DNA (9/10) Ein Buch als massgebende Grundlage

Silas Wohler
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Das frü­he Chri­sten­tum ent­wickel­te sich in der römi­schen Welt trotz gros­ser Ver­fol­gung explo­si­ons­ar­tig. Wäh­rend die römi­sche Reli­gi­on ohne hei­li­ge Bücher aus­kam und reli­giö­se Tex­te gänz­lich unbe­deu­tend waren, ori­en­tier­ten sich die ersten Chri­sten an einem Buch. Sie waren über­zeugt, dass dar­in Gott selbst zu ihnen spricht.

In der lau­fen­den Arti­kel­rei­he der Dani­el Opti­on «DNA» wur­de den ein­zig­ar­ti­gen Wesens­merk­ma­len der frü­hen Chri­sten­heit nach­ge­spürt. Die frü­he Kir­che…

Die gros­se Fra­ge, die sich hier stellt: Wie kamen die dama­li­gen Chri­sten eigent­lich auf die­se revo­lu­tio­nä­ren Wer­te? Woher ent­nah­men sie ihre bahn­bre­chen­de DNA?

Die Ant­wort lau­tet: Die frü­hen Chri­sten ent­nah­men ihre cha­rak­te­ri­sti­schen Wer­te der Bibel.

Da heu­te kein Kon­sens mehr besteht wie die Bibel ver­stan­den wer­den will, wird hef­tig um das rech­te Schrift­ver­ständ­nis gerun­gen, was zum einen super ist, jedoch auch zahl­rei­che Chri­sten ver­un­si­chert. Aus die­sem Grund ist es an die­ser Stel­le hilf­reich «back to the roots» zu gehen und zu fra­gen: Wie haben eigent­lich die frü­hen Chri­sten die Bibel ver­stan­den? Um die­ser zen­tra­len Fra­ge auf den Grund zu gehen, ist wohl am Besten, beim Schrift­ver­ständ­nis des ersten Chri­sten, dem Chri­stus selbst, zu begin­nen.

Hebräi­sche Schrift­rol­le — iStock

Das Schriftverständnis von Jesus

Für Jesus ist das damals vor­lie­gen­de Alte Testa­ment zwei­fels­frei inspi­rier­tes Got­tes­wort. Er ver­wen­det die alt­te­sta­ment­li­chen Schrif­ten in Fra­gen der Ethik selbst­re­dend als nor­ma­ti­ve Grund­la­ge  (Mt 19:18 – 19; Mt 22:37 – 40; usw.) und erach­tet deren Geschichts­er­zäh­lun­gen wie bei­spiels­wei­se über Abel (Lk 11:51), Noah (Mt 24:37 – 39), Elia (Lk 4:25 – 26) oder Jona (Mt 12:39 – 41) selbst­ver­ständ­lich als histo­ri­sche Berich­te.

Jesus zitiert die Schrift an vie­len Stel­len  mit den Wor­ten «es steht geschrie­ben» oder «habt ihr nicht gele­sen», um damit sei­ne Argu­men­ta­ti­on zu begrün­den. Er geht davon aus, dass die alt­te­sta­ment­li­chen Schrei­ber bei der Nie­der­schrift inspi­riert waren, wes­halb er zum Bei­spiel über David sagt, dass jener «durch den Hei­li­gen Geist gespro­chen» hat (vgl. Mk 12:36).

Jesus spielt die alt­te­sta­ment­li­chen Autoren an kei­ner Stel­le  gegen­ein­an­der aus, son­dern spricht beim Zitie­ren oft nur von «Schrift», weil die kon­kre­te Quel­le des alt­te­sta­ment­li­chen Schrei­bers zweit­ran­gig ist, da für ihn Got­tes Autoren­schaft im Zen­trum steht.

