Gott ist unkaputtbar — eine Buchkritik

Paul Bruderer
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Wer ein Buch als Vor­wort zu ein­er Trilo­gie von Trilo­gien schreibt, muss etwas ganz Gewichtiges auf dem Herzen haben. Chris­t­ian A. Schwarz liefert mit seinem Buch Gott ist unka­put­tbar (2020, Gerth Medi­en) einen Teas­er zu ins­ge­samt neun (!) Büch­ern, die er in den näch­sten Jahren veröf­fentlichen will. Mit seinem Insti­tut für Natür­liche Gemein­deen­twick­lung (NGE) hat sich Schwarz im deutschsprachi­gen Raum viel Anerken­nung bei Pas­toren und Kirchge­mein­den erwor­ben. Mit seinem neuen Grosspro­jekt will er uns in ein “neues Chris­ten­tum” begleit­en. Grund genug, “Unka­put­tbar” zu Gemüte zu führen.

Beim Lesen von Unka­put­tbar erlebe ich ein ständi­ges Wech­sel­bad der Gefüh­le. Einen Moment finde ich mich inner­lich nick­end und staunend über wertvolle Ein­sicht­en und Weisheit­en zu christlich­er Gemeinde und Glauben. Wenige Sätze oder Worte später frage ich mich per­plex, was Schwarz wirk­lich meint oder muss kopf­schüt­tel­nd fest­stellen, wie fremd das “neue Chris­ten­tum” für mich ist, welch­es er uns präsen­tiert. Eines muss ich Schwarz lassen: Er hat den wohl cool­sten Buchti­tel im deutschen Raum seit Jahren gefun­den!

Der Mehrwert liegt im Nicht-theologischen Bereich

Einige Kapi­tel im Buch sind nicht so expliz­it the­ol­o­gisch aus­gerichtet. Diese sind mitunter richtig gut. Sie zeigen die gesam­melten Erfahrun­gen von Schwarz in sein­er Beratung von Gemein­den, und soll­ten von Leit­ern in christlichen Organ­i­sa­tio­nen und Kirchge­mein­den studiert wer­den!

Ins­beson­dere das Kapi­tel “Führung neu definieren” for­muliert unab­d­ing­bare Leitungs-Prinzip­i­en, welche unge­sun­den, manip­ulieren­den und miss­bräuch­lichen Entwick­lun­gen vor­beu­gen oder diese aus­rot­ten helfen. Über­griffe ver­schieden­ster Art find­en, so Schwarz, fast immer in Kon­tex­ten statt, die durch ein klar erkennbares Muster gekennze­ich­net sind: “Ein Leit­er, dem es nicht gelingt — oder dem es über­haupt kein Anliegen ist -, die eigene Macht darauf zu konzen­tri­eren, andere Men­schen zu bevollmächti­gen.” Die Kun­st der Bevollmäch­ti­gung ist “ein Mit­tel gegen emo­tionalen, geistlichen und kör­per­lichen Miss­brauch”. (Seite 30)

Das Kapi­tel über die “10/90 Real­ität” zeigt, wie wichtig es ist, Men­schen in Kirchen­zu befähi­gen für ihren Dienst ausser­halb der Kirche. Das empfinde auch ich als sehr wichtig.

Die Beto­nung in Kapi­tel 12 eines Prozess­es fort­laufend­en geistlichen und per­sön­lichen Wach­s­tums ist ange­bracht, auch wenn ich mich da weniger opti­mistisch füh­le wie Schwarz. Ich erlebe in jahrzehn­te­langer Seel­sorge, wie Men­schen alle möglichen Ideen, Prinzip­i­en und Prak­tiken anwen­den, um im Leben und Glauben zu wach­sen. Sie erfahren dabei reale Verän­derung! Dann kommt ein ungewöhn­lich gross­er Druck auf sie, und sie fall­en in die Muster zurück, die sie noch vor vie­len Jahren auslebten. Es gibt selb­stver­ständlich Aus­nah­men. Ich frage mich immer mal wieder, wie viel Verän­derung Men­schen erfahren kön­nen. Deshalb mag ich Ansätze, welche auch mit dem Nicht-Wach­s­tum von Chris­ten zurecht kom­men, ohne dass dabei unreifes oder sünd­haftes Ver­hal­ten gut­ge­heis­sen oder gerecht­fer­tigt würde.

Theologische Einsichten

Die mehr auf The­olo­gie aus­gerichteten Kapi­tel und Teile führen uns zu den span­nen­den und kon­tro­ver­sen Ele­menten des Buch­es. Ich ver­suche hier zusam­men­z­u­fassen, was meine Aufmerk­samkeit erregt hat.

Das Konzept der “Energie Gottes” hat seit der Veröf­fentlichung von Unka­put­tbar Inter­esse und auch Wider­spruch geweckt. Schwarz lokalisiert diese The­olo­gie in der Bibel. Inspiri­ert ist er dabei von der Ostkirche, welche sich im ersten Jahrtausend von der West­kirche getren­nt hat. Hier schlum­mern, so Schwarz, the­ol­o­gis­che Schätze, welche uns “im West­en” abhan­den gekom­men seien und uns helfen, den Weg ins “Chris­ten­tum 3.0” zu find­en.

