Progressive Übernahme – ein Kommentar zur Generalkonferenz der Methodisten

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Die weltweite Methodis­tis­che Kirche ist ver­gan­gene Woche zu ein­er Regen­bo­genkirche mutiert. Nach­dem 2023 tausende kon­ser­v­a­tive Kirchen den Ver­band ver­lassen haben, set­zt der lib­erale Flügel, der nun in der Mehrheit agiert, seine LGBT+-Agenda kon­se­quent durch. Als Aussen­ste­hende, welche mit vie­len Men­schen in der methodis­tis­chen Bewe­gung ver­bun­den sind, möcht­en wir diese Entwick­lung kom­men­tieren. Die Ereignisse kön­nen auch anderen Kirchen-Ver­bän­den Klarheit geben, was die wirk­lich vorhan­de­nen Optio­nen sind.

«Auf­bruch­stim­mung statt Spal­tung» titelt das deutschsprachige Por­tal der Methodis­ten nach der Gen­er­alkon­ferenz in Char­lotte (USA) vom 22. April bis 3. Mai 2024. [1] Im Artikel ist die Rede von ein­er «neuen Ära für die Methodis­ten». Während der Kon­ferenz sei «Ver­trauen gewach­sen», das es «bei den früheren Gen­er­alkon­feren­zen so nicht gegeben habe». Wörter wie «Auf­bruch», «Hoff­nung», «Zuver­sicht», «neue Wege» und viele ähn­lich lau­t­ende Äusserun­gen run­den das pos­i­tive Bild ab.

In seinem Schluss­wort zur Kon­ferenz lobt Schweiz­er Bischof Ste­fan Zürcher die grossen Mehrheit­en an der Kon­ferenz und die angestossene Region­al­isierung. Diese würde das Recht der methodis­tis­chen Wel­tre­gio­nen stärken, ihre Kirchenord­nun­gen an die regionalen Gegeben­heit­en anzu­passen.[2] Natür­lich erwäh­nt Zürcher auch die grosse Mel­dung der Woche: «Qual­i­fizierende Aus­sagen zur sex­uellen Ori­en­tierung sind in der neuen Kirchenord­nung nicht mehr enthal­ten. Wenn die neuen Bes­tim­mungen in Kraft getreten sind, wird es auch möglich sein, homo­sex­uelle Men­schen zu ordinieren.» Wichtig sei, dass die Gen­er­alkon­ferenz den regionalen Zen­tralkon­feren­zen das Recht gegeben habe, für ihr Gebi­et «die Def­i­n­i­tion von Ehe und die Anforderun­gen für den ordinierten Dienst selb­st festzule­gen.» So werde der Schutz von ver­schiede­nen Überzeu­gun­gen bestätigt. Der beglei­t­ende Bischofs­brief betont, die rev­i­dierten sozialen Grund­sätze wür­den «weit­er­hin das tra­di­tionelle Ver­ständ­nis der Ehe» enthal­ten, aber auch «die Möglichkeit, es auch anders zu definieren».[3] Nun sei der acht­same Umgang miteinan­der wichtig in den Her­aus­forderun­gen, mit denen man als Kirche kon­fron­tiert sei.

Wer sich durch die offiziellen Stel­lung­nah­men oder die Berichter­stat­tung methodis­tis­ch­er Nachrich­t­en­di­en­ste liest, wird sich beruhigt fühlen: Die Spal­tung ist abgewen­det, die Region­al­isierung als kul­tursen­si­bles Mod­ell etabliert, die sozialen Prinzip­i­en und diszi­pli­nar­ische Regle­men­tarien von unnötigem Bal­last befre­it. Nun gilt es, wie Bischof Zürcher for­muliert, «nach vorne zu blick­en und auf dem Weg der Nach­folge von Jesus und sein­er Mis­sion gemein­sam Schritte in die Zukun­ft zu machen».

Es ist nachvol­lziehbar, dass kirch­liche Funk­tionäre eine pos­i­tive Sicht auf die jüng­sten Entwick­lun­gen in ihrem Ver­band haben. Unsere Aussen­per­spek­tive legt andere Real­itäten nahe:

In Real­ität haben tausende von Methodis­tis­chen Kirchen in den ver­gan­genen Jahren ihren Ver­band ver­lassen. Im Rah­men der let­zten Gen­er­alkon­ferenz im Jahre 2019 war die Möglichkeit geschaf­fen wor­den, dass Gemein­den in den USA bis Ende 2023 mit ihren Liegen­schaften aus dem Kirchen­ver­band aus­treten kön­nen. In Ameri­ka sind daraufhin mehr als 7’600 Gemein­den, also rund ein Vier­tel aller Kirchge­mein­den, aus dem Ver­band aus­ge­treten. Darunter sind viele grosse und finanzs­tarke Gemein­den. Der Weg der Methodis­ten der let­zten Jahre war nicht geprägt von der beschwore­nen Acht­samkeit, son­dern von Stre­it und Trennung.

In Real­ität haben sich die medi­al gerühmten grossen Mehrheit­en der Kon­ferenz nur ergeben, weil viele kon­ser­v­a­tive Gemein­den nicht dabei waren. Vie­len war der nicht endende ‘Zirkus’ pro­gres­siv­er Kräfte im Ver­band zu bunt gewor­den, weshalb sie aus­ge­treten sind. Die dadurch ent­stande­nen klaren Mehrheit­en sind eine Folge dieser verän­derten Machtver­hält­nisse, und nicht von einem Ver­band, welch­er sich gemein­sam in Bewe­gung geset­zt hat und auf diese Weise Ein­heit gefun­den hat.

In Real­ität täuscht die als kul­tursen­si­bel anmu­tende Region­al­isierung darüber hin­weg, dass ger­ade Vertreter der wach­senden und the­ol­o­gisch kon­ser­v­a­tiv­en Gemein­den in Afri­ka an der Kon­ferenz sich «von einem Zug über­rollt» und mit «blu­ten­den Herzen» zurück­ge­lassen wäh­nen. [4] Sie sprechen nicht von einem acht­samen Umgang miteinan­der, son­dern davon, aus­geschlossen wor­den zu sein.

In Real­ität ste­ht nicht der grosse Auf­bruch bevor. Der Ver­band muss nach dem Ader­lass der ver­gan­genen Jahre mit einem um 43% reduziertem Bud­get agieren. Dies ist ein mas­siv­er finanzieller Ein­bruch, der auch zur Folge hat, dass in Afri­ka nur zwei der fünf drin­gend benötigten Stellen für Bis­chöfe gesprochen wer­den kön­nen.[5]

In Real­ität wur­den an der Kon­ferenz nicht ein­fach ‘neue Räume’ für unter­schiedliche regionale Inter­pre­ta­tio­nen in sex­u­alethis­chen Fra­gen eröffnet, vielmehr haben Vertreter ein­er lib­eralen und pro­gres­siv­en Agen­da ihre Chance kon­se­quent genutzt, absolute Dom­i­nanz über den Weltver­band zu errin­gen und der Kon­ferenz wie auch den Reg­u­lar­ien des Kirchen­ver­ban­des eine ‘woke’ Agen­da in all ihren Facetten aufzudrücken.

