen nach Sinn und Wahr­heit soll­ten wir uns im Anbe­tracht des­sen dar­auf kon­zen­trie­ren, unse­rem Gegen­über «ver­ständ­nis­voll zuzu­hö­ren und gute Fra­gen zu stel­len.» Gut zuhö­ren und gute Fra­gen stel­len ist eine Ver­kün­di­gungs­form. Wie oft hat doch Jesus selbst ver­ständ­nis­voll zuge­hört und gute Fra­gen gestellt, sei es z.B. bei Niko­de­mus, der Jesus im Schutz der Nacht auf dem Dach zum Gespräch auf­such­te. Oder im Gespräch mit der Frau am Brun­nen in Sama­ria unter bren­nen­der Mit­tags­son­ne. Bei der Frau keim­te die Saat der Wor­te Jesu sofort auf und sie teil­te den gefun­de­nen Mes­si­as mit der gan­zen Stadt. Bei Niko­de­mus ging es etwas län­ger, doch auch bei ihm ging die Saat zum von Gott gege­be­nen Zeit­punkt auf.

Im glei­chen Sin­ne ver­weist Jako­bus sei­ne Leser dar­auf, dass Gott zur rich­ti­gen Zeit ein­greift und Miss­stän­de been­det, «denn der Herr ist zutiefst barm­her­zig und voll Mit­ge­fühl.» Es ist also in erster Linie Gott selbst, der dar­an inter­es­siert ist, dass Men­schen ihn fin­den:

«Denn er will, dass alle Men­schen geret­tet wer­den und dass sie die Wahr­heit erken­nen.» 1. Timo­theus 2,4

 

Prüfung unserer Motive

Ein Dran­blei­ben und War­ten, das Geduld for­dert, ent­puppt sich auch immer wie­der als eine Art der Prü­fung unse­rer Moti­ve. Geht es mir um Gott und sei­nen Plan zur Erret­tung der Men­schen? Bin ich bereit dran­zu­blei­ben, bis die Saat durch Got­tes Ein­wir­ken auf­geht? Oder geht es mir pri­mär dar­um vor­zu­wei­sen, was für ein erfolg­rei­cher Christ ist bin? Bibli­sche Bücher wie das von Hiob stel­len die­se Fra­ge auf sehr unan­ge­neh­me und schmerz­haf­te Wei­se. Und Jako­bus fasst es so zusam­men:

«Schließ­lich ist es doch so, dass wir die glück­lich prei­sen, die ´in der Prü­fung‹ stand­haft geblie­ben sind. Ihr habt von der Stand­haf­tig­keit Hiobs gehört und wisst, dass der Herr bei ihm alles zu einem guten Ende geführt hat, denn der Herr ist zutiefst barm­her­zig und voll Mit­ge­fühl.» Jako­bus 5,11

In die­sem Zusam­men­hang sind mir die Men­schen ein ermu­ti­gen­des Vor­bild, die bereit waren, ihre Leben für Got­tes Auf­trag ein­zu­set­zen und dabei nicht nur ihre eige­ne Lebens­zeit im Blick­feld hat­ten, son­dern sich weit dar­über hin­aus inve­stier­ten. Sie haben gesät, aber die Ern­te ihrer Saat nie mit­er­lebt.

 

Pho­to by Jev­tic / iStock

 

Über die eigene Lebenszeit hinaus

Jim Elli­ot inve­stier­te sein Leben für uner­reich­te Volks­stäm­me in Ecua­dor. Bevor er hei­ra­te­te, bau­te er eine Mis­si­ons­sta­ti­on im Dschun­gel auf. Doch dann wur­de die Arbeit eines gan­zen Jah­res über Nacht zer­stört. Ande­re hät­ten Gott ange­klagt und wären ent­täuscht und ver­bit­tert in ihre Hei­mat zurück­ge­kehrt. Nicht so Jim. Er ver­stand die­se Umstän­de als Prü­fung Got­tes und stell­te sich der für jeden Nach­fol­ger Jesu ent­schei­den­den Fra­ge: «Machst du es für dei­nen Erfolg, oder tust du es für mich?»

Die­se Fra­ge muss­te sich auch sei­ne Frau Eli­sa­beth stel­len, als ihr Mann drei Jah­re nach ihrer Hei­rat von einer Grup­pe Waora­ni India­ner ermor­det wur­de, als er die­se mit der Bot­schaft von Jesus errei­chen woll­te. Auch Eli­sa­beth hät­te ver­bit­tert in ihre Hei­mat zurück­keh­ren kön­nen. Sie ent­schied sich aber zu blei­ben und erreich­te eine gerau­me Zeit spä­ter die Mör­der ihres Ehe­man­nes und deren Stamm mit der fro­hen Bot­schaft. Für mich ein äus­serst ein­drück­li­ches Bei­spiel für die Bedeu­tung von Geduld in From von Aus­dau­er, Durch­hal­te­ver­mö­gen oder Beharr­lich­keit, wobei Ver­ge­bung als ent­schei­den­de Kom­po­nen­te hin­zu­kam. Hier ein abso­lut hörens­wer­tes Inter­view mit ihrer Toch­ter Vale­rie (in Eng­lisch), die über die Bezie­hung ihrer Eltern und ihre Kind­heit berich­tet.