Die Energie Gottes bildet gemäss Schwarz sozusagen ein gemein­sames meta­ph­ysis­ches Fun­da­ment, das Chris­ten mit Nichtchris­ten aller Art verbindet. Auf dieser Grund­lage soll es möglich sein, gemein­same Lern­prozesse und spir­ituelle Erleb­nisse zu ermöglichen, denn die Energie ist…

… ein Schlüs­sel zu geistlichen Inter­ak­tio­nen zwis­chen Chris­ten und Nichtchris­ten. Das Energiepar­a­dig­ma ermöglicht bei­den Grup­pen, sich auf neue For­men der Kom­mu­nika­tion einzu­lassen. Es bietet eine Grund­lage, um gemein­same spir­ituelle Erfahrun­gen zu erkun­den. (Seite 66)

Sog­ar mit Athe­is­ten sollen neue Kom­mu­nika­tion­sop­tio­nen und spir­ituelle Erleb­nisse möglich sein. Diese führen zur Über­win­dung von destruk­tiv­en “Wir/Ihr” Unter­schei­dun­gen. Aber es müssen Athe­is­ten der nicht-fun­da­men­tal­is­tis­chen Vari­ante sein! Denn: Mit fun­da­men­tal­is­tis­chen Athe­is­ten kann man nicht gemein­sam ler­nen. Auch nicht mit fun­da­men­tal­is­tis­chen Chris­ten. Über­haupt: fun­da­men­tal­is­tis­che Ten­den­zen gehören für Schwarz wohl zu den grössten Sün­den, welche Men­schen bege­hen kön­nen und gehören klar “aus­getrock­net” (ein emo­tionales Wort im Titel von Kapi­tel 9). Schwarz hat dies­bezüglich so etwas wie eine Null­tol­er­anz, auch wenn er fair­erweise im eige­nen Leben das Poten­tial von Fun­da­men­tal­is­mus ahnt:

Wenn ich mich mit Fun­da­men­tal­is­mus beschäftige, dann habe ich es nicht mit Men­schen in einem anderen ‘Camp’ zu tun, son­dern ich beschäftige mich mit Real­itäten in mir selb­st (Seite 118)

Das The­ma “Fun­da­men­tal­is­mus” zieht sich durch das ganze Buch und wird als eine der grössten Übel dargestellt. Dies kommt sich­er bei vie­len Lesern gut an. Schwarz geht auf klare Dis­tanz zu Chris­ten, die zu sehr fun­da­men­tal­is­tisch tick­en. Lieber assozi­iert er sich mit nicht-fun­da­men­tal­is­tis­chen Agnos­tik­ern und Athe­is­ten (z.B. Seit­en 94–95) oder mit der “mündig gewor­de­nen Welt”, welche der “unmündi­gen Chris­ten­heit” viel beizubrin­gen hat (Seit­en 26–27).

Um der­ar­tige Lern­prozesse zu durch­laufen, muss gemäss Schwarz binäres Denken über­wun­den wer­den. Binäres “entweder-oder”-Denken hin­dert uns, bes­timmte für unsere Zeit wichtige Wesen­szüge von Gott zu erken­nen. Zum Beispiel soll “er” nicht nur “per­son­al”, son­dern auch “transper­son­al” sein. Dies merkt oder erken­nt man aber erst, wenn man binäres Denken ablegt.

Weit­er müssen dazu antiquierte Ideen über den Wider­spruch von Glaube und Wis­senschaft abgelegt wer­den. Glaube hat mehrheitlich mit Din­gen zu tun, welche jen­seits der Reich­weite der Wis­senschaft sind (transem­pirische Sachen). Umgekehrt soll Wis­senschaft eine ver­lässliche Infor­ma­tion­squelle sein für Dinge, die empirisch zugänglich sind und über die der Glaube infolgedessen nicht so viel zu sagen hat.

Schwarz begrün­det seine Erken­nt­nisse oder Aus­sagen immer wieder in Bezug auf zwei Autoritäten, welche im Buch wieder­holt in Anspruch genom­men wer­den: Diet­rich Bon­ho­ef­fer und seine Daten­bank mit empirischen Infor­ma­tio­nen aus 75’000 Gemein­den und über 2 Mil­lio­nen Chris­ten. So gerüstet, möchte Schwarz Wege aufzeigen, welche die Chris­ten­heit aus dessen ange­blich­er Rel­e­vanzkrise führen kön­nen.

Meine Fragen

Es ist keine Frage für mich, dass Chris­t­ian Schwarz ein gross­es Anliegen für die Zukun­ft der Chris­ten­heit hat! Dafür hat er sein Denken, Schaf­fen und Leben hingegeben und tut es weit­er­hin. Schwarz muss dafür gewürdigt wer­den. Immer wieder “pop­pen” mir beim Lesen wichtige und weise Aus­sagen auf. Doch ins­ge­samt bleiben mir viele Fra­gen offen und Dinge, die ich anders sehe. Wenn ich in diesem Kapi­tel vor allem diese Ele­mente beleuchte, will ich damit die vie­len wirk­lich guten Aus­sagen im Buch nicht in den Schat­ten stellen — auch jene nicht, die ich in diesem Text gar nicht erwähne.