Bald 300 Jahre ist es her seit dem Aufruf der methodis­tis­chen Grün­der­fig­ur John Wes­ley (Titel­bild) zu «schrift­gemäss­er Heiligkeit». Nun möchte seine Kirche sich in den Far­ben des Regen­bo­gens präsen­tieren. Der bekan­nte bap­tis­tis­che The­ologe Albert Mohler bilanzierte dazu in einem Kommentar:

«Die Vere­inigte Methodis­tis­che Kirche ist heute wed­er vere­int noch eine Kirche.»[6].

Dieser Befund kommt der Wahrheit wohl näher als uns selb­st lieb ist, denn wir pfle­gen seit Jahren her­zliche Beziehun­gen zu Men­schen in dieser Kirche. Es ist ihnen zuliebe, dass wir nach­fol­gend unsere Wahrnehmungen nochmals ver­tiefen und mit der Bitte verbinden, das Gute, das Wahre und das Nüt­zliche zu behal­ten und den Rest zu ignorieren.

Eine sexuelle Revolution im Schnelldurchgang

Bei der ver­gan­genen Kon­ferenz befassten sich gegen 20 ver­schiedene Trak­tanden­punk­te mit sex­u­alethis­chen Fra­gen. Es ist an dieser Stelle nur möglich, die grossen Züge nachzuzeichnen.

Der entschei­dende Schritt: Mit ein­er Mehrheit von 94% hat die Gen­er­alkon­ferenz für eine kon­sti­tu­tionelle Änderung des Textes ges­timmt, welche bish­er der Ordinierung von Homo­sex­uellen im Wege stand. Bish­er galt fol­gende Weisung (rel­e­vante Auss­chnitte aufgeführt):

Obwohl Sex­u­al­ität zu jedem Men­schen gehört, ob ver­heiratet oder nicht, find­en sex­uelle Beziehun­gen nur inner­halb des Bun­des ein­er monoga­men, het­ero­sex­uellen Ehe volle Zus­tim­mung. […] Die weltweite Evan­ge­lisch-methodis­tis­che Kirche kann die prak­tizierte Homo­sex­u­al­ität nicht gutheis­sen und betra­chtet diese Hand­lungsweise als unvere­in­bar mit der christlichen Lehre.[7]

Es lohnt sich, die neue Weisung in voller Länge zu lesen:

Wir beja­hen die men­schliche Sex­u­al­ität als ein heiliges Geschenk und bestäti­gen, dass sex­uelle Intim­ität zur Pflege des emo­tionalen, geistlichen und kör­per­lichen Wohlbefind­ens von Einzel­nen beiträgt und zur Pflege gesun­der sex­uellen Beziehun­gen, die auf Liebe, Für­sorge und Respekt gestützt sind. Die men­schliche Sex­u­al­ität ist ein gesun­der und natür­lich­er Teil des Lebens, der in wun­der­bar vielfälti­gen Weisen von Geburt bis zum Tod zum Aus­druck kommt. Sie wird geformt durch eine Kom­bi­na­tion von Natur und Erziehung: Vererbung und genetis­che Fak­toren ein­er­seits und Kind­heit­sen­twick­lung und Umwelt ander­er­seits. Zusät­zlich würdi­gen wir die Vielfalt der Möglichkeit­en und Beru­fun­gen bezüglich der Sex­u­al­ität, wie Zöli­bat, Ehe und Ehelosigkeit. Wir unter­stützen die Rechte aller Men­schen, per­sön­liche Zus­tim­mung bei sex­uellen Beziehun­gen zu geben, Entschei­dun­gen über ihre eige­nen Kör­p­er zu machen und bei diesen Unter­schei­dun­gen unter­stützt zu wer­den, umfassende Sex­u­alerziehung zu erhal­ten, frei von sex­ueller Aus­beu­tung und Gewalt zu sein und Zugang zu aus­re­ichen­der sex­ueller Gesund­heitsver­sorgung zu haben.[8]

Die neue Reg­ulierung erwäh­nt Homo­sex­u­al­ität nicht mehr. Das Kom­ple­men­tär von Mann und Frau ist nicht mehr als Bedin­gung für das Ausleben von Sex­u­al­ität definiert. Der Bezug zur christlichen Lehre fällt eben­falls weg. Der let­zte Satz fasst zusam­men, was die Methodis­ten neu als die Richtschnur für Sex­u­al­ität sehen: Es geht darum, dass Sex­u­al­ität in Ein­vernehm­lichkeit und gewalt­los gelebt wird, ergänzt mit aus­re­ichen­der sex­ueller Gesundheitsversorgung.

Klar ist, dass Ein­vernehm­lichkeit eine der wichti­gen Inno­va­tio­nen der christlich-bib­lis­chen Sex­u­alethik ist (siehe z.B. 1. Korinther 7), doch sie ist bei Weit­em nicht der einzige Wert, an dem sich Chris­ten ori­en­tieren soll­ten. Hier ist impliz­it inbe­grif­f­en, dass Sex­u­al­ität ohne Gren­züber­schre­itung, also gewalt­los, gelebt wer­den sollte.

Die hohe Würde des physis­chen Kör­pers inklu­sive dessen geschlechtliche Gestalt, dient aus Sicht der Bibel eben­so als Ori­en­tierung für eine christliche Sex­u­al­ität (siehe z.B. 1. Korinther 6,12–20). Eine Ide­olo­gie, die aus­gelebte Homo­sex­u­al­ität gutheisst, hat diesen hohen Wert des Leibes zu wenig erkan­nt und ist deshalb aus unser­er Sicht für eine christliche Kirche nicht akzeptabel.

Weit­er sollte unsere Ethik christlich sein, das heisst, sie sollte sich an der expliziten Lehre Jesu ori­en­tieren. Chris­tus hat mit zweifachem Rück­bezug auf die ersten bei­den Kapi­tel der Bibel fest­ge­hal­ten, dass er die kom­ple­men­täre sex­uelle Ergänzung von einem Mann und ein­er Frau in der monoga­men Ehe als Bedin­gung vor­sieht für aus­gelebte Sex­u­al­ität (siehe Matthäus 19,1–11). Gle­ichzeit­ig hebt Jesus den Zöli­bat auf dieselbe Bedeu­tungsstufe wie die Ehe (siehe Matthäus 19,12).

Christliche Sex­u­alethik ist also davon bes­timmt, dass sie nicht einen einzel­nen Wert der Bibel ver­tritt, son­dern dass sie das umfassende Werte-Paket der Bibel inte­gri­ert. Die Gen­er­alkon­ferenz der Methodis­ten hat die meis­ten bib­lisch-christlichen Werte gestrichen, auss­er jene bei­den Werte, welche auch von der säku­laren Gesellschaft aufgenom­men wur­den: Ein­vernehm­lichkeit und Gewalt­losigkeit. Wir sehen darin nichts weniger als eine Kapit­u­la­tion der Methodis­ten vor den gesellschaftlichen Entwick­lun­gen. Damit ist dieser Ver­band der Willkür dieser gesellschaftlichen Entwick­lun­gen aus­geliefert und kann von Men­schen nicht mehr als eine Organ­i­sa­tion gese­hen wer­den, die Ori­en­tierung basierend auf Gottes Wort gibt.