Oft wird Jesus von kri­ti­scher Sei­te her vor­ge­wor­fen, dass er an man­chen Stel­len (Mt 5:21 – 48; Mt 12:8; Mk 2:28; Mk 7:8 – 19) das Alte Testa­ment aus­ser Kraft setzt. Doch Jesus negiert oder rela­ti­viert an kei­ner Stel­le die alt­te­sta­ment­li­chen Gebo­te, son­dern streicht deren wah­re Bedeu­tung her­aus, indem er sie von damals geläu­fi­gen Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen absetzt (sie­he Eck­hard Schna­bel, Inspi­ra­ti­on und Offen­ba­rung. Die Leh­re vom Ursprung und Wesen der Bibel, Wup­per­tal: Brock­haus, 1986, Sei­te 124). Damit Jesus nicht falsch ver­stan­den wird, hebt er deut­lich her­vor, dass er kei­nes­wegs gekom­men ist, die die alt­te­sta­ment­li­chen Gebo­te auf­zu­he­ben, son­dern zu erfül­len, da auch der klein­ste Bestand­teil («Jota» und «Stri­ch­lein) des Geset­zes so unver­rück­bar sei wie Him­mel und Erde (Mt 5:17 – 18).

Das Schriftverständnis der Apostel

Die apo­sto­li­schen Schrei­ber des Neu­en Testa­ments, wel­che drei Jah­re von Jesus unter­rich­tet wur­den, haben das Schrift­ver­ständ­nis ihres Leh­rers über­nom­men. In die­sem Gei­ste gehen sie mit dem Alten Testa­ment um. Petrus hält in sei­nem Brief fest, dass die Pro­phe­ten des Alten Testa­ments vom Hei­li­gen Geist getrie­ben rede­ten (2Petr 1:21). Mat­thä­us geht davon aus, dass nie­mand gerin­ge­res als Gott selbst durch den Pro­phet Jesa­ja gespro­chen hat (Mt 1:22). Für den spä­ter zum Glau­ben gekom­me­nen Apo­stel Pau­lus, der als Schrei­ber den gröss­ten Teil des Neu­en Testa­ments zu ver­ant­wor­ten hat, wur­de das gan­ze Alte Testa­ment durch Got­tes Geist ein­ge­ge­ben (2Tim 3:16).

Aus die­sem Grund machen die neu­te­sta­ment­li­chen Schrei­ber bei der Ver­wen­dung alt­te­sta­ment­li­cher Zita­te kei­nen Unter­schied, ob jetzt der kon­kre­te Autor, Gott oder der Hei­li­ge Geist redet. Da die gan­ze Schrift als Got­tes Wort ange­se­hen wur­de, wer­den die­se Zuord­nun­gen aus­tausch­bar ver­wen­det.

Wäh­rend die Apo­stel auf der auto­ri­ta­ti­ven Grund­la­ge des Alten Testa­ments stan­den, ent­stand in die­ser Zeit die Ver­schrift­li­chung des Neu­en Testa­ments. Span­nen­der­wei­se herrsch­te in die­sem Pro­zess bereits ein Bewusst­sein vor, dass die neu ver­fass­ten Doku­men­te inspi­rier­tes Wort Got­tes sind. Dies zeigt sich bei eini­gen Schrei­bern. So zählt Pau­lus bei­spiels­wei­se ein Aus­spruch von Jesus im Lukas­evan­ge­li­um als «Schrift» (vgl. 1Tim 5:18). Petrus zählt Brie­fe von Pau­lus zur Kate­go­rie «Schrift» (vgl. 2Petr 3:16). Bis dahin wur­de das Wort «Schrift» nur für den gött­lich inspi­rier­ten Text des Alten Testa­ments ver­wen­det. Die Erwäh­nung des Pau­lus von­sei­ten des Petrus erstaunt nicht, da die Pau­lus­brie­fe schon sehr früh in den ver­schie­de­nen Gemein­den der Urchri­sten eine star­ke Ver­wen­dung fan­den und als auto­ri­ta­ti­ve Tex­te wei­ter­ge­reicht wur­den.