Energie Gottes

Sein erstes weit­er­führen­des Buch the­ma­tisiert die “Energie Gottes” und ist zu einem sat­ten Preis im Buch­han­del erhältlich. Ich freue mich darauf, es bald zu lesen. Vielle­icht beant­wortet Schwarz dort fol­gende Frage: Gibt es einen Zusam­men­hang von dem, was er “transper­son­ale Energie Gottes” nen­nt, mit dem, was wir in der west­lichen Kirche die “erhal­tende Kraft” Gottes nen­nen?

In der west­lichen Kirche redet man unge­fähr so: Gott allein hat die Eigen­schaft, aus eigen­er Kraft existieren zu kön­nen. Alles andere besitzt diese Eigen­schaft nicht, und muss deshalb von Gott in Exis­tenz erhal­ten sein. Wenn Gott irgend­wo in der Welt diese erhal­tende Energie zurückziehen würde, wäre diese Gegend des Uni­ver­sums sofort im absoluten Nichts aufgelöst. Angenom­men, dieses Gottes­bild ist einiger­massen wahr, ist es auch wahr, dass alle Men­schen diese Energie erleben, egal welch­er Reli­gion sie ange­hören. Über­haupt “erlebt” alles, was erschaf­fen ist, diese erhal­tende Kraft Gottes — Bäume, Sterne, Naturkräfte, etc. Meint Schwarz diese Kraft/Energie? Wenn ja, wäre die Energie-The­olo­gie von Schwarz nicht so neu oder rev­o­lu­tionär, wie er zu glauben meint.

Aber ganz abge­se­hen von der Antwort auf obige Frage, beschäftigt mich etwas anderes viel mehr. Warum soll die Erken­nt­nis nötig sein, dass eine sinnlich nicht erfahrbare, aber uni­versell vorhan­dene Kraft/Energie existiert, um gemein­same Lern­prozesse von Men­schen ver­schieden­er Reli­gio­nen zu ermöglichen? Für trans-religiöse Lern­prozesse braucht es aus mein­er Sicht nicht so etwas wie eine “ener­getis­che kos­mis­che Hin­ter­grund­strahlung”, son­dern ein uni­verselles Men­schen­bild, das die Begeg­nung von Men­schen unter­schiedlich­er Reli­gio­nen möglich macht. Dieses Men­schen­bild find­en wir gemäss der jüdisch-christlichen Weltan­schau­ung in der Gottes-Eben­bildlichkeit jedes Men­schen (vgl. 1. Mose 1:26). Ins­ge­samt habe ich mich beim Lesen ständig gefragt, ob Schwarz mit der ‘Energie Gottes’ wirk­lich etwas Neues bringt oder ob ich ein­fach noch nicht ver­standen habe, was er meint.

Ich hin­ter­frage auch den Wert der ange­blichen spir­ituellen Erfahrung von Men­schen ander­er Reli­gio­nen, die auf­grund der Energie Gottes möglich sein soll. Nichtchris­ten sind gemäss Schwarz…

… aufgeschlossen, ein Gottes­bild in nicht-per­son­alen Kat­e­gorien (z.B. ein­er aktiv­en Kraft, einem lei­t­en­den Prinzip oder ein­er schöpferischen Energie) zu erkun­den, auch wenn sie selb­st andere Begriffe als “Gott” benutzen wür­den, um diese Real­ität zu beschreiben. (Seite 68)

Fast jede Woche bin ich mit nichtchristlichen Fre­un­den und Men­schen im Gespräch über religiöse Dinge. Nicht wenige sind begeis­tert von der Idee ein­er nicht­per­son­alen göt­tlichen Kraft und Anwe­sen­heit. Aber sobald ich mit dem per­son­alen “Teil” Gottes (= Jesus) komme, winken sie ab. Sie wollen aus ver­schieden­sten Grün­den etwas Göt­tlich­es, das auss­chliesslich transper­son­al, oder bess­er gesagt unper­son­al ist.

Was bringt es, wenn die Men­schen nur das Trans- oder Unper­son­ale wollen und das Per­son­ale bewusst ablehnen? Aus mein­er Sicht nicht son­der­lich viel, weil sie damit bewusst oder unbe­wusst Jesus Chris­tus ablehnen. Ich meine, es kann sog­ar kon­trapro­duk­tiv sein, wenn eine ange­blich gemein­same spir­ituelle Erfahrung als genü­gend ver­standen wird. Ein “spir­itueller Fortschritt” hin zum per­son­alen Gott der Bibel würde dann als unnötig betra­chtet wer­den. Dies wäre aus christlich­er Sicht mehr als nur schade. Es wäre ein “Fortschritt” am Zen­trum des christlichen Glaubens vor­bei. Es dro­ht ein chris­tus­freies Chris­ten­tum. Schwarz muss uns zeigen, wie spir­ituelle Erfahrun­gen auf­grund der uni­versell erfahrbaren Energie Gottes zu ein­er Hin­führung zu Chris­tus beitra­gen kön­nen.