Die methodis­tis­che Def­i­n­i­tion von Ehe soll gemäss Gen­er­alkon­ferenz zukün­ftig fol­gen­der­massen sein:

«Inner­halb der Kirche bekräfti­gen wir die Ehe als einen heili­gen, lebenslan­gen Bund, der zwei mündi­ge gläu­bige Men­schen, einen erwach­se­nen Mann und eine erwach­sene Frau oder zwei Per­so­n­en, in eine Verbindung miteinan­der bringt und in eine tief­ere Beziehung mit Gott und der religiösen Gemein­schaft.»[9]

Hier wird die Kom­ple­men­tar­ität von Mann und Frau nicht mehr als ein definieren­der Wert des methodis­tis­chen Ehev­er­ständ­niss­es gese­hen. Es kön­nen ein­fach «zwei Per­so­n­en» sein. Der zivil­isatorisch bedeut­samen Real­ität, dass nur aus het­ero­sex­uellen Beziehun­gen Kinder entste­hen kön­nen, wird in dieser Ehe-Lehre keine Beach­tung mehr geschenkt.

Immer­hin kön­nte man ‘lobend’ erwäh­nen, dass sich die Beschränkung auf 2 Per­so­n­en und die Anle­gung der Ehe auf eine lebenslange Dauer weit­er­hin in der Ehe-Def­i­n­i­tion befind­en. Doch dieser wichtige Punkt wurde an der Kon­ferenz durch eine weit­ere Entschei­dung weit­ge­hend rel­a­tiviert. Mit der let­zten grossen LGBT+ Entschei­dung am Schlusstag der Kon­ferenz wurde nicht nur prak­tizierte Homo­sex­u­al­ität und die Ver­heiratung von Homo­sex­uellen aus dem Diszi­pli­narkat­a­log ent­fer­nt, son­dern auch der Pas­sus, welch­er aussere­he­lichen Sex sowie Ehe­bruch bei Geistlichen ahn­det, wurde gestrichen.[10] Mit 70% Zus­tim­mung wurde die urchristliche Maxime der Enthalt­samkeit ausser­halb der Ehe sowie der Treue inner­halb der Ehe als verbindlich­er Ver­hal­tenskodex für die Hirten der methodis­tis­chen Herde gestrichen.

Wir sehen diesen Schritt als beze­ich­nend und typ­isch für die pro­gres­siv-lib­erale Agen­da. Diese Entschei­dung wird grosse Auswirkung auf den methodis­tis­chen Ver­band haben, und zwar nicht zu dessen Vorteil. Der Klerus der Methodis­tis­chen Kirchen muss in Fra­gen der sex­uellen Lebens­führung nicht mehr als christliche Vor­bilder ihrer Herde voraus­ge­hen, wie dies bib­lisch geboten ist (Vgl. 1Pet 5:1–6 in Kom­bi­na­tion mit Tex­ten wie z.B. 1Tim 3:2). Und: Die Herde wird instink­tiv den Hirten folgen.

Die Sache mit der Inklusion

Inklu­sion ist vom Grund­satz her ein Anliegen der Bibel und es ist zu würdi­gen, dass dieses Anliegen in der Methodis­tis­chen Kirche auf den Tisch gebracht wird. Das Prob­lem ist jedoch, dass ver­sucht wird, Gerechtigkeit auf andere Art einzubrin­gen, als die Bibel es tut. Damit gehen sie let­ztlich gegen das Anliegen der Inklu­sion vor.

Jesus zeigt in Matthäus 19 den richti­gen Umgang mit Unter­schieden unter den Men­schen. Die queere Ide­olo­gie und ‘Wokeis­mus’ ver­suchen Inklu­sion mit­tels Gle­ich-Machung zu erzwin­gen. Jesus hinge­gen agiert nicht mit Gle­ich-Machung, son­dern mit Gle­ich-Wer­tung von Menschen.

Was heisst das? Die ‘Ehe für alle’ kann nur einen Schein von Gle­ich­heit gegenüber Homo­sex­uellen vorgeben. An entschei­den­den Punk­ten bleiben homo­sex­uelle Paare gegenüber Het­ero­sex­uellen ungle­ich. Dies wird zum Beispiel bei der Frage der Zeu­gung von Kindern deut­lich. Kinder sind eine Ver­leib­lichung der Liebe eines Mannes und ein­er Frau. Kinder sind ein dauer­hafter und verkör­pert­er Aus­druck der Liebe des Paares. Homo­sex­uelle Paare kön­nen in diesem Sinn keine Kinder haben, son­dern müssen für die Zeu­gung von ausser­halb der Beziehung entwed­er Sper­mien oder Eizellen und Gebär­mut­ter beiziehen. ‘Ihr’ Kind wird niemals der ver­leib­lichte Aus­druck ihrer Liebe sein. Diese Tat­sache muss viele homo­sex­uelle Paare schmerzen.

An diesem Beispiel sehen wir, dass es gewisse Dinge gibt, die sich nicht gle­ich-machen lassen. Die queere Ide­olo­gie und der ‘Wokeis­mus’ agieren auf der Grun­dan­nahme, dass die Würde von Homo­sex­uellen davon abhängt, dass sie das­selbe haben kön­nen wie Het­ero­sex­uelle — beispiel­sweise die Ehe. Weil das aber nie gelin­gen wird, wird die queere Ide­olo­gie Homo­sex­uellen also immer ein Manko an Würde vor Augen malen: Ihr habt noch nicht alles, was die anderen haben und deshalb seid ihr noch nicht voll­w­er­tig! Wir brauchen einen Ansatz, der die Men­schen nicht gle­ich-macht, son­dern sie gleich-wertet.

Jesus zeigt in Matthäus 19, wie die Bibel mit Unter­schieden, Gerechtigkeit und Inklu­sion umge­ht: Nicht durch Gle­ich-Machung, son­dern Gle­ich-Wer­tung von Men­schen. Gemäss Jesus kann jed­er Men­sch durch den Glauben zu einem voll­w­er­ti­gen Mit­glied in sein­er geistlichen Fam­i­lie wer­den, egal was seine sex­uelle Ori­en­tierung ist. Bei Jesus ist jed­er Men­sch gle­ich viel Wert, unab­hängig davon, ob er heirat­en kann oder nicht. Das Wichtig­ste für einen Men­schen ist aus sein­er Sicht nicht, ob er eine biol­o­gis­che Fam­i­lie hat und Kinder kriegt, son­dern ob er Teil der geistlichen Fam­i­lie von Jesus gewor­den ist.

Die Fähigkeit ein­er Glauben­srich­tung, mit realen Unter­schieden inte­gra­tiv umzuge­hen, ist von entschei­den­der Bedeu­tung. Die queere Ide­olo­gie und der ‘Wokeis­mus’, welche im Diskurs unser­er Tage so dom­i­nant sind, schaf­fen das schon im Ansatz nicht. Sie kön­nen unüber­brück­bare, reale Unter­schiede nicht ste­hen­lassen, son­dern wollen sie gle­ich-machen. Was im ersten Moment für viele attrak­tiv aussieht, ent­pup­pt sich schlussendlich als einen Raub an der Würde der­jeni­gen Men­schen, für die sie sich als Für­sprech­er erko­ren haben.

Was hier für Homo­sex­uelle skizzen­haft geschildert ist, gilt auch für andere Men­schen. Es gibt unter Het­ero­sex­uellen, Trans­sex­uellen, Non-Binären Men­schen reale Unter­schiede, die nur durch Gle­ich-Wer­tung inte­gri­ert wer­den kön­nen. Die Queere Ide­olo­gie und der ‘Wokeis­mus’ hin­ter­lässt damit viele ent­täuscht zurück und zeigt uns wenig leb­bare Optio­nen. Schade, dass die Methodis­tis­che Kirche diesen Weg beschreitet.