Codex Sinai­ti­cus, Neu­es Testa­ment in Grie­chisch, 4. Jh. n. Chr., Bri­tisch Muse­um

Das Schriftverständnis der frühen Kirche

Die frü­he Kir­che folg­te dem Vor­bild von Jesus und den Apo­steln. Die ver­schie­de­nen Ver­ant­wor­tungs­trä­ger betrach­te­ten die damals vor­lie­gen­de Schrift für gött­li­chen Ursprungs. Wie bereits ange­tönt, lag das Neue Testa­ment in der Urge­mein­de noch nicht als all­ge­mein ver­bind­li­che Samm­lung (Kanon) vor, son­dern die­se Fest­set­zung ent­wickel­te sich pro­zess­ar­tig in den ersten zwei Jahr­hun­der­ten. Um das Schrift­ver­ständ­nis der frü­hen Kir­che in ihren Grund­zü­gen auf­zu­zei­gen, wer­den hier ein paar Ver­tre­ter genannt:

Der Bischof Cle­mens von Rom, der angeb­lich mit Pau­lus zusam­men­ge­ar­bei­tet hat, trat als Lei­ter der Urge­mein­de in Rom in die Fuss­stap­fen von Petrus. Cle­mens betont in sei­nen Schrif­ten wie­der­holt den Inspi­ra­ti­ons­cha­rak­ter der Hei­li­gen Schrift (95/96 n. Chr.):

«Die hei­li­gen Schrif­ten, die wah­ren, die vom Hei­li­gen Geist ein­ge­ge­be­nen, habt ihr genau durch­forscht. Ihr wisst, dass nichts Unrech­tes und nichts Ver­kehr­tes in den­sel­ben geschrie­ben steht.» (1. Clem. 45,2 – 3.)

Der Kir­chen­va­ter Justin liess um 165 n.Chr. auf­grund sei­ner Glau­bens­über­zeu­gung in der römi­schen Haupt­stadt sein Leben. Er ist nicht nur von der Inspi­ra­ti­on des Alten, son­dern auch von der­je­ni­gen des Neu­en Testa­ments über­zeugt. Er geht davon aus, dass Gott selbst durch die Apo­stel gespro­chen hat. Er schreibt in sei­nem «Dia­log mit dem Juden Try­pho»:

«Gleich­wie näm­lich Abra­ham dem Wor­te Got­tes, glaub­te und es ihm zur Gerech­tig­keit ange­rech­net’ wur­de, eben­so glau­ben auch wir dem Wor­te Got­tes, das uns von neu­em durch die Apo­stel Chri­sti ver­kün­det wur­de und durch die Pro­phe­ten gepre­digt wor­den war (…).»(Dial. 119,11)

Vie­le früh­christ­li­che Theo­lo­gen wie Athen­ago­ras von Athen, Theo­phi­lus von Antio­chi­en oder auch Hip­po­ly­tus von Rom ver­wen­den für das dama­li­ge Inspi­ra­ti­ons­ver­ständ­nis die Meta­pher eines Musik­in­stru­ments, das vom Geist bewegt wird. Athen­ago­ras schreibt bei­spiels­wei­se, dass die alt­te­sta­ment­li­chen Pro­phe­ten

«unter der Ein­wir­kung des Hei­li­gen Gei­stes, was ihnen ein­ge­ge­ben wur­de, ver­kün­de­ten, wobei sich der Geist ihrer bedien­te, wie wenn ein Flö­ten­spie­ler die Flö­te bläst (…)»(Leg. Pro Christ. 9)

Der Kir­chen­va­ter Ire­nä­us von Lyon, der als einer der bedeu­tend­sten Theo­lo­gen des 2. Jh. gilt, erach­tet die Bibel als höch­ste Auto­ri­tät der Theo­lo­gie. In sei­nem Haupt­werk «Gegen die Häre­si­en II» (180/189) ver­weist er 1200 Mal auf die Schrift und warnt vor der Ver­su­chung, das eige­ne Ver­ste­hen über die Bibel zu stel­len:

«Da müs­sen wir ein­fach hin­ter Gott zurück­tre­ten, der uns gemacht hat, da wir ja sehr wohl wis­sen, dass die Schrift voll­kom­men ist, weil sie von Got­tes Wort und sei­nem Geist gespro­chen ist, dass aber wir der Kennt­nis sei­ner Geheim­nis­se in dem Mas­se ent­beh­ren, wie wir klei­ner sind und jün­ger als Got­tes Wort und sein Geist.» (Adv. hae­re­ses 2,28.2)