Fundamentalismus

Bei diesem The­ma empfinde ich Schwarz beim Lesen weniger inter­es­sant, dafür umso frus­tri­eren­der. Zwei Gründe dafür. Erstens fehlt mir eine saubere Def­i­n­i­tion davon, was Fun­da­men­tal­is­mus aus sein­er Sicht genau ist. Zweit­ens gren­zen seine Aus­sagen an ein “Fun­di Bash­ing”, was für sich wiederum einem ganz eige­nen Fun­da­men­tal­is­mus nahekommt. Damit baut der, der behauptet, er wolle “Wir/Ihr” Unter­schiede abbauen, schon fast wieder so etwas wie ein “Wir alle” gegen “Ihr Fun­da­men­tal­is­ten” auf. Zum Beispiel zeich­net er Grup­pen mit pos­i­tiv­en Eigen­schaften und fun­da­men­tal­is­tis­che Grup­pen als deren Geg­n­er (starkes Wort, siehe z.B. Seit­en 97 und 99 ). Ich weiss, dass Schwarz die fun­da­men­tal­is­tis­chen Ten­den­zen nicht primär als Eigen­schaften bes­timmter Grup­pen sehen will, son­dern als Ten­den­zen in jedem Men­sch. Trotz­dem: Schwarz mag “Fundis” partout nicht lei­den. Und es scheint eines sein­er primären Ziele zu sein, eine Reli­gion zu beschreiben, die frei von “Fun­da­men­tal­is­mus” ist.

Weil ich keine klare Def­i­n­i­tion fand, habe ich ver­schiedene Merk­male zusam­menge­tra­gen, die Schwarz mit Fun­da­men­tal­is­mus in Verbindung bringt:

  • Bekehren wollen, damit die anderen so sind wie ich selb­st bin (Seite 87).
  • Men­schen hin­dern, in ihrer Frei­heit, Mündigkeit und Ver­ant­wor­tung zu wach­sen (Seite 97).
  • Fun­da­men­tal­is­mus als eine Brille, welche vorbes­timmt, wie wir die Welt deuten und sog­ar die Bibel lesen (Seite 111).
  • Ein Haupt­merk­mal von fun­da­men­tal­is­tis­chen Ten­den­zen ist “binäres Denken” (Seit­en 111 und 112).
  • Es bein­hal­tet autoritäre Führung, von Mitar­beit­ern fordern statt sie zu fördern, geset­zlich­es Kli­ma, sta­tis­ches Denken, Fokus auf Kon­trolle (Seite 115).

So wie Schwarz es beschreibt, ist das alles wirk­lich sehr neg­a­tiv. Kein Wun­der, dass er Fun­da­men­tal­is­mus wieder­holt als etwas beze­ich­net, das geheilt wer­den muss — also so etwas wie eine Krankheit.

Ich hat­te beim Lesen ständig den Ver­dacht, dass Schwarz mich als jemand mit starken fun­da­men­tal­is­tis­chen Ten­den­zen sehen würde, weil ich in the­ol­o­gis­chen Belan­gen doch in so Vielem nicht ein­ver­standen bin mit ihm. Nicht ein­ver­standen bin ich zum Beispiel mit sein­er Unter­schei­dung von “binärem Denken” im Kon­trast zu “kom­ple­men­tärem Denken” — also aus­gerech­net etwas, was er als Schlüs­sel zur Über­win­dung von Fun­da­men­tal­is­mus betra­chtet. Diese Unter­schei­dung halte ich für nicht durch­dacht. Kom­ple­men­täres Denken brauchen wir tat­säch­lich, aber das kom­ple­men­täre Denken ruht selb­st auf der Grund­lage von binärem Denken. Schwarz kann “binäres Denken” nur zugun­sten von “kom­ple­men­tärem Denken” able­gen, indem er ‘binäres Denken’ ablehnt, was selb­st ein Akt von “binärem Denken” ist. “Nicht-binäres Denken” ist erken­nt­nis­the­o­retisch also selb­st­wider­legend und jed­er Ver­such, “binäres Denken” aus der Welt zu schaf­fen, ist zum Scheit­ern verurteilt.

Ich sehe mich also als jemand, der binär denkt. Dies macht mich gemäss der Beschrei­bung von Schwarz zu einem ziem­lich fun­da­men­tal­is­tis­chen Men­schen. Will ich deshalb, dass die Men­schen sich zum Chris­ten­tum bekehren, ein­fach nur, damit sie gle­ich sind wie ich? Keines­falls! Hin­dere ich die Men­schen mein­er Gemeinde deshalb auch in ihrem Wach­s­tum, ihrer Entwick­lung in die Mündigkeit? Man müsste sie mal fra­gen! Ist mein Denken unbe­weglich und sta­tisch, weil ich mich nicht auf seine neue Art von Chris­ten­tum ein­lasse? Nun ja, ich hoffe nicht… Muss ich meine men­tale Beweglichkeit beweisen, indem ich Glauben­süberzeu­gun­gen annehme, die ich bish­er für falsch ange­se­hen habe? Hof­fentlich nicht!