Es geht ums gesamte Paket

Die bish­eri­gen Erläuterun­gen der ver­gan­genen Kon­ferenz haben hof­fentlich aufgezeigt, dass es ver­gan­gene Woche mit­nicht­en nur um vor­sichtige Justierun­gen im Angesicht des Schick­sals von Homo­sex­uellen ging. Vielmehr haben die Methodis­ten in Bezug auf Sex­u­al­ität umfassend den Schritt in eine nichtchristliche Ethik vollzogen.

Nehmen wir zum Beispiel den Fall des methodis­tis­chen Pas­tors, der vor zwei Jahren anonym in einem Zeitungsar­tikel sein Leid bezüglich sein­er polyamourösen Ver­an­la­gung klagte:

«Ich würde ihnen gerne meine Frau und meine Fre­undin vorstellen. Lei­der kann ich auf­grund der aktuellen Lage der Unit­ed Methodist Church meine Iden­tität nicht preis­geben.»[11]

Nun, dieser Pas­tor darf sich heute glück­lich schätzen. Er darf sich neben sein­er Frau nun auch eine Fre­undin leis­ten. Er muss seine polyamourösen Vor­lieben nicht mehr ver­steck­en und darf den­noch weit­er­hin das ‘Wort’ aus­richt­en und sein­er Herde vorste­hen. Sein auf Ein­vernehm­lichkeit beruhen­der Ehe­bruch muss von sein­er Kirchge­meinde akzep­tiert werden.

Gemäss den neuen Vor­gaben der Methodis­tis­chen Kirche wird vieles möglich:

  • Aus­gelebte Sex­u­al­ität in wilder Ehe
  • Aus­gelebte Sex­u­al­ität, ohne zusammenzuleben
  • Polyamouröse Beziehungs-Net­zw­erke die gemis­cht het­ero- und homo­sex­uell sein können
  • Aus­gelebte Homo­sex­u­al­ität in den gle­ich ver­schiede­nen For­men wie in der Heterosexualität
  • Weil inzes­tuöse Beziehun­gen ein­vernehm­lich sein kön­nen, sind auch solche im Grund­satz nicht aus­geschlossen – auch wenn die methodis­tis­chen Leit­er dies selb­stver­ständlich im Moment bes­timmt auss­chliessen wür­den. Sie brauchen jedoch eine Grund­lage, mit welch­er sie begrün­den kön­nen, warum inzes­tuöse Beziehun­gen auszuschliessen sind. Diese Grund­lage haben sie let­zte Woche abgeschafft.

Ein Blick in weit­ere Entschei­dun­gen der Kon­ferenz macht klar, dass in der Methodis­tis­chen Kirche das voll­ständi­ge ‘woke’ Pro­gramm umge­set­zt wer­den soll. Einige Beispiele müssen uns genügen:

  • Alle Kon­feren­zred­ner waren ange­hal­ten, sich am Anfang ihrer Voten nach den Vor­gaben der Inter­sek­tion­al­ität zu iden­ti­fizieren. Es reicht­en nicht Namen und Herkun­ft­s­land, son­dern Haut­farbe, sex­uelle Ori­en­tierung, Pronomen und der­gle­ichen wur­den da schon erwartet. Diese Vor­gabe sorgte bei den angereis­ten Vertretern des glob­alen Südens für erhe­bliche Irri­ta­tio­nen. [12]
  • Die Teil­nehmer waren ange­hal­ten, im Sinne ein­er geschlechterg­erechteren Hal­tung, «auss­chliesslich männliche Sprache über Gott zu ver­mei­den». [13] Wohl deshalb wurde im Rah­men des Abschlusssegen der Aufruf, das Werk des «Kön­i­gre­ich­es» zu tun, kurz­er­hand umgeschrieben. «König» ist wohl ein männlich­es Wort und schmeckt nach Patri­ar­chat. [14]
  • Abtrei­bungsrechte wur­den forciert. So wurde eine Peti­tion angenom­men, in der erk­lärt wurde, «staatliche und bun­desstaatliche Geset­ze und Verord­nun­gen, die den Schwanger­schaftsab­bruch ver­bi­eten», wür­den «das Recht ein­er Per­son auf das gesamte Spek­trum der repro­duk­tiv­en Gesund­heits­für­sorge» beein­trächti­gen[15] Das ‘Recht auf Abtrei­bung’ ist seit jeher ein inte­graler Bestandteil der mod­er­nen sex­uellen Rev­o­lu­tion (die eigentlich eine Devo­lu­tion in hei­d­nis­che Umstände ist).
  • Eine Res­o­lu­tion wurde angenom­men, in der Ver­mö­gensver­wal­ter ange­hal­ten wer­den, keine Gelder in Israel zu investieren, welch­es man als unter­drück­ende, gar als Genozid verübende Besatzungs­macht sieht. [16] Damit schwenken die Methodis­ten in ihrer Israelpoli­tik auf den Kurs der anti­semi­tis­chen BDS-Bewe­gung. Damit wer­den die neo­marx­is­tis­chen Wurzeln der aktuellen inner­methodis­tis­chen Umwälzung bloss­gelegt.[17]

Es ist bedauer­lich, dass das reiche geistliche und soziale Erbe der Methodis­tis­chen Kirche eine solche Entwick­lung erleben muss. Die Methodis­tis­che Kirche wen­det sich mit diesen Schrit­ten von ihren bib­lis­chen Wurzeln und von ihrem Her­rn Jesus Chris­tus ab. Sie schöpft nun lieber aus anderen Quellen und lässt sich von anderen Per­so­n­en und Ide­olo­gien inspirieren.

Etablierung von Macht

Obige Beobach­tun­gen zeigen lei­der ein­mal mehr, dass es eine Illu­sion ist zu meinen, man könne den lib­er­al-pro­gres­siv­en Anliegen mit leichter Akkom­mo­da­tion den Wind aus den Segeln nehmen. Akkom­mo­da­tion ist für Pro­gres­sive lediglich die Basis für die näch­ste Forderung.[18] Die Vision ist nie der Kon­sens, son­dern immer die Rev­o­lu­tion. Hat man erst­mal die Zügel der Macht in der Hand wird ‘gesäu­bert’, ‘umgeschrieben’, ‘neu definiert’. Die neue Hege­monie wird etabliert. Und wie im Fall der Methodis­tis­chen Kirche, wird diese Machtüber­nahme auch noch als Entwick­lung in Rich­tung Tol­er­anz und Acht­samkeit gegenüber Ander­s­denk­enden verkauft.

Es gehört qua­si zum Stan­dard­vorge­hen links-pro­gres­siv­er Lib­eraler im ‘queeren’ ihrer Kirchen­ver­bände, zuerst ein­mal an die gegen­seit­ige Ambi­gu­i­tät­stol­er­anz zu appel­lieren. Dieser Ruf nach bewusst gelebter Unschärfe in der The­olo­gie und Ethik ist jedoch nur der erste Schritt. Der Abso­lutismus wartet nur zu oft gle­ich um die Ecke. Es gibt genü­gend Beispiele dafür, auch im deutschen Raum.

