DNA (1/10) — Die einzigartige Werte-Kombination der Christenheit

Emanuel Hunziker
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Mit gros­ser Dyna­mik brei­te­te sich der christ­li­che Glau­be in den ersten Jahr­hun­der­ten in ganz Euro­pa aus. Dabei hat­ten Chri­sten mar­kan­te gesell­schaft­li­che Nach­tei­le und wur­den mit­un­ter regel­recht ver­folgt. Was mach­te den Glau­ben der Chri­sten von damals so über­zeu­gend, dass sich ihnen trotz­dem so vie­le Men­schen anschlos­sen? Was kön­nen wir heu­te davon ler­nen?

Die Römer nann­ten die Chri­sten albern, dumm, irra­tio­nal, ein­fäl­tig. Bos­haft, abscheu­lich, stur, aso­zi­al. Über­trie­ben, per­vers. Trotz­dem flo­rier­te das Chri­sten­tum mit sei­nen neu­en und unver­kenn­ba­ren Merk­ma­len, die einen gera­de­zu irri­tie­ren­den Gegen­satz zum römi­schen Den­ken bil­de­ten. Wie in aller Welt war das mög­lich? Was waren die Grün­de?

Wie kaum eine ande­re reli­giö­se Grup­pie­rung ver­wei­ger­ten Chri­sten die Anbe­tung der römi­schen Göt­ter und ent­zo­gen sich dem Kai­ser­kult, was Ver­fol­gung und Mär­ty­rer­tum nach sich zog. Die Römer ver­stan­den kei­nen Spass, wenn es um ihren Kai­ser ging. Trotz­dem bekann­ten sich immer mehr Men­schen zu die­ser neu­ar­ti­gen Sek­te, die in den Augen der Römer gar kei­ne rich­ti­ge Reli­gi­on dar­stell­te.

Die ersten christ­li­chen Gemein­den waren von einer ganz bestimm­ten DNA geprägt. Die­sen ein­zig­ar­ti­gen Wesens­merk­ma­len möch­te Dani­el Opti­on in den kom­men­den Wochen mit einer Serie von Arti­keln nach­spü­ren. Denn die­sel­be DNA, wel­che die dama­li­gen Chri­sten ent­ge­gen jeder ratio­na­len Pro­gno­se zu einer welt­ver­än­dern­den Bewe­gung mach­te, könn­te auch ein Schlüs­sel für uns Chri­sten von heu­te sein.

Nicht nur Men­schen, Pflan­zen und Tie­re haben ihre ein­zig­ar­ti­ge DNA, son­dern auch Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen. So auch die Gemein­de von Jesus. In die­sem Sin­ne ist unse­re DNA das, was uns im Kern aus­macht. Sie beschreibt nicht nur, WAS und WIE wir etwas tun, son­dern auch WARUM.

Was für Wesens­merk­ma­le soll die Gemein­de von Jesus Chri­stus heu­te leben, dass sie unse­re west­li­che Welt noch­mals mit der Lie­be von Jesus berüh­ren und mit dem Evan­ge­li­um errei­chen kann? Mit die­sem ersten Arti­kel möch­te ich eine Aus­le­ge­ord­nung machen und dich ein­la­den, mit­zu­kom­men auf eine gemein­sa­me Ent­deckungs­rei­se!

Das Christentum — eine Nicht-Religion

War­um sahen die Römer das Chri­sten­tum nicht als ‹rich­ti­ge› Reli­gi­on an? Ganz ein­fach: Die Chri­sten hat­ten kei­ne Tem­pel, kei­ne Prie­ster und brach­ten kei­ne Opfer, denn Jesus selbst war für sie der letz­te Tem­pel (Joh 2:19 – 21), der letz­te (Hohe-) Prie­ster (Heb 4:14) und das letz­te Opfer (Heb 10:10). Infol­ge­des­sen — so glaub­ten die Chri­sten — wird jeder Mensch, der an die­sen Jesus glaubt, zu einem Prie­ster (1. Petr 2:9), der Gott sein gan­zes Leben opfert (Röm 12:1) und des­sen Kör­per zu einem Tem­pel des Hei­li­gen Gei­stes wird. (1. Kor 6:19)

Der bekann­te Pastor und Buch­au­tor Timo­thy Kel­ler schreibt:

So etwas hat­te damals noch nie jemand gehört. Des­halb nann­ten sie die Römer ‹Athe­isten›, weil das, was die Chri­sten über die geist­li­che Wirk­lich­keit sag­ten, ein­zig­ar­tig war und sich in kei­ne der ande­ren Welt­re­li­gio­nen ein­ord­nen ließ … Uns fällt es heu­te schwer, uns das klar­zu­ma­chen, aber als das Chri­sten­tum erst­mals auf den Plan trat, wur­de es nicht als eine Reli­gi­on bezeich­net. Es war die Nicht-Reli­gi­on. Timo­thy Kel­ler ‹Bedin­gungs­los geliebt›

Der christ­li­che Glau­be bot zudem eine ganz neue Art von Iden­ti­tät, die nicht auf Ras­se oder Eth­nie beruh­te. Dies war für die dama­li­ge Zeit unver­ständ­lich, denn damals hat­te jeder Stamm und jedes Volk sei­ne eige­nen Göt­ter. Reli­gi­on und eth­ni­sche Zuge­hö­rig­keit ver­stärk­ten damals die Mau­ern zwi­schen ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Grup­pen. Doch der christ­li­che Glau­be spreng­te die­ses System total! (Gal 3:28; Kol 3:11)

Wei­ter war das Chri­sten­tum unver­kenn­bar eine Text-Reli­gi­on (a ‹boo­kish› reli­gi­on, eine ‹buchi­ge› Reli­gi­on), wel­che das Pro­du­zie­ren, Abschrei­ben, Ver­brei­ten und Lesen von Tex­ten als zen­tral ansah. Die ersten Chri­sten bevor­zug­ten sogar eine Buch­form, den Kodex.

Und schliess­lich: Ganz anders als die durch ein­fa­che Teil­nah­me an ritu­el­len Bräu­chen gekenn­zeich­ne­ten heid­nisch-reli­giö­sen Glau­bens­for­men for­der­te der christ­li­che Glau­be mit sei­nen neu­en und unge­wöhn­li­chen ethi­schen For­de­run­gen von sei­nen Anhän­gern eine Ver­hal­tens­än­de­rung.

Für die Römer war das Chri­sten­tum neu und anders und es bedroh­te die sozia­len und reli­giö­sen Kon­ven­tio­nen jener Zeit. Die Chri­sten ern­te­ten für ihren Ruf als Athe­isten (man stel­le sich das ein­mal vor!) und Staats­fein­de von den Römern Ver­ach­tung und Arg­wohn. Die Iro­nie der Geschich­te zeigt sich dar­in, dass die Merk­ma­le der frü­hen Chri­sten­heit, wel­che sie in den Augen der Römer so unver­wech­sel­bar und stö­rend mach­ten, den Nie­der­gang des römi­schen Rei­ches über­dau­er­ten und die west­li­che Kul­tur bis heu­te prä­gen:

Für die mei­sten Leu­te in unse­rer Gesell­schaft ist das Chri­sten­tum gleich­be­deu­tend mit Reli­gi­on und Mora­lis­mus. Die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve dazu (abge­se­hen von irgend­ei­ner ande­ren Welt­re­li­gi­on) ist der säku­la­re Plu­ra­lis­mus. Doch am Anfang war das nicht so. Das Chri­sten­tum wur­de als ein ‹ter­ti­um quid› – ‹ein drit­tes Etwas› – gese­hen, als etwas völ­lig Anders­ar­ti­ges, das weder in die eine noch in die ande­re Kate­go­rie pass­te. – Zitat, Timo­thy Kel­ler ‹Bedin­gungs­los geliebt›

Attraktiv — trotz Verfolgung

War­um tra­ten in der römi­schen Welt eine zuneh­men­de Anzahl Men­schen zum christ­li­chen Glau­ben über, trotz der Tat­sa­che, dass eine Zuge­hö­rig­keit zu den Chri­sten mar­kan­te sozia­le Nach­tei­le mit sich brin­gen konn­te?