Inter­es­sant finde ich, dass Schwarz nir­gends über die Geschichte der Entwick­lung von “Fun­da­men­tal­is­mus” zu reden scheint. Vor ca. 100 Jahren war der Begriff die Selb­st­beze­ich­nung ein­er Bewe­gung kon­ser­v­a­tiv­er The­olo­gen. Diese woll­ten fest­stellen, was ihrer Mei­n­ung nach die “Fun­da­mente” des christlichen Glaubens sind. Das wären also jene Überzeu­gun­gen oder Wahrheit­en, die der­massen wesentlich sind, dass man sie nicht aufgeben kann, ohne gle­ichzeit­ig das Chris­ten­tum aufzugeben. Das wäre ein “the­ol­o­gisch-philosophis­ch­er Fun­da­men­tal­is­mus”. Diese Art von Fun­da­men­tal­is­mus find­en wir mein­er Mei­n­ung nach über­all, und zwar zurecht. Auch das lib­erale Chris­ten­tum hat eine Sicht davon, was unaufgeb­bare und grundle­gende Überzeu­gun­gen sind. Sowohl der Soft-Athe­is­mus als auch der aggres­sive, laute Athe­is­mus haben der­ar­tige Grundüberzeu­gun­gen. Ich glaube, so definiert sind alle Ide­olo­gien oder Weltan­schau­un­gen let­z­tendlich auch “fun­da­men­tal­is­tisch”.

Meine Ver­mu­tung ist, dass Schwarz den Fun­da­men­tal­is­mus eher als eine Art “sozi­ol­o­gis­chen Fun­da­men­tal­is­mus” sieht. Ich ahne aber, dass er eine grössere Anzahl the­ol­o­gisch-philosophis­ch­er Überzeu­gun­gen sieht, welche sein­er Mei­n­ung nach “sozialen Fun­da­men­tal­is­mus” fördern. Das mit dem “binären Denken”, welch­es eine erken­nt­nis­the­o­retis­che Überzeu­gung ist, wäre so etwas. Es wäre hil­fre­ich zu sehen, welche anderen Glauben­süberzeu­gun­gen er als Fun­da­men­tal­is­mus-förder­lich sieht (im Sinne eines “sozi­ol­o­gis­chen Fun­da­men­tal­is­mus”).

Per­sön­lich denke ich: Eben ger­ade weil ich gewisse wichtige the­ol­o­gis­che Überzeu­gun­gen für zutief­st wahr halte, sind mir Gren­zen geset­zt in meinem Umgang mit Men­schen all­ge­mein und mit Men­schen ander­er Reli­gio­nen konkret. Beispiel­sweise ist es mir, ger­ade weil ich zutief­st an den Gott der Bibel glaube und mich an der jüdisch-christlichen Weltan­schau­ung ori­en­tiere, ver­wehrt, Men­schen zu manip­ulieren. Ger­ade deshalb ist es mir ver­boten, sie bekehren zu wollen, ein­fach nur, damit sie so sind wie ich. Diese Art “the­ol­o­gisch-philosophis­ch­er Fun­da­men­tal­is­mus” schützt mich also vor einem “sozi­ol­o­gis­chen Fun­da­men­tal­is­mus”.

Die Frage, vor der wir ste­hen, ist diese: Welche Vari­ante von “the­ol­o­gisch-philosophis­chem Fun­da­men­tal­is­mus” brauchen wir, um “sozi­ol­o­gis­chen Fun­da­men­tal­is­mus” zu ver­hin­dern? Die Def­i­n­i­tions-Unge­nauigkeit von Schwarz führt zu frus­tri­eren­der Kon­fu­sion zwis­chen diesen Kat­e­gorien und damit zu ein­er pauschalen Verurteilung von Fun­da­men­tal­is­mus, welche ich als unfair und poten­tiell gefährlich erachte.

Wissenschaft und Glaube

Im Kapi­tel 10 bringt Schwarz viel Gutes. Es gibt tat­säch­lich die von ihm genan­nten Kat­e­gorie-Fehler: Die Bibel ist nun mal nicht primär ein auf natur­wis­senschaftliche Präzi­sion bedachtetes Buch und auch die Wis­senschaft muss ihre Gren­zen ken­nen. Wir müssen auch auf­passen, Gott nicht als ‘Lück­en­büss­er-Gott’ zu ver­ste­hen, um alles zu erk­lären, was die Wis­senschaft bis jet­zt nicht erk­lären kon­nte. Und es stimmt: Ratio­nal­ität (nicht mit Ratio­nal­is­mus zu ver­wech­seln) ist auch ein Kennze­ich­nen mündi­gen Glaubens.