So hat 2015 der dama­lige Präs­es des Gnadauer Ver­ban­des Michael Diener verkün­det, er sei in der kirch­lichen Frage nach der Ehe für alle «aus tief­ster Überzeu­gung plur­al».[19] Neun Jahre später kom­men in seinem freudi­gen Kom­men­tar zum aktuellen Entscheid der Methodis­ten nur noch absolute Töne: «es kann keine Kom­pro­misse geben».[20]

Gemäss Best­seller­autor James Lind­say laufen ‘woke’ Machtüber­nah­men in Organ­i­sa­tio­nen stets nach gle­ichen Mustern ab. Lind­say unter­schei­det 5 Stufen der Machtüber­nahme.[21] Erst wird Zutritt in die Organ­i­sa­tion ver­langt (1). In einem zweit­en Schritt wird eine (zunehmende) Akkom­mo­da­tion gefordert, also spez­i­fis­che Zugeständ­nisse an die Bedürfnisse und Vorstel­lun­gen der Pro­tag­o­nis­ten (2). Als näch­stes wird die Ein­bindung in Leitungs­gremien ver­langt (3), also Zugang in die Macht­struk­tur der Organ­i­sa­tion mit dem Ziel, die Kon­trolle über die Leitungs­gremien zu erlan­gen und damit die Regeln in der Organ­i­sa­tion bes­tim­men zu kön­nen (4). Im let­zten Schritt geht es um die Durch­set­zung der Macht auf allen Ebe­nen der Organ­i­sa­tion (5).

Im Falle der Methodis­ten ist die Machtüber­nahme durch lib­er­al-pro­gres­sive Kräfte nun auf der Stufe 4 ange­langt. Noch gibt es keine voll­ständi­ge Kon­trolle in die Tiefe der Organ­i­sa­tion hinein, aber man hat die Kon­trolle der Chefe­ta­gen und bes­timmt jet­zt die Regeln. In den näch­sten Jahren wer­den sie sich auf jeden Fall bemühen, die Organ­i­sa­tion in immer grösser­er Tiefe zu bes­tim­men. Darüber darf auch die angestossene Region­al­isierung nicht hinwegtäuschen.

Für einige wird es über­raschend sein, wie umfassend der moralis­che ‘Erdrutsch’ der Entschei­dun­gen der ver­gan­genen Woche ist. Wer sich etwas mit der Geschichte der methodis­tis­chen Bewe­gung in den ver­gan­genen Jahrzehn­ten befasst, wird bald ver­ste­hen, dass der Anfahrtsweg lange war. Die Phase der Akkom­mo­da­tion ein­er neuen, lib­eralen Sex­ual­moral, lässt sich in den USA bis in 60er Jahre des ver­gan­genen Jahrhun­derts zurück­ver­fol­gen. [22] Es ist richtigge­hend erschüt­ternd und ernüchternd, was in diesem Kirchen­ver­band über die Jahre teil­weise toleriert oder gar propagiert wurde. [23] Eine Unter­suchung der anfänglichen Entwick­lun­gen legt auch nahe, dass die Ansätze zur ethis­chen Lib­er­al­isierung nur auf der Grund­lage ein­er bere­its stat­tfind­en­den the­ol­o­gis­chen Lib­er­al­isierung erfol­gen kon­nte.[24] In späteren Jahren würde noch ein weit­eres Ele­ment dazukom­men: Geld. Es ist unglaublich, wie gross die Geld­sum­men sind, welche in den ver­gan­genen Jahren von säku­laren LGBT+ Lob­by­grup­pen in methodis­tis­che Organ­i­sa­tio­nen hineinge­flossen sind, um die Kirchen­poli­tik zu bee­in­flussen.[25]

Leitun­gen von kirch­lichen Ver­bän­den, überge­meindlichen Organ­i­sa­tio­nen und Ver­anstal­tun­gen müssen sich dieser Fak­toren bewusst sein: Eine mit dem his­torischen Chris­ten­tum unvere­in­bare Ide­olo­gie gibt sich zuerst zahm und vorder­gründig tol­er­ant. Ist die Macht erst mal in Grif­fweite, wird alles darange­set­zt, diese auch zu erlan­gen, um his­torische christliche Werte durch die Werte der neuen Ide­olo­gie auszu­tauschen. Leitun­gen soll­ten frühzeit­ig den Riegel schieben, und zwar im Über­gang von Stufe 1 zu Stufe 2. An diesem Über­gang ist es noch ver­hält­nis­mäs­sig ein­fach, einen Stopp zu machen und den eige­nen Ver­band geistlich auf gutem Kurs zu hal­ten. Lei­der wollen Leitungs­gremien diesen Schritt manch­mal aus Net­tigkeit und falsch ver­standen­em Anstand nicht durch­set­zen. Sie müssen sich bewusst sein, dass es bei den späteren Schrit­ten nur noch schwieriger sein wird.

Westlicher Paternalismus

Im Falle der Methodis­tis­chen Kirche wird sich in den kom­menden Jahren vieles daran entschei­den, welchen Weg die the­ol­o­gisch kon­ser­v­a­tiv­en afrikanis­chen Kirchen gehen.

Die abge­laufene Kon­ferenz hat dabei gezeigt, dass die von den dom­i­nan­ten west­lich-pro­gres­siv­en Kräften stets bemühte inklu­sive Hal­tung dort aufhört, wo man nicht auf ihren Kurs ein­spurt. Dort hören Inklu­sion und Tol­er­anz endgültig auf. Das haben auch unsere afrikanis­chen Geschwis­ter in der Methodis­tis­chen Kirche ver­gan­gene Woche zu spüren bekommen.

Die kri­tis­chen Voten der unter­vertrete­nen Afrikan­er trafen an der Kon­ferenz auf den her­ablassend pater­nal­is­tis­chen Geist ein­er besser­wis­serischen, ‘wok­en’ west­lichen Kirche. Während die neuen Machthaber nach dem bahn­brechen­den LGBT+-Entscheid ihr «Draw the Cir­cle Wide» anstimmten[26] (Eine Ode auf die Inklu­sion), mussten die afrikanis­chen Delegierten fest­stellen, dass für sie nun möglicher­weise kein Platz mehr im ange­blich so grossen Kreis sein wird. Entscheid um Entscheid traf die afrikanis­che Del­e­ga­tion und auch andere aus der nichtwest­lichen Welt in Mark und Bein.[27] Wir haben dem Livestream zugeschaut. Zeitweise mutete es fast wie ein neuer Kolo­nial­is­mus an: Die West­liche Welt sagt den anderen deut­lich, was und wie sie zu denken haben.

Nimia Per­al­ta aus den Philip­pinen ver­suchte, Gegen­s­teuer zu geben:

«Während wir uns über die Region­al­isierung freuen, glaube ich fest daran, dass sich Gottes Wort nicht region­al­isieren lässt. Die vorgeschla­gene Def­i­n­i­tion von Ehe läuft ent­ge­gen unser­er christlichen Lehre […].»[28]

Der zaghaft aufk­om­mende Applaus wurde durch den Sprech­er der Kon­ferenz im Keim erstickt.

Sil­vestre Muthoma aus dem Kon­go brachte die tiefe Betrof­fen­heit am let­zten Tag der Kon­ferenz auf den Punkt:

«Was heute getan wird, ist wie wenn man ein Mess­er in der Wunde dreht.»[29]

Aber nie­mand hat auf ihn gehört. Nur drei Minuten später wurde das Mess­er nochmals gedreht: Mit dem bere­its erwäh­n­ten let­zten grossen LGBT+ Entscheid, in welchem aussere­he­lich­er Sex und Ehe­bruch bei Geistlichen toleriert wird.

