Eine ‘better Story’ für unsere Körper (3/3)

Paul Bruderer
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Hand aufs Herz, macht die ‘bet­ter Sto­ry’ der Bibel über den Kör­p­er wirk­lich einen Unter­schied im Leben? Ins­beson­dere dann, wenn ich mit kör­per­lichen Krankheit­en oder Behin­derun­gen leben muss? Oder wenn sex­uelle Ver­suchun­gen und Her­aus­forderun­gen da sind? Wie leben Chris­ten, welche die bib­lis­che Bedeu­tung des Kör­pers ver­standen haben?

Der Apos­tel Paulus hat ein Prob­lem. Respek­tive die Jesus-gläu­bi­gen Män­ner in Korinth, die zu Pros­ti­tu­ierten gehen, wenn ihnen die Lust danach ist. Früher gehörte der Besuch im Bor­dell zu ihrem nor­malen, hei­d­nis­chen Leben. Die Hin­wen­dung zu Jesus Chris­tus hat ihr Ver­hal­ten in diesem Punkt nicht automa­tisch geän­dert. Paulus ste­ht jet­zt vor der Her­aus­forderung, diese von ihm als drama­tisch eingestufte Sache anzugehen.

Die Män­ner von Korinth haben Argu­mente, um ihr Ver­hal­ten zu begründen:

Alles ist mir erlaubt. (1Kor 6:12)

Das Essen ist für den Bauch, und der Bauch für das Essen. Bei­des hat Gott zur Vergänglichkeit bes­timmt. (1Kor 6:13)

Die Logik geht in diese Rich­tung: Wenn wir Hunger haben, essen wir. Wenn uns nach Sex ver­langt, gehen wir zu Pros­ti­tu­ierten. Die Argu­men­ta­tion dieser Män­ner hat damit zu tun, wie sie über den Kör­p­er denken. Bauch und Essen (die physis­che Welt) sind gemäss ihnen vergänglich. Wenn die involvierten Kör­p­er zur Vergänglichkeit bes­timmt sind, darf man ihm ihnen tun, wonach man ger­ade Lust verspürt.

Die Idee, dass der Kör­p­er unbe­deu­tend (hier: vergänglich) ist, und es deshalb auch unbe­deu­tend ist, was der Men­sch sex­uell tut, war in der Antike bekan­nt. Viele gnos­tis­che Strö­mungen ver­trat­en eine strik­te sex­uelle Askese. Einige wie z.B. Kar­pokrates ver­trat­en jedoch die Ansicht, dass sex­uelle Zügel­losigkeit erlaubt ist, weil der Kör­p­er in Bezug auf das Heil keinen intrin­sis­chen Wert habe. Wie auch immer genau die Logik der Bor­dell-besuchen­den christlichen Män­ner in Korinth war, ihre Logik hing mit ihren Überzeu­gun­gen über den Kör­p­er des Men­schen zusammen.

Zu diesem Artikel habe ich eine Predigt gehal­ten, die hier geschaut wer­den kann.

Der sexuellen Reinheit geweiht

Chris­ten unseres Zeital­ters ste­hen in der Gefahr, diese Män­ner vorschnell für ihr Ver­hal­ten zu verurteilen. Wenn ich ‘vorschnell’ sage, bin ich weit davon ent­fer­nt, ihr Ver­hal­ten zu recht­fer­ti­gen. Doch mir scheint es wichtig zu ver­ste­hen, dass diese Män­ner zutief­st von ihrer hei­d­nis­chen Herkun­ft geprägt waren, in der Sex mit Pros­ti­tu­ierten nicht als Prob­lem gese­hen wurde. Paulus reagiert auf diese Sit­u­a­tion  nicht ein­fach mit einem Schwall von Ver­boten (“Du sollst nicht…”), son­dern bringt jet­zt eine län­gere Lehrein­heit, welche das Denken der Män­ner über den Kör­p­er ändern soll. Hier ein Muster davon:

Genau­so, wie Gott den Her­rn von den Toten aufer­weckt hat, wird er durch seine Macht auch uns vom Tod aufer­weck­en und unseren Kör­p­er wieder lebendig machen. (1Kor 6:14)

Mit dieser Aus­sage wider­spricht Paulus direkt und aus­drück­lich der Grundüberzeu­gung der Män­ner, dass der Kör­p­er vergänglich ist. Damit ent­larvt er die Ide­olo­gie, welche ihre sex­uelle Promiskuität antreibt, als eine Lüge. In den näch­sten Versen stellt Paulus an dessen Stelle die bib­lis­che ‘bet­ter Sto­ry’ des Kör­pers, welche die Män­ner zu einem Leben der sex­uellen Rein­heit motivieren soll:

Darf da ein Mann seinen Kör­p­er, der doch Chris­tus gehört, mit dem ein­er Pros­ti­tu­ierten vere­ini­gen? Niemals! (1Kor 6:15)

Paulus stellt seinen Lesern eine neue Kör­per­logik vor. Weil der Kör­p­er aufer­ste­hen wird, müssen die Besitzver­hält­nisse neu gedacht wer­den. Im Hin­ter­grund haben wir hier die bib­lis­che The­olo­gie der Erlö­sung, welche im Alten Tes­ta­ment par­a­dig­ma­tisch in der Befreiung von Israel aus Ägypten dargestellt ist. Israel wech­selt dort aus dem Herrschafts­bere­ich des Pharao’s in den Herrschafts­bere­ich Jahweh’s. Erlö­sung hat dem­nach mit Herrschaft zu tun, was Paulus auf den Kör­p­er des Gläu­bi­gen anwen­det, welch­er von Jesus Chris­tus erlöst wird. Paulus hat diese Gedanken deut­lich vor Augen, denn in 1Kor 6:19 erwäh­nt er, dass unsere Kör­p­er teuer erkauft sind.

Jesus zwingt seine Herrschaft nie­man­dem auf, son­dern lädt die Men­schen dazu ein, sein san­ftes Joch anzunehmen. Wer sich Chris­tus hin­gibt, dessen Kör­p­er gehört nun Jesus. Für die unter­drück­ten Men­schen der dama­li­gen Zeit, deren Kör­p­er ihrem Ehe­mann oder ihrem Sklaven­händler oder Her­rn gehörten, war eine solche Botschaft ein willkommen­er Befreiungss­chlag. Unter der Herrschaft Christi kon­nten sie endlich leben wie es men­schen­würdig ist. Dies kön­nte ein Grund dafür sein, weshalb in den ersten Jahrzehn­ten des frühen Chris­ten­tums über­durch­schnit­tlich viele Frauen und Sklaven zum Glauben kamen.

Es lohnt sich, die Aus­sagen von Paulus in 1Kor 6:12–20 genauer zu lesen. Zusam­menge­fasst sehen wir hier ein wun­der­bares Stück Sex­u­alapolo­getik aus der meis­ter­haften Hand des Paulus:

  • Seine The­olo­gie des Leibes ist genährt von Schöp­fungs­the­olo­gie (Lehre der ‘ersten Dinge’, 1Kor 6:16) und Escha­tolo­gie (Lehre der ‘let­zten Dinge’, 1Kor 6:14)
  • Er appel­liert an so etwas wie den ‘Eigen­nutzen’ der Män­ner (1Kor 6:18). Das kön­nte nötig gewe­sen sein, weil die Män­ner den Sex mit Pros­ti­tu­ierten nicht als eine Entwürdi­gung des Kör­pers der Frau sehen, wie es in ihrem Denken ja auch nicht eine Entwürdi­gung des eige­nen Kör­pers ist (1Kor 6:12–13)