Trotz viel Gutem emp­fand ich dieses Kapi­tel aber als eines der schwäch­sten des Buch­es. Dass der Glaube keinen Ein­fluss haben soll auf die Forschungsmethodik (Seite 132) halte ich für falsch. Wis­senschaftliche Inter­pre­ta­tion von Dat­en ist aus mein­er Sicht mehr geprägt von weltan­schaulichen Grun­dan­nah­men, als Schwarz wahrhaben will. Das gilt auch für seine Inter­pre­ta­tion sein­er grossen und empirischen Daten­bank über christliche Gemein­den. Es ist nun mal so: Der Glaube will und muss eine meta­ph­ysis­che Grund­per­spek­tive definieren, von der aus wis­senschaftliche Dat­en ver­standen wer­den kön­nen. Dies gilt sowohl für den christlichen Glauben, als auch für den athe­is­tis­chen oder bud­dhis­tis­chen (etc.) Glauben.

Alvin Planti­nga hat schon vor Jahrzehn­ten dazu aufgerufen, Wis­senschaft aller Art zu betreiben, selb­st­be­wusst aus­ge­hend von der Annahme des The­is­mus (hier eine Über­set­zung des Artikels ins Deutsche). Wichtig ist aus mein­er Sicht nicht, eine weltan­schaulich neu­trale Wis­senschaft zu haben (eine Unmöglichkeit), son­dern sich der eige­nen weltan­schaulichen Voraus­set­zun­gen bewusst zu sein und diese offen­zule­gen.

Es stimmt natür­lich, dass in bes­timmten Wis­senschafts­bere­ichen der weltan­schauliche Hin­ter­grund weniger ein­flussre­ich ist als in anderen. Doch sobald es zum Beispiel in die Human­wis­senschaften geht, wer­den anthro­pol­o­gis­che Grun­dan­nah­men enorm ein­flussre­ich sein, und Anthro­polo­gie (die Lehre des Men­schen) ist eine zutief­st weltan­schaulich bes­timmte Grösse.

In der Tabelle auf S. 127 macht Schwarz Aufteilun­gen, die viel zu vere­in­facht sind und deshalb falsche Kon­traste implizieren. In der einen Hälfte beschreibt er die Merk­male der empirischen Wirk­lichkeit (imma­nent, kausal, erk­lär­bar, beweis­bar etc). Hier sei die “Wis­senschaft” allein (oder primär) zuständig. In der anderen Hälfte befind­et sich die transem­pirische Wirk­lichkeit (tran­szen­dent, tele­ol­o­gisch, Bedeu­tun­gen der Dinge, etc.). Hier darf der Glaube sein, wo es keine Beweis­barkeit­en gibt, son­dern nur Möglichkeit­en. Ich zitiere aus einem Brief eines Fre­un­des, der dieses Kapi­tel las. Er arbeit­et zur Zeit an sein­er Dok­torar­beit in Wis­senschaft­s­the­o­rie und zieht fol­gen­des Faz­it: “Die Aufteilung hätte er gerne so. Die Gren­zen ver­laufen aber anders. Kausal­ität gibt es auf bei­den Seit­en, The­olo­gie vielle­icht auch, oder vielle­icht auf gar kein­er (wenn die tran­szen­dente Ebene imper­son­al ist!)… Physik und Meta­physik so aufzuteilen, ist ein weit­eres Symp­tom sein­er unre­flek­tierten Wis­senschaft­sphiloso­phie. Keine Physik kommt let­ztlich ohne Meta­physik aus (auss­er vielle­icht die Kopen­hagen­er „Shut up and cal­cu­late“ Quan­ten­physik­er)

Kön­nte es sein, dass Schwarz selb­st ver­haftet ist in altherge­bracht­en Zusam­men­hän­gen von Glaube und Wis­senschaft?

Verbundenheit mit allem Möglichen, ausser mit ‘fundamentalistischen Christen’

Chris­t­ian Schwarz berät über sein Insti­tut weltweit viele Gemein­den, Pas­toren und und Chris­ten, die ähn­lich tick­en wie ich. Er geht aber — so scheint mir — auf deut­liche Dis­tanz zu vie­len von ihnen. Unser “Chris­ten­tum 2.0” ist gemäss Schwarz so sehr in Schieflage und der­massen irrel­e­vant, dass wir (s)eine Ver­sion 3.0 brauchen. Nicht 2.1 oder 2.2, son­dern eine sig­nifikant andere Ver­sion, also 3.0:

Dieses Buch han­delt von ein­er neuen Form des Chris­ten­tums (Seite 13)

Ich bin ein­ver­standen mit Schwarz, dass im 2.0 nicht alles gut läuft. Ich bin eben­so ein­ver­standen, dass wir von anderen Phasen der Chris­ten­heit etlich­es oder gar vieles ler­nen kön­nen oder sog­ar müssen. Es wäre arro­gant zu denken, wir müssten das nicht tun. Aber es ist eben­so arro­gant zu behaupten, dass 2.0 der­massen schief liegt, dass wir 2.0 de fac­to ganz über Bord wer­fen müssen? Ich bin ein­fach skep­tisch, wenn jemand daher kommt und vere­in­facht gesagt “ein nahezu ganz anderes Par­a­dig­ma” brin­gen will. Im Fall von Schwarz umso mehr, weil er — so kommt es jeden­falls bei mir an — für eine Form von Chris­ten­tum plädiert, in der die Verbindlichkeit­en ent­lang ein­er völ­lig neuen Lin­ie ver­laufen: Der Lin­ie zwis­chen stark fun­da­men­tal­is­tis­chen Gläu­bi­gen (aller Reli­gio­nen?) und von Fun­da­men­tal­is­mus mehr von weniger geheil­ten Gläu­bi­gen (aller Reli­gio­nen?).