In einem offe­nen Brief sprachen Vertreter Afrikas davon, dass sie sich an der Kon­ferenz «von einem Zug über­rollt» fühlten. [30] Man habe die Ehe umdefiniert, nicht weil die Bibel sich geän­dert habe, son­dern weil die west­liche Kul­tur sich geän­dert habe. Ein Vier­tel der afrikanis­chen Delegierten habe ihre Ein­ladung­sun­ter­la­gen zu spät erhal­ten, um ihre Visa beantra­gen zu kön­nen. Man habe auf Anfra­gen im Vor­feld oft kein­er­lei Antwort von den Organ­isatoren der Gen­er­alkon­ferenz bekom­men. Man höre Stim­men, dass man zur Erfül­lung der pro­gres­siv­en Agen­da bere­it sein müsse, die Afrikan­er zu ver­lieren. Man sei am Boden zer­stört jet­zt Teil ein­er Kirche zu sein, welche der bib­lis­chen Lehre über Ehe und Sex­ual­moral wider­spreche. Die Afrikan­er hal­ten fest:

«In Afri­ka glauben wir nicht, dass wir es bess­er wis­sen als Jesus. Wir glauben nicht, dass wir es bess­er wis­sen als Gott. Wir glauben nicht, dass wir es bess­er wis­sen als die Bibel.»[31]

Man kann den Afrikan­ern nur wün­schen, dass ihnen die Treue zu Jesus und seinem Wort in den kom­menden Jahren mehr Wert ist, als Geld­ströme aus dem lib­eralen Westen.

Ein Wort an unsere Geschwister

Eine Ethik, die von ein­er woken/queeren Ide­olo­gie definiert ist, toleriert let­z­tendlich in kein­er Weise eine his­torische christliche Ethik. Die Ansätze lassen sich nicht kom­binieren und sind unvereinbar.

Mehrere Kirchen­ver­bände ver­suchen aktuell dieses unmögliche Unter­fan­gen möglich zu machen. Es gibt keine Anze­ichen, dass diese Quad­ratur des Kreis­es länger­fristig gelin­gen wird. Es geht nur so lange ‘gut’, bis diese Ide­olo­gie ihr wahres total­itäres Gesicht zeigt.

Der Weg für den Umgang mit anderen Mei­n­un­gen ist in der Bibel wesentlich dif­feren­ziert­er dargestellt, als die woke/queere Ide­olo­gen es in ihren Kirchen hand­haben. Kirchen, die nach bib­lis­chem Mod­ell gestal­ten sind, sollen Räume der Gnade sein. In solchen Kirchen herrscht auf Leitungsebene eine angemessene the­ol­o­gis­che Ein­heit aber auf der Teil­nehmerebene gibt es eine sig­nifikante Plu­ral­ität an Mei­n­un­gen und Lebens­führun­gen.[32]

Christliche Heili­gung, welch­es ein Haup­tan­liegen der methodis­tis­chen Grün­der­fig­ur John Wes­ley war, geschieht nicht, indem wir die bib­lis­chen ethis­chen Ansprüche stre­ichen, son­dern indem wir uns gemein­sam von ihnen her­aus­fordern lassen im Bewusst­sein, dass wir alle aus der Gnade Gottes leben.

In den kom­menden Jahren wer­den in den Methodis­tis­chen Kirchen die Rat­i­fizierung und Imple­men­tierung der Entschei­dun­gen der ver­gan­genen Woche vor­wärts­getrieben wer­den. Wir wün­schen ger­ade unseren Geschwis­tern in der EMK, welche Jesus nach­fol­gen möcht­en, viel Weisheit, Mut und den Frieden unseres Her­rn. Wir wollen auch nie vergessen, dass Umkehr immer möglich ist und in diesem Sinne auch für die Methodis­tis­che Kirche beten.

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Offen­er Brief:
Wir haben den einem offe­nen Brief afrinanis­ch­er Delegiert­er an die UMC und an Chris­ten in aller Welt auf Deutsch über­set­zt: Lesen

Titel­bild:
John Wes­ley, bekan­nt für seine Freiluft-Predigten, löste Mitte 18. Jahrhuntert eine Erweck­ungs­be­we­gung in Eng­land und Nor­dameri­ka aus. Bild­bear­beitung: Peter Bruderer

[1] https://www.emk.de/meldung/aufbruchstimmung-statt-spaltung, aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[2] https://www.youtube.com/watch?v=lCdWGkWSIjo&t=154s , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[3] https://nx5186.your-storageshare.de/s/LzHWMtCBXGcCibk , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[4] https://juicyecumenism.com/2024/05/03/african-methodists-general-conference/ , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[5] https://www.umnews.org/en/news/church-in-africa-gets-2-more-bishops-new-map , aufgerufen Mon­tag 6. Mai 2024
[6] https://wng.org/opinions/well-that-didnt-take-long-1714647569 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[7] https://emk-schweiz.ch/action/kirche-und-gesellschaft/die-sozialen-grundsaetze/die-menschliche-lebensgemeinschaft/#G , aufgerufen Don­ner­stag 2. Mai 2024
[8] https://www.umcjustice.org/documents/126 , aufgerufen Don­ner­stag 2. Mai 2024
[9] https://www.umcjustice.org/documents/126 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024 in Verbindung mit https://arumc.org/2024/05/the-united-methodist-revised-social-principles-adopted-by-general-conference/
[10] https://x.com/liamsadams/status/1786467281897173478 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[11] https://www.pghcitypaper.com/news/being-a-queer-pastor-isnt-for-the-faint-of-heart-22370650 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[12] https://x.com/UMNS/status/1786033650544312684 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[13] https://x.com/WokePreacherTV/status/1785331805735842053 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[14] https://x.com/UMNS/status/1786523796578709725 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[15] https://sojo.net/articles/united-methodists-pass-petition-supporting-abortion-rights , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[16] https://www.kairosresponse.org/gc2020_pr_may2024.html , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024. David Wild­man, ein­flussre­ich­er Funk­tionär der UMCOR (das Hil­f­swerk der UMC), hat Israel erst kür­zlich des Genozids an den Palästi­nensern bezichtigt. Siehe: https://umcmission.org/story/a‑ministry-of-prayer-and-presence-in-the-middle-east/
[17] Ver­gle­iche dazu: https://danieloption.ch/featured/warum-sich-linksaktivisten-mit-islamisten-gegen-israel-verbuenden/
[18] Ver­gle­iche dazu: https://danieloption.ch/featured/rules-for-radicals/
[19] https://www.welt.de/politik/deutschland/article149946122/Chef-der-Evangelikalen-will-Homo-Verdammung-stoppen.html aufgerufen Don­ner­stag 2. Mai 2024
[20] www.facebook.com/michael.diener.7/posts/pfbid02jQYRSDhNpAdF2W7RtHhPsJA2vthvbDpPDaHYdrfp9GVvog8c5QEnwFuPS7fNxoBzl, aufgerufen Don­ner­stag 2. Mai 2024
[21] https://newdiscourses.com/2024/01/how-the-woke-infiltrate/ , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[22] Aus­geze­ich­net dafür geeignet ist das gründlich recher­chierte Buch von Karen Booth: „For­get­ting how to Blush – Unit­ed Methodism’s Com­pro­mise with the Sex­u­al Rev­o­lu­tion“, 2012
[23] Ein krass­es Beispiel dafür ist der Ein­fluss des ordinierten methodis­tis­chen Geistlichen Ted McIl­ven­na, welch­er ein­er der wichtigeren Fig­uren der sex­uellen Rev­o­lu­tion der 60er und 70er war und der Welt eine der grössten Pornosamm­lun­gen hin­ter­liess: https://lgbtqreligiousarchives.org/profiles/ted-mcilvenna
[24] Dies wird sicht­bar im ersten methodis­tis­chen Sym­po­sium zu Fra­gen der Sex­u­al­ität, im Jahre 1964. An diesem von Ted McIl­ven­na organ­isierten Sym­po­sium hielt der The­ologe C. Kilmer (Kim) Myers zwei wichtige the­ol­o­gis­che Keynotes. Karen Booth schreibt zum zweit­en dieser Keynotes: «Am näch­sten Tag brachte sein zweit­er und län­ger­er Vor­trag mehr vom Gle­ichen, mit ein­er beträchtlichen Menge Tillich und Buber, ein paar revi­sion­is­tis­chen Wen­dun­gen und ein­er Por­tion Jungsch­er Psy­cholo­gie als Zugabe. Myers lehrte, dass die Wahrheit nicht sta­tisch ist, son­dern eine “fortwährende Offen­barung”, dass die kirch­liche Lehre sich daher den Erken­nt­nis­sen der mod­er­nen Psy­cholo­gie und Sozi­olo­gie “anpassen” sollte…”. Vgl. Karen Booth: „For­get­ting how to Blush – Unit­ed Methodism’s Com­pro­mise with the Sex­u­al Rev­o­lu­tion“, 2012, S 123
[25] Ver­gle­iche Karen Booth: „For­get­ting how to Blush – Unit­ed Methodism’s Com­pro­mise with the Sex­u­al Rev­o­lu­tion“, 2012, S264-266
[26] https://x.com/liamsadams/status/1785676047989494000 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[27] Vgl. Zum Beispiel: https://www.umcjustice.org/documents/126 oder: https://www.myzimbabwe.co.zw/news/170388-controversy-erupts-as-united-methodist-church-embraces-homosexuality-zimbabwean-delegation-fumes.html , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[28] https://x.com/WokePreacherTV/status/1786412005793911063 , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[29] https://www.youtube.com/watch?v=PmC5MCqgSdU&t=7598s , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[30] https://juicyecumenism.com/2024/05/03/african-methodists-general-conference/ , aufgerufen Son­ntag 5. Mai 2024
[31] ebenda
[32] www.danieloption.ch/featured/kirche-als-raum-der-gnade‑1–3