Die auf­ge­führ­ten Bei­spie­le ver­deut­li­chen, dass in der frü­hen Kir­che ein gros­ser Kon­sens über das Schrift­ver­ständ­nis herrsch­te, dass näm­lich die gan­ze Schrift gött­li­che Auto­ri­tät besass. Die Lehr­mei­nun­gen weni­ger Expo­nen­ten wie bei­spiels­wei­se Mar­ci­on, wel­cher das Alte Testa­ment als auto­ri­ta­ti­ve Schrift ablehn­te, fal­len dabei nicht ins Gewicht. Jener wur­de übri­gens schon zu sei­ner Zeit als Irr­leh­rer ver­ur­teilt. Auch wenn in den ersten Jahr­hun­der­ten mit gros­ser Streit­lust über die ver­schie­den­sten Lehr­mei­nun­gen debat­tiert wur­de, so blieb die Inspi­ra­ti­on und Auto­ri­tät der Hei­li­gen Schrift davon gänz­lich unbe­rührt. Aus die­sem Grund wur­de das Schrift­ver­ständ­nis in den frü­hen Bekennt­nis­sen auch nicht beschrie­ben und defi­niert. Schliess­lich wuss­ten die frü­hen Chri­sten gewich­ti­ge Zeu­gen wie Jesus Chri­stus und die Apo­stel selbst an ihrer Sei­te. Der deut­sche Pro­fes­sor für Neu­es Testa­ment Eck­hard Schna­bel resü­miert des­halb über die frü­he Kir­che:

«Bei aller Mei­nungs­ver­schie­den­heit und theo­lo­gi­schen Geg­ner­schaft war man sich dar­über einig, dass die Bibel Got­tes Wort ist und des­halb gött­li­che Auto­ri­tät besitzt. Was die Bibel lehr­te, war zum Teil umstrit­ten, nicht jedoch, was sie war: näm­lich die gewis­se und ver­bind­li­che Offen­ba­rung Gottes.»(Eckhard Schna­bel, Inspi­ra­ti­on und Offen­ba­rung. Die Leh­re vom Ursprung und Wesen der Bibel, Wup­per­tal: Brock­haus, 1986, Sei­te 9)


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Die Herausforderung heute

Die frü­hen Chri­sten brach­ten die Stand­haf­tig­keit auf, mutig, uner­schrocken und mit Ein­satz ihres eige­nen Lebens Alter­na­ti­ven zum dama­li­gen Zeit­geist zu leben. Sie taten dies, weil sie dar­auf ver­trau­ten, dass alles, was ihr Buch lehrt, gött­li­chen Ursprungs ist. Sie waren eine Reli­gi­on des Buches. Die cha­rak­te­ri­sti­sche DNA, wel­che die ersten Chri­sten aus der Bibel ablei­te­ten, schärf­ten das Pro­fil der frü­hen Kir­che und sorg­ten dafür, dass das Römi­sche Reich ein paar hun­dert Jah­re spä­ter chri­stia­ni­siert wur­de.

Wir sehen, dass das aus­ge­führ­te früh­christ­li­che Ver­trau­en in die Hei­li­ge Schrift eine ganz ent­schei­den­de Rol­le in der explo­si­ons­ar­ti­gen Aus­brei­tung des Chri­sten­tums spielt. Lei­der sehe ich, dass gera­de die­ses Ver­trau­en in die Inspi­ra­ti­on der Bibel heu­te erschüt­tert ist, und zwar nicht nur in der pro­te­stan­ti­schen Theo­lo­gie, son­dern auch immer mehr in der frei­kirch­li­chen Sze­ne. Aus die­sem Grund skiz­zie­re ich kurz zwei aktu­el­le Bei­spie­le:

Zum Bei­spiel beob­ach­te ich, dass vie­le Chri­sten heu­te kei­nen Zugang mehr zu den Schät­zen des Alten Testa­ment fin­den, da es häu­fig als ver­staubt, unse­xy und vor­gest­rig gilt. Es ent­steht manch­mal das Gefühl, als müss­te man sich bei­na­he für das Alte Testa­ment ent­schul­di­gen. Das geht auch Theo­lo­gen so.