Vielle­icht ver­ste­he ich Schwarz falsch oder bin … eben ein­fach zu fun­da­men­tal­is­tisch. Aber ich halte mich gerne an das, wie Jesus seine Fam­i­lie definiert hat und es von seinen Jüngern weit­er­ge­tra­gen wurde:

All denen jedoch, die ihn auf­nah­men und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu wer­den. (Joh 1:12)

Und er streck­te die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mut­ter und das sind meine Brüder! Denn wer den Willen tut meines Vaters im Him­mel, der ist mir Brud­er und Schwest­er und Mut­ter. (Mt 12:49–50)

Ihr Her­ren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Her­rn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! (Apg 16:30–31)

Ich liebe jeden Athe­is­ten und jeden Men­schen ein­er anderen Reli­gion. Ich manip­uliere nie­man­den, wenn ich ihnen von Jesus Chris­tus erzäh­le. Aber ich kann mich nicht freuen, wenn sie eine spir­ituelle Erfahrung machen, welche nicht in ein­er glauben­den und gehor­samen Beziehung mit dem per­son­alen Jesus Chris­tus mün­det! Ich liebe sie auch nach­her, geniesse weit­er das Gespräch, den Diskurs oder auch die echte Auseinan­der­set­zung mit ihnen. Ich akzep­tiere immer ihre Entschei­dung. Aber mein Wun­sch ist, dass sie Jesus so erleben dür­fen, wie ich Jesus erlebt habe. Sie müssen nicht Chris­ten wer­den, nur um so zu wer­den wie ich. Aber ich wün­sche mir, dass sie Jesus erleben in der glauben­den und gehor­samen Beziehung mit ihm!

Fam­i­lien hal­ten zusam­men, auch wenn dis­funk­tionale Beziehun­gen vorhan­den sind. Ich sehe in der Bibel die Nach­barschaft aller Men­schen. Alle Men­schen sind zueinan­der Nach­barn auf­grund der Tat­sache, dass Gott der Schöpfer aller Men­schen ist (z.B. Apg 17:28) und seine Eben­bildlichkeit in sie alle gelegt hat. So soll­ten alle Men­schen zueinan­der auch respek­tvoll nach­barschaftlich umge­hen. Aber Gott ist Vater der­er, die an Chris­tus glauben (Joh 1:12). In dieser Fam­i­lie gibt es — dum­mer­weise für Schwarz — einige “dis­funk­tionale” Brüder und Schwest­er, die etwas mehr fun­da­men­tal­is­tisch (wie auch immer definiert) unter­wegs sind als andere, die da “mündi­ger” sind. Sie gehören durch ihren Glauben an Chris­tus trotz­dem zur Fam­i­lie. Zu ihnen zu ste­hen mag nicht Allen ein­fach fall­en. Aber tun soll­ten wir es trotz­dem. Auf jeden Fall soll­ten wir unsere primäre, famil­iäre Verbindlichkeit mit Chris­tus und mit ihnen sehen und nicht mit “mündi­gen” und sozial erträglicheren Per­so­n­en, die sich nicht zu Chris­tus beken­nen. Let­ztere sind unsere Nach­barn, unsere Fre­unde, wir lieben sie! Aber sie gehören nicht zur Fam­i­lie von Jesus, wenn sie nicht an Jesus Chris­tus glauben. Damit habe ich ver­mut­lich die “Wir/Ihr” Sünde began­gen. Nun, Jesus und die ersten Jünger beg­in­gen sie (davon bin ich überzeugt) auch, dann bin ich ja in guter Gesellschaft.

Fazit

Schwarz behauptet, ein recht umfassend neues und anderes Chris­ten­tum zu präsen­tieren. Mag er noch so erfahren und bele­sen sein — an diesem Anspruch ist schon so manch­er gescheit­ert. Ja — Gott ist unka­put­tbar. Men­schliche Konzepte und Ideen jedoch verge­hen.

Auch meine Reflex­io­nen über Unka­put­tbar müssen pro­vi­sorischen Charak­ter haben. Denn die drei Trilo­gien wer­den ja erst in den näch­sten Jahren veröf­fentlicht. Wer weiss, vielle­icht liest Chris­t­ian Schwarz diesen Text und sieht, wie ein Typ wie ich seinen Teas­er ver­standen hat. Vielle­icht kann er in seinen Büch­ern zeigen, wo und warum ich ihn missver­standen habe. Tausende von Seit­en ste­hen ihm dafür zur Ver­fü­gung 🙂

11 Comments
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    Ingo Scharwächter 1 Woche ago
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    Wow, bin ger­ade über den Leit­erblog auf diese Seite und die Rezi gestoßen. Dif­feren­ziert, nach­den­klich, kor­rek­tur­fähig. Und dabei die Fra­gen zum Aus­druck gebracht, die in mir auch geschlum­mert haben, ohne dass ich sie so schon hätte aus­drück­en kön­nen. Dick­es Dankeschön!

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 1 Woche ago
      Reply

      Vie­len Dank Ingo!

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    Moses 1 Monat ago
    Reply

    Hal­lo Paul,
    Danke für dein Buchkri­tik! ich hab mich in vie­len Punk­ten die du nach dein­er Sicht benennst, mich wieder gefun­den.
    Ich musste das Buch für mein Studi­um lesen. Dieses Buch ist nicht per­fekt, aber hat in eini­gen Kapi­tel sehr gute Gedanken.

    Beste Grüße,
    Moses

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 1 Woche ago
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      her­zlichen Dank Moses! Wir zwei haben ja tolle bib­lis­che Namen 🙂

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    Vintor Pfister 2 Monaten ago
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    Auch ein Chris­ten­tum 3.0 bringt nicht das Heil, nicht all die nöti­gen und ersehn­ten Verbesserun­gen. Ich meine, am meis­ten Fortschritt, Verän­derung, Her­aus­forderung und Dynamik bringt mein per­sön­lich­es lebenslanges “Ver­trauen auf Gott-Ler­nen”. Ich meine den Gott, der in Jesus Chris­tus Men­sch gewor­den ist. Da erlebe ich, wie aus dem Vik­tor 1.0 ein Vik­tor 1.1, 1.2, 1.21, … (nev­er end­ing sto­ry) wird. Es bleibt aber immer der Vik­tor, der als solch­es Eben­bild Gottes geschaf­fen wurde mit all seinen Stärken, Gaben, Schwächen, Eck­en und Kan­ten. Er bleibt bei und von Gott so heiss geliebt wie es nie­mand anders kann. Und dieser Vik­tor darf end­los gedei­hen. Stark, sack­stark diese heilige, leben schaf­fende Kraft (Energie) Gottes in meinem men­schlichen Leben.

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    Ackerknecht W 2 Monaten ago
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    Paul. Span­nend wäre ein Buch von dir/euch über den Fun­da­men­tal­is­mus.… da hast du wichtige Erken­nt­nisse! und Erk­lärun­gen

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 2 Monaten ago
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      Danke Wolf­gang. Wenn ich nur wüsste, woher die Zeit dafür nehmen… 🤪

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    Jean-Daniel von Lerber 2 Monaten ago
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    Per­sön­lich finde ich dieses Buch aus­geze­ich­net. Nicht per­fekt, aber in viel­er­lei Hin­sicht ein Anstoss, bekan­nte The­men neu zu denken. Das scheint mir in der heuti­gen, sich so stark im Umbruch befind­lichen Zeit wichtig.

    Nicht vergessen darf man, dass es sich bei “Gott ist Unka­put­tbar” im Grunde um einen “Teas­er” für die angekündigten, ver­tiefend­en Büch­er han­delt. Darin wer­den jet­zt z.Teil noch unklare oder missver­ständliche Stellen aus­führlich behan­delt und erfahren Klärung.
    Was in dieser Rezen­zion unterge­ht, ist das Gewicht, das Chris­t­ian A. Schwarz auf Diet­rich Bon­ho­ef­fer und seine chris­tuszen­tri­erte The­olo­gie legt. Bon­ho­ef­fer ist für Schwarz ein­er der Aus­lös­er, weshalb er dieses Buch über­haupt geschrieben hat.

    Auf jeden Fall eine Rezen­sion, die zeigt, dass es sich um ein “denkwürdi­ges” Buch han­delt. Ich empfehle es gerne zur Leküre!

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 2 Monaten ago
      Reply

      Danke Jean-Daniel! Es ist tat­säch­lich ein Teas­er — etwas Vor­läu­figes. Den­noch legt Schwarz die Spuren für deine ausste­hen­den Büch­er. Ich hoffe, er liest diese Rezen­sion und justiert allen­falls noch seine Texte um Dinge zu klären. Bon­ho­ef­fer geht unter in der Rezen­sion. Das stimmt. Ein Stück­weit ist Bon­ho­ef­fer jemand, den so viele ‘für sich’ beanspruchen, dass es schon fast wieder schwierig ist zu wis­sen, was wir mit Bon­ho­ef­fer sollen. Bin ges­pan­nt auf die näch­sten Büch­er von Schwarz!

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    Zoe 2 Monaten ago
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    Finde ich meee­ga starke Rezen­sion und christliche Posi­tion­ierung. Hof­fentlich liest er sie und bringt sie ihn zum Nach­denken. Danke!

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 2 Monaten ago
      Reply

      Danke Zoe!

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