16 Comments
  1. Picus Viridis 3 Tagen ago
    Reply

    Der Kom­men­tar von Peter und Paul Brud­er­er ist eher eine Ausor­dung (Aus­gren­zung) als eine Einord­nung der Methodis­tis­chen Kirche aus der evan­ge­likalen Ecke und keine kon­struk­tive Kri­tik. Ich wün­sche Peter und Paul von Herzen eine Gotte­ser­fahre­ung wie sie Petrus bei Kor­nelius und Paulus vor Damaskus gemacht haben, damit sie die Bibel und ihre Botschaft mit den Augen von Jesus lesen und ausle­gen und nicht mit ein­er exk­lu­siv­en Lesart einiger aus­gewählten Bibelstellen.

    • Paul Bruderer 3 Tagen ago
      Reply

      Danke für Ihre Rück­mel­dung, die sich auch auf Insta­gram ange­bracht haben. Wie würde denn aus Ihrer Sicht eine kon­struk­tive Kri­tik in diesem konkreten Fall aussehen?

      • Picus Viridis 3 Tagen ago
        Reply

        Es ist ein­fach­er zu beschreiben, wie eine kon­struk­tive Kri­tik im konkreten Fall nicht aussähen sollte, näm­lich zuerst axioma­tisch in einem Zitat der Methodis­tenkirche das Kirch­e­sein abzus­prechen und dann darauf auf­bauend mit vie­len Argu­menten zu beweisen dass dem so sei. Nur die Haare in der Suppe (die es sich­er gibt) zu suchen und zu beschreiben und zu vergessen das Salz darin zu würdi­gen ist sehr einseitig.
        Vielmehr müssen wir respek­tieren dass es Chris­ten und Kirchen gibt, die die Bibel und ihre Botschaft eben­so ernst nehmen, aber in den hier disku­tierten Fra­gen der Sex­u­alethik mit Recht andere Schlüssen ziehen (aber nicht ein­fach in den Topf eine woken/queeren Ide­olo­gie gewor­fen wer­den dürfen).
        Darauf auf­bauend kann dann Kri­tik auf Augen­höhe ange­bracht wer­den, die auch zulässt seine eigene Ein­stel­lung zu hin­ter­fra­gen. Eher ange­bracht wäre es ergeb­nisof­fene Fra­gen zu stellen, statt besser­wis­serisch Antworten zu geben.
        Am Schluss zum Gebet aufzu­rufen war sich­er sin­nvoll, Doch wäre es nicht eher ange­bracht um das Ver­ständ­nis füreinan­der zu beten als ein­seit­ig für die Umkehr von einem schein­baren Abweg?
        Dieser Kom­men­ta wurde bewusst unter einem Pseu­do­nym veröf­fentlicht, sol­i­darisch mit dem Pin­guin, dem Strauss, der Fle­d­er­maus und den Som­mervögeln in der ‹fabel›haften Geschichte zum Lobpreis der Vögel (zu find­en auf Insta­gram unter viridis.picus). Auch sie wür­den sich im (Hai-)Fischliteich dieser Kom­mentare nicht wohl fühlen.

        • Paul Bruderer 1 Tag ago
          Reply

          Lieber Herr Picus, dem ich nicht als Pseu­do­nym antworte 😉 Ich ver­mute, die Tra­di­tion­al­is­ten, die noch in der UMC sind und jene, die in den tausenden von Gemein­den sind, die in den let­zten 4 Jahren ihren Ver­band ver­loren haben, wür­den sagen: Der Vorschlag von Herr Picus haben wir über Jahrzehnte ver­sucht und es nicht funk­tion­iert. Es kommt eben darauf an, um welch­es The­men­feld es sich han­delt. In machen Bere­ichen kann man sich Zeit nehmen, einan­der zu ver­ste­hen, und man kommt sich dann näher, weil man sich bess­er ver­standen hat. In anderen Bere­ichen kann man sich eben­so Zeit nehmen — viel sog­ar — und man kommt eben grad nicht näher, son­dern ent­fer­nt sich von einan­der, und zwar ger­ade weil man sich bess­er ver­ste­ht. Im Fall der UMC haben wir es mit etwas im Umfeld des Let­zten zu tun. Ihr Ruf, sich doch respek­tvoll Zeit zu nehmen, weil man dann mit fast 100%-iger Sicher­heit einig wer­den wird, ist blauäugig. Sie erken­nen das Wesen der Ide­olo­gie nicht, welche diese Sit­u­a­tion angetrieben hat. Ich hoffe, dass Sie (pse­un­donymer­weise) nicht in ein­er höheren kirch­lichen Ver­ant­wor­tung ste­hen, denn Sie verken­nen die realen Dynamiken und wer­den Hil­fe brauchen, um gute Entschei­dun­gen zu tre­f­fen in den aktuellen Sit­u­a­tio­nen, die sich vie­len christlichen Organ­i­sa­tio­nen präsen­tieren. Ich bin ein­ver­standen, dass wir Ein­heit nicht leicht­fer­tig aufgeben. Seit Luther gibt es eine unge­sunde Ten­denz dazu im reformierten/evangelikalen Umfeld. Dem soll­ten wir tat­säch­lich ent­ge­gen­hal­ten. Doch es gibt eine genau­so ungute andere Ten­denz: zu meinen, dass Kirchen the­ol­o­gisch-ethisch ein­fach gesund bleiben und es nie zu Tren­nung kom­men soll oder darf.