Der bekann­te schot­ti­sche Mis­sio­nar David Living­stone starb im Bewusst­sein, dass er nur eine ein­zi­ge Per­son zu Chri­stus geführt hat­te. Er schrieb in sei­nem Tage­buch:

Wir sind wie Stim­men, die in der Wüste rufen; wir berei­ten den Weg für eine herr­li­che Zukunft. Zukünf­ti­ge Mis­sio­na­re wer­den für jede Pre­digt mit Bekeh­run­gen belohnt wer­den. Wir sind ihre Pio­nie­re und Hel­fer. Lass sie nicht die Wäch­ter der Nacht ver­ges­sen – uns, die gear­bei­tet haben, als alles fin­ster war und nichts auf einen Erfolg in Form von Bekeh­run­gen unse­re Wege auf­mun­ter­te. Zwei­fel­los wer­den sie mehr Licht haben als wir. Den­noch kön­nen auch wir unse­rem Mei­ster ernst­haft die­nen und so wie sie das Evan­ge­li­um ver­kün­di­gen. Liar­don, Roberts. Got­tes Gene­rä­le V — Die Mis­sio­na­re (Ger­man Edi­ti­on). Refor­ma­Zi­on Media. Kind­le-Ver­si­on.

Der Evan­ge­list Rein­hard Bonn­ke kom­men­tiert die­sen Tage­buch­ein­trag fol­gen­der­mas­sen:

Living­stone starb 1873. Seit­dem sind weit über 100 Jah­re ver­gan­gen. Wie steht es mit Living­stones pro­phe­ti­schem Wort? War es nur Wunsch­den­ken? Ich freue mich, dir unse­re Beob­ach­tun­gen mit­tei­len zu kön­nen. Die vor so lan­ger Zeit geleg­te Saat ist jetzt zur Ern­te erblüht. Got­tes Gene­rä­le V — Die Mis­sio­na­re (Ger­man Edi­ti­on). Refor­ma­Zi­on Media. Kind­le-Ver­si­on.

Ich seh­ne mich nach die­ser gött­li­chen Art von Geduld in mei­nem eige­nen Leben. Eine Geduld, die mir erlaubt, nicht nur auf kurz­fri­sti­ge Erfol­ge aus­ge­rich­tet sein zu müs­sen, son­dern mei­nen Blick auf Got­tes gros­sen Heils­plan rich­tet. Jesus nach­zu­fol­gen bedeu­tet, sich von Gott selbst in sein Acker­feld hin­ein säen zu las­sen.

«Ich sage euch: Wenn das Wei­zen­korn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es ein ein­zel­nes Korn. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Johan­nes 12,24

Bin ich bereit, mit Tole­ranz, Demut und Geduld an mei­ne Mit­men­schen her­an­zu­tre­ten? Mei­ne Ant­wort lau­tet: Ja, mit Got­tes Hil­fe. Ich glau­be, nur mit Gott ist es mir mög­lich. Ich bin bereit. Und da, wo ich noch zöge­re, suche ich Gott und bit­te ihn, er möge mich durch sei­nen Geist zube­rei­ten, for­men und prä­gen, so wie es ihm gefällt.

1 Comment
  1. Avatar
    Manfred Reichelt 4 Wochen ago
    Reply

    Die­ser Satz ver­wun­dert mich doch sehr: «auch wenn die Ant­wor­ten des christ­li­chen Glau­bens schlüs­sig klin­gen und das Leben mei­nes christ­li­chen Mit­men­schen authen­tisch wirkt». — Der all­ge­mei­ne Ein­druck ist doch eher, dass der christ­li­che Glau­be — so wie er heu­te ver­mit­telt wird — gera­de NICHT schlüs­sig zu sein scheint. Und ich ver­ste­he auch nicht, was hier unter «authen­tisch» ver­stan­den wird. Chri­sten zei­gen in der Pra­xis nur zu oft, dass sie nicht in Gott ruhen und auf ihn wirk­lich ver­trau­en. Nur ein klei­nes Bei­spiel; wenn man krank ist, geht man doch lie­ber zum Arzt, aber: https://​man​fre​d​rei​chelt​.wor​d​press​.com/​2​0​1​6​/​0​6​/​2​3​/​k​o​e​n​n​e​n​-​a​e​r​z​t​e​-​s​u​e​n​d​e​n​-​v​e​r​g​e​b​en/

    Ich habe ein­mal mit einem bud­dhi­sti­schen Mönch kore­spon­diert. Der schrieb mir, dass sie NICHT mis­sio­nie­ren, son­dern «ihren Glau­ben» leben. Des­halb ist auch der Bud­dhis­mus für vie­le so anzie­hend, weil man sieht, er befreit. Statt­des­sen haben Chri­sten kei­ne Geduld ihren Glau­ben zu leben, son­dern ver­ste­hen unter «Glau­ben» nur ein Wei­ter­sa­gen von Wor­ten: Evan­ge­li­sie­ren, Mis­sio­nie­ren. Aber SO ist christl. Glau­be NICHT gedacht! Wir kön­nen nur wei­ter­ge­ben, was WIR erle­ben.

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