Timo­thy Kel­ler fasst in einem gross­ar­ti­gen Arti­kel die Erkennt­nis­se von Lar­ry Hurtado zusam­men. Die­ser führt die Zunah­me der Anhän­ger des Chri­sten­tums trotz Ver­fol­gung auf die ein­zig­ar­ti­ge Lebens­wei­se der christ­li­chen Gemein­schaft zurück, die den sozia­len Nor­men ihrer Zeit trotz­te. Die­se Lebens­wei­se war durch fünf Wesens­merk­ma­le geprägt, die zusam­men ein unzer­trenn­ba­res Gan­zes bil­den:


  1. Mul­ti-kul­tu­rell: In den Gemein­den leb­ten Men­schen ver­schie­den­ster eth­ni­scher Hin­ter­grün­de zusam­men
  2. Sozi­al: Sie küm­mer­ten sich mit gros­sem Enga­ge­ment um Arme und Rand­stän­di­ge
  3. Gewalt­los: Sie such­ten Ver­ge­bung statt Ver­gel­tung
  4. Schutz des Lebens: Sie waren vehe­ment und ganz prak­tisch gegen Abtrei­bung und Kinds­tö­tung
  5. Alter­na­ti­ve Sexu­al­ethik: Ihre Sexu­al­ethik war revo­lu­tio­när anders als die Sexu­al­ethik der römi­schen Kul­tur

Die­se fünf aktiv geleb­ten, ethi­schen Wer­te der Chri­sten waren für die römi­sche Gesell­schaft anstös­sig aber gleich­zei­tig auch anzie­hend. Doch ent­sprang die­se Lebens­wei­se nicht etwa einer scharf­sin­nig kal­ku­lier­ten Evan­ge­li­sa­ti­ons-Stra­te­gie mit dem Ziel, mög­lichst vie­le See­len zu gewin­nen. Nein, es war ihr Lebens­stil aus Über­zeu­gung. Jedes ein­zel­ne Ele­ment resul­tier­te aus dem Ver­lan­gen der Chri­sten, ihrem Erlö­ser und Herrn mit ihrem Leben Ehre zu erwei­sen und sich dar­um der Auto­ri­tät der Bibel unter­zu­ord­nen.

Sowohl als auch

Inter­es­san­ter­wei­se las­sen sich die­se fünf Merk­ma­le nicht einer ein­zel­nen poli­ti­schen Ein­stel­lung zuord­nen. Die ersten zwei Kenn­zei­chen (mul­ti-kuturell, sozi­al) klin­gen poli­tisch libe­ral oder links, wäh­rend die letz­ten zwei Eigen­schaf­ten (Schutz des Lebens, alter­na­ti­ve Sexu­al­ethik) nach poli­tisch kon­ser­va­tiv oder rechts tönen. Das Merk­mal der Gewalt­lo­sig­keit lässt sich kei­nem poli­ti­schen Lager zuord­nen.

Kir­chen ste­hen heu­te unter enor­mem Druck, ent­we­der die ersten zwei oder die letz­ten zwei Ele­men­te auf­zu­ge­ben, weil ihre Kom­bi­na­ti­on nicht ins Sche­ma unse­rer Zeit passt. Wenn wir zum Bei­spiel die als kon­ser­va­tiv gel­ten­den Ele­men­te (Schutz des Lebens, alter­na­ti­ve Sexu­al­ethik) opfern, um ins libe­ra­le Sche­ma unse­rer Zeit zu pas­sen, bräch­te das zwar ‹Ent­span­nung›, wür­de aber die Schlag­kraft der Kom­bi­na­ti­on aller fünf Ele­men­te ent­schei­dend schwä­chen. Zudem wür­de die Kir­che dadurch zur Mario­net­te des vor­herr­schen­den Zeit­gei­stes. Ich glau­be, es war von Anfang an Got­tes Stra­te­gie, sei­ne Kir­che in ihrem Wesen so dyna­misch und span­nungs­ge­la­den zu gestal­ten, dass sie sich nie in einer Gesell­schafts­form — ob libe­ral oder kon­ser­va­tiv geprägt — auf­löst oder von ihr ver­schluckt und für ihre Zwecke miss­braucht wird.

Das Mot­to lau­tet somit nicht ‹ent­we­der – oder›, son­dern ‹sowohl – als auch›, ‹das eine tun, das ande­re nicht las­sen›. Dass die Kir­che sich für die eine oder für die ande­re Sei­te ent­schei­den muss, um rele­vant zu sein, ist ein Trug­schluss.