So prä­sen­tier­te Manu­el Schmid kürz­lich in einem Arti­kel über die Gewalt­stel­len im Alten Testa­ment die Per­spek­ti­ve des Theo­lo­gen Gre­go­ry Boyd (Com­mu­ni­ca­tio Aus­ga­be des «tsc» 19/2). «Gott lässt sich von den bibli­schen Zeu­gen in ‹geist­lich unrei­fer und kul­tu­rell beding­ter› Wei­se dar­stel­len», heisst es dar­in. Die ‹ober­fläch­li­che Erschei­nung› der gewalt­ver­herr­li­chen­den bibli­schen Erzäh­lun­gen spie­gel­ten «die begrenz­ten und gefal­le­nen Got­tes­vor­stel­lun­gen Isra­els» wider und sei­en als «sün­den-befleck­te lite­ra­ri­sche Ein­drücke» zu ver­ste­hen. Auch wenn ich kei­nes­falls die Kom­ple­xi­tät der The­ma­tik und den Mut zur theo­lo­gi­schen Aus­ein­an­der­set­zung damit schmä­lern möch­te, so wir­ken die­se Aus­sa­gen auf mich – v.a. in Anbe­tracht des Ver­trau­ens, wel­ches Jesus den alt­te­sta­ment­li­chen Autoren ent­ge­gen­brach­te – leicht ver­stö­rend.

Ein ande­res Bei­spiel zeigt sich in einem Inter­view mit dem deut­schen Theo­lo­gen Thor­sten Dietz. Die­ser beschreibt, wie er die Bibel sieht:

«Gott spricht. Davon han­deln die bibli­schen Erzäh­lun­gen. Gott hat gespro­chen mit den Vätern und Müt­tern des Glau­bens, durch Macht­ta­ten oder auch ganz unschein­bar, in einem stil­len, sanf­ten Säu­seln (1. Köni­ge 19,13), oder durch eine Ese­lin (4. Mose 22,28).» (Zeit­schrift Amen 3/2019, Sei­te 5)

Was hier auf den ersten Blick gut tönt («Gott spricht») ist bei nähe­rem Hin­se­hen ein Schrift­ver­ständ­nis, wel­ches auf die libe­ra­le Bibel­kri­tik zurück­geht. Die Bibel selbst ist nicht das Reden oder das Wort Got­tes, son­dern ein Hin­weis auf das Reden Got­tes, das die erwähn­ten Per­so­nen erlebt haben. Die Bibel ist mensch­li­ches Zeug­nis vom Reden Got­tes. Das ursprüng­li­che, histo­ri­sche Ver­ständ­nis hin­ge­gen ist, dass die Bibel selbst Got­tes Reden, sein inspi­rier­tes auto­ri­ta­ti­ves Wort ist.

Wir täten gut dar­an, wenn wir die­ses früh­christ­li­che Ver­trau­en in die Schrift als «Peop­le of the book» wie­der neu zu Her­zen neh­men wür­den. Der Wind der Zeit weht in unse­rer nach-christ­li­chen Gesell­schaft wie­der rau­er und will uns vor­schrei­ben, was wir glau­ben und wie wir han­deln sol­len. Wir soll­ten nicht der Illu­si­on ver­fal­len, dass die Rela­ti­vie­rung unse­rer Grund­wer­te uns als Chri­sten attrak­ti­ver machen wird. Dies mag in den Augen man­cher strom­li­ni­en­för­mi­ger Zeit­ge­nos­sen so erschei­nen, doch letzt­lich trifft das Gegen­teil zu: wir ver­lie­ren unse­re Glaub­wür­dig­keit und unse­re revo­lu­tio­nä­re Spreng­kraft.