  2. Peter Bruderer 4 Tagen ago
    Reply
  3. Peter Bruderer 6 Tagen ago
    Reply

    Das Por­tal der katholis­chen Erneu­rungs­be­we­gung “Neuer Anfang” hat den Artikel auf ihrem Por­tal pub­liziert. Nicht nur uns inter­essiert also, was die Entwick­lun­gen in der EMK mit einem Ver­band anstellt:
    https://neueranfang.online/progressive-uebernahme-ein-kommentar-zur-generalkonferenz-der-methodisten/

  4. Peter Bruderer 6 Tagen ago
    Reply

    Idea Mag­a­zin hat eine kom­prim­ierte Fas­sung unseres Kom­men­tars publiziert:
    https://www.idea.de/artikel/progressive-uebernahme

  5. Peter Bruderer 6 Tagen ago
    Reply
  6. Peter Bruderer 1 Woche ago
    Reply

    Weit­eres inter­es­santes Gespräch zur Konferenz:
    https://www.youtube.com/watch?v=_‑zmci5G8W8

  7. Peter Bruderer 2 Wochen ago
    Reply

    Hier einige weit­ere inter­es­sante Links:

    The UMC Gen­er­al Con­fer­ence: What Happened?
    “Spe­cif­ic bans on adul­tery and sex before or out­side mar­riage were in §2702 of the Book of Dis­ci­pline. They were removed in com­mit­tee a by 32–13 vote and in ple­nary by 474–206, reject­ing a minor­i­ty report not dis­put­ing the dele­tion of homo­sex­u­al behav­ior but ask­ing to retain as charge­able “not being celi­bate in sin­gle­ness, or not faith­ful in a marriage.”

    https://firebrandmag.com/articles/the-umc-general-conference-what-happened

    Unit­ed Method­ism: How Con­ser­v­a­tives Won the Debate, but Lost the Denomination:
    With con­ser­v­a­tives in firm con­trol, the GC cre­at­ed a process where­by pro­gres­sive con­gre­ga­tions could leave the UMC, if they so desired, with their assets and prop­er­ty. Every­thing was then ready for the reg­u­lar­ly sched­uled GC of 2020 when, it was assumed, pro­gres­sives would leave and form their own new Methodist denomination.
    But then some­thing hap­pened which nobody fore­saw, and which changed the con­ver­sa­tion and the denomination’s direc­tion: the Covid pandemic.

    https://www.firstthings.com/web-exclusives/2024/05/united-methodism-how-conservatives-won-the-debate-but-lost-the-denomination?s=08

    Ein­blick in den neu gegrün­de­ten kon­ser­v­a­tiv­en methodis­ten­bund in den USA, die “Glob­al Methodist Church”:

    https://www.afa.net/the-stand/faith/2024/05/a‑new-home-for-many-methodists/

    Der Gemein­schafts­bund, ein the­ol­o­gisch eher kon­ser­v­a­tiv aus­gerichteter Bund inner­halb der Methodis­tis­chen Kirche in Deutschland:

    https://gemeinschaftsbund.de/

  8. Sana Rana 2 Wochen ago
    Reply

    Ein­drück­lich­er, genial geschrieben­er und durch­dachter Text. Her­zlichen Dank!

  9. Christian Haslebacher 2 Wochen ago
    Reply

    Die Botschaft der Delegierten Afrikas an die Gen­er­alkon­ferenz der Methodis­ten in Char­lotte (USA) vom 2. Mai 2024 liest sich teil­weise wie ein Cre­do, ein Beken­nt­nis und ein Weck­ruf an die Kirchen.
    Ich möchte mir diesen Weck­ruf per­sön­lich zu Herzen nehmen.

    We have loved the Church.
    We have been grate­ful for the Church.
    We have joy­ful­ly served the Church.
    But now our hearts are troubled. …

    The Church has changed (it’s ethics) …
    not because the Bible has changed.
    But because west­ern cul­ture has changed. …
    The Church has chosen
    to fol­low what pleas­es man instead of what pleas­es God. …

    We do not believe we know bet­ter than Jesus.
    We do not believe we know bet­ter than God.
    We do not believe we know bet­ter than the Bible. …

    Still, we go … [ahead] full of hope, con­fi­dent in Jesus,
    stand­ing on the word of God,
    and deter­mined to con­tend for the faith
    once and for all deliv­ered to the saints. 

    We return to … where the church is growing,
    non­be­liev­ers are com­ing to faith
    and dis­ci­ples are being made
    for the glo­ry of our Lord Jesus Christ. 

    To God be the glo­ry! Amen!

    (im Orig­i­nal “the Church” jew­eils “the Unit­ed Methodist Church”)

  10. Thomas Engelhardt 3 Wochen ago
    Reply

    Vie­len Dank für euren Kom­men­tar, auch wenn der Inhalt nicht froh stimmt. Ich war auf euren Kom­men­tar über Markus Till gestoßen, über den ich schon manch­es erfahren habe, was im evan­ge­lis­chen Deutsch­land los ist. Von Flens­burg aus erfahre ich kaum etwas. Hier in der Gemein­schaft wäh­nt man sich auf der Insel der Seli­gen. Durch rel­a­tiv viele Stu­den­ten und junge Fam­i­lien im Ver­gle­ich von vor 20 Jahren wird der Blick auf viele andere Dinge getrübt. The­ol­o­gisch hat man bei uns nun den Schul­ter­schluss zur Ökumene auch mit Extrem­charis­matik­ern und Pfin­gstlern wie Gaby Went­land und Her­rn Johannes Hartl gefunden.
    Ref­er­enten zu bib­lis­chen oder sonst­wie anre­gen­den bzw. her­aus­fordern­den The­men wer­den nicht ein­ge­laden. Ich habe immer noch die Boden­bilder als let­ztes Neg­a­tivhigh­light in Erinnerung.
    Beson­ders vor diesem Hin­ter­grund liebe ich Markus Till und auch euch: Inter­es­sante The­men mit Rel­e­vanz, infor­ma­tiv, gut geschrieben und geistig anregend.

  11. Peter Flückiger 3 Wochen ago
    Reply

    Her­zlichen Dank für die wichti­gen Infor­ma­tio­nen und weisen Bew­er­tun­gen zur UMC. Viel Segen Gottes und Gutes floss durch Methodis­ten in diese Welt. Evan­ge­li­sa­tion und Mis­sion waren oft gekop­pelt mit per­sön­lich­er und sozialer Trans­for­ma­tion. Der schle­ichende Prozess der Lib­er­al­isierung, der in eine Beliebigkeit mün­det, macht mich nach­den­klich und auch etwas rat­los. Kyrie eleison!

  12. Wolfgang Ackerknecht 3 Wochen ago
    Reply

    Danke für s recher­chieren. Dieser Stoff ist eigentlich nicht kon­sum­ier­bar. Trau­rig, kon­se­quenter­weise muss die EMK die Bibel neu schreiben…

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