Die Bibel zeich­net weder ein rein libe­ra­les noch ein rein kon­ser­va­ti­ves Bild der Kir­che, son­dern lebt eine drit­te Opti­on, die in die­ser ein­zig­ar­ti­gen Kom­bi­na­ti­on ledig­lich durch das Evan­ge­li­um zustan­de kommt und nur aus der Kraft des Hei­li­gen Gei­stes gelebt wer­den kann. (Apg 1:8) Der Ver­such, die­se Span­nungs­fel­der auf­zu­lö­sen, indem ein oder meh­re­re Wer­te auf­ge­ge­ben wer­den, endet unwei­ger­lich in der Erstar­rung und Kraft­lo­sig­keit der Kir­che. Wir sind somit mehr denn je her­aus­ge­for­dert, ALLE die­se von Gott gewoll­ten Wer­te zu begrüs­sen, sie zu umar­men und sie bewusst und hin­ge­bungs­voll aus­zu­le­ben. Was das im Detail bedeu­ten kann, ist das Anlie­gen die­ser DNA-Serie.

Ausblick

In den näch­sten Wochen wer­den wir eine Serie von Arti­keln zu den fünf Merk­ma­len ver­öf­fent­li­chen, wel­che Lar­ry Hurtado als unzer­trenn­li­ches Gan­zes defi­nie­rend für die ersten Chri­sten sieht. Wir möch­ten ent­decken, wie die­se Merk­ma­le das Leben der ersten Chri­sten präg­ten, und wie sie in unse­rer Zeit gelebt wer­den kön­nen. Dazu wer­den wir zusätz­li­che Wesens­merk­ma­le beschrei­ben, wel­che — damals wie heu­te — ent­schei­dend für die Iden­ti­tät von uns Chri­sten sein müs­sen.

Flan­kie­rend zum vor­lie­gen­den Arti­kel haben wir für Pasto­ren, Stu­den­ten, Stra­te­gen und Influ­en­cer eini­ge Über­le­gun­gen ange­stellt für eine gute Begeg­nung mit der nach-christ­li­chen Kul­tur unse­rer Zeit.

Anschlies­send fol­gen:

  1. Ein gewalt­lo­ses Leben der Ver­ge­bung statt Ver­gel­tung (Paul Bru­de­rer)
  2. Lei­den­schaft­lich für den Schutz des Lebens (Josua Hun­zi­ker)
  3. Eine alter­na­ti­ve Sexu­al­ethik (Paul Bru­de­rer)
  4. Eine mul­ti-kul­tu­rel­le Gemein­schaft (Peter Bru­de­rer)
  5. Sozia­le Zuwen­dung zu den Armen und Rand­stän­di­gen (Pas­cal Götz)
  6. Nur ein König — War­um sich Chri­sten dem Kai­ser-Kult ver­wei­ger­ten (Pas­cal Götz)
  7. Unter­wegs in der Kraft des Evan­ge­li­ums (Mar­cel Evers­berg)
  8. Die Bibel als mass­ge­ben­de Grund­la­ge (Silas Woh­ler)

Der Abschluss der Serie besteht aus zwei wei­te­ren Leit­ar­ti­keln:

  1. Die Drit­te Opti­on: Eine Visi­on für die christ­li­che Gemein­de jen­seits von Abschot­tung und Anpas­sung (Paul Bru­de­rer)
  2. Dyna­mik durch Span­nung: Ein Umgang mit Span­nun­gen, der dyna­mi­sches Leben weckt (Ema­nu­el Hun­zi­ker)

Wir freu­en uns auf die Inter­ak­ti­on mit allen Lesern! Lass uns gemein­sam ent­decken, wie die Gemein­de Jesu ganz neu ihre gott­ge­ge­be­ne DNA in unse­rer Zeit leben kann.

4 Comments
  1. Avatar
    KS 5 Monaten ago
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    Vie­len Dank! Das Gan­ze spricht mir sehr aus dem Her­zen, und das tut mir gut. Es gibt mir Zuver­sicht, dass ihr ein­steht für das eigent­li­che Wesen des Chri­sten­tums statt wie vie­le euch vom Zeit­geist dazu ver­füh­ren zu las­sen, sich auf des­sen ungu­tes «Ent­we­der oder» ein­zu­las­sen. Die poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen sind so gefan­gen in die­ser Anti­no­mie (?) und kom­men nicht raus, eben weil die­ses Gegen­satz­paar nicht die Wahr­heit, eben Got­tes, abbil­det.
    Es berührt mich sehr zu lesen, dass «der Lebens­stil (…) aus dem Ver­lan­gen der Chri­sten, ihrem Erlö­ser und Herrn mit ihrem Leben Ehre zu erwei­sen [resul­tier­te]».