7 Comments
  1. Avatar
    Mirco 5 Monaten ago
    Reply

    Ich fin­de die­ses The­ma sehr kon­tro­vers. Hier ist ein Buch, wel­ches von sich selbst behaup­tet, von Gott ein­ge­ge­ben zu sein. Und die Bestä­ti­gung dazu fin­det man dann wie­der­um im Buch. Nun ja… Ob das nun Beweis ist?
    Eine Bibel, die sich an mei­ne Situa­ti­on anpasst ist doch viel schö­ner und annehm­li­cher! Und wäre auch viel ein­fa­cher für Freun­de und Bekann­te zum wei­ter­ge­ben. Das haben auch schon NIMMZWEI bemerkt und den BiB­aBo erfun­den (https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​5​x​K​g​-​T​b​t​RCs).
    Aber: Wenn auch nur ein Teil der Bibel nicht wahr wäre, dann gäbe es ja gar kei­nen Grund, auch nur einen Buch­sta­ben davon zu lesen. Wie kann ein Theo­lo­ge sich denn Theo­lo­ge nen­nen, wenn er nicht an alle Tei­le der Bibel glaubt? Ja, man muss nicht alle Tei­le toll fin­den und auch nicht alles ver­ste­hen (man neh­me da die z.B. die Rie­sen im ersten Buch der Bibel). Aber wenn ein Buch von sich selbst behaup­tet, dass es voll­kom­men von Gott ein­ge­ge­ben ist, dann muss ich die­sem Buch ent­we­der 100% glau­ben oder eben den Mut haben und es voll­kom­men ableh­nen. Da gibt es mei­ner Ansicht nach kein dazwi­schen!

  2. Avatar
    Jäggi 5 Monaten ago
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    Greg Boyd… Jetzt wird es aber lang­sam eng fürs TSC und ins­be­son­de­re für den dor­ti­gen Dozen­ten Andre­as Loos.

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 5 Monaten ago
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      Schön zu sehen, dass du unse­re Blogs genau liest Dave 😉 Bis bald mal hof­fent­lich! Herz­li­cher Gruss Paul

      • Avatar
        Dave 5 Monaten ago
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        Naja, die Namen sind ja immer fett geschrie­ben. Das erleich­tert die «Recher­che» unge­mein. 🙂
        Inhalt­lich wür­de mich aber schon inter­es­sie­ren, wie hier der Bezug und Ein­fluss von Boyd auf genann­te Insti­tu­ti­on und Per­son gese­hen wird. Der Zusam­men­hang ist nicht von der Hand zu wei­sen und betrifft m.E. nun wesent­lich auch dei­nen eige­nen Kon­text. Oder wie ist die­se Kri­tik an Boyd zu ver­ste­hen?

        • Paul Bruderer
          Paul Bruderer 5 Monaten ago
          Reply

          Lie­ber Dave, zum The­ma Nen­nung von Namen wer­den wir in einer Woche was posten. Dei­ne kon­kre­te­re Fra­ge wegen Boyd bespre­che ich ger­ne mit dir, aber in einem Kon­text der für uns bes­ser geeig­net ist, Ver­ständ­nis zu för­dern. Es muss Kafi oder Bier sein Dave 🙂 Meld› dich wenn du Zeit mal Zeit hast, das wür­de mich freu­en.

          • Avatar
            Dave 5 Monaten ago

            Salü Paul,
            ich wer­de mich dem­nächst ger­ne mel­den für ein pers. Gespräch. Trotz­dem fin­de ich es frag­wür­dig, wenn öffent­lich Kri­tik erfolgt aber die inhalt­li­che Dis­kus­si­on in die Pri­vat­sphä­re ver­scho­ben wird (auch wenn ich Bier & Kaf­fee lie­be). Ver­ständ­nis wird so m.E. gera­de nicht geför­dert für all jene Inter­es­sier­ten, die nur stil­le Lese­rIn­nen sind. Oder anders gesagt: Man kann ver­mut­lich nicht ein­fach mal in den Wald rufen und dem Echo dann sagen, es sol­le bit­te mor­gen um 0900 Uhr im Büro erschei­nen und zwar nur dort. 🙂
            Wenn die öffent­li­che inhalt­li­che Dis­kus­si­on das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis nicht för­dert, dann viel­leicht auch die zugrun­de lie­gen­den öffent­li­chen Bei­trä­ge nicht?
            Also: ich mel­de mich.

          • Paul Bruderer
            Paul Bruderer 5 Monaten ago

            Lie­ber Dave, wir scheu­en die öffent­li­che Dis­kus­si­on nicht — kei­ne Sor­ge 🙂 Es geht mir hier nicht dar­um, der öffent­li­chen Dis­kus­si­on aus dem Weg zu gehen, son­dern in die­sem Fall ein­fach ein per­sön­li­ches Gespräch zu haben. Also dann bis bald.

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