    Den Absatz zu lesen tut mir auch des­we­gen gut, weil ich spü­re, wie die Zer­ris­sen­heit zwi­schen die­sen ver­meint­li­chen Gegen­satz­po­len nicht nur den Weg zum Christ­sein ver­schlei­ert, son­dern auch den Glau­ben der Chri­sten angrei­fen kann oder sie auch pola­ri­siert.…

    Gestutzt habe ich ledig­lich bei der For­mu­lie­rung:
    «Eher von Anfang an Got­tes Stra­te­gie, sei­ne Kir­che in ihrem Wesen so dyna­misch und span­nungs­ge­la­den zu gestal­ten, dass sie sich nie in einer Gesell­schafts­form — ob libe­ral oder kon­ser­va­tiv geprägt — auf­löst oder von ihr ver­schluckt und für ihre Zwecke miss­braucht wird.»
    Gestol­pert bin ich über den Begriff «Stra­te­gie», weil der für mein Ver­ständ­nis zum einen impli­ziert, dass Gott auch eine ande­re Stra­te­gie wäh­len hät­te kön­nen, zum ande­ren, dass sei­ne Moti­va­ti­on «stra­te­gisch» war. Mei­ner tie­fen Über­zeu­gung zufol­ge ent­spre­chen die auf­ge­zähl­ten Punk­te (sozia­les Enga­ge­ment, Sexu­al­ethik, usw.) aber in voll­ster Hin­sicht sei­nem Wesen bzw. sind die Wahr­heit und das allei­ni­ge, was lebens­för­dernd ist! Das bringt mich zu mei­nem letz­ten Punkt, näm­lich, dass ich auf­grund mei­nes Glau­bens gera­de des­we­gen auch über­haupt kei­ne «Span­nung» dar­in erle­be. Die Span­nung ent­steht, wie von Pau­lus auch so oft gut dar­ge­stellt und sicher auch erlebt, zwi­schen dem Den­ken der nicht-christ­li­chen Welt und der Wahr­heit Got­tes, die aber total dem ent­spricht, wie wir ticken und was uns am lie­be­voll­sten dient. Aber mit den Aus­sa­gen tra­ge ich sicher Eulen nach Athen.
    Herz­li­chen Dank noch­mal! und wei­ter­hin Got­tes Segen!

    • Emanuel Hunziker
      Emanuel Hunziker 4 Monaten ago
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      Dan­ke für die wert­vol­len Gedan­ken zum Arti­kel. Ich habe das Wort Stra­te­gie in erster Linie ver­wen­det, um es den mensch­li­chen Stra­te­gi­en gegen­über zu stel­len. Sie haben recht, die Wer­te-Kom­bi­na­ti­on ent­springt Got­tes Wesen und er wür­de kei­ne Stra­te­gie wäh­len, die sei­nem Wesen wider­spricht. Auch ihrer Beob­ach­tung bzgl. Span­nung als Aus­druck der Inkom­pa­ti­bi­li­tät von Got­tes Wahr­heit und mensch­li­chen Ideo­lo­gi­en stim­me ich zu. Ande­rer­seits ist Span­nung ja ein neu­tra­les Wort und wird je nach Kon­text als posi­tiv oder nega­tiv emp­fun­den. Nur ein gespann­ter Bogen kann einen Pfeil in Bewe­gung set­zen. So erle­be ich auch Gott als span­nend im Sin­ne von bele­bend und vita­li­sie­rend. Auch ihnen Got­tes rei­chen Segen!

  2. Regula Lehmann
    Regula Lehmann 5 Monaten ago
    Reply

    Ham­mer! Ich dan­ke dir, Emma­nu­el, für die­sen fun­dier­ten Auf­takt und freue mich auf mehr!

    • Emanuel Hunziker
      Emanuel Hunziker 4 Monaten ago
      Reply

      Dan­ke Regu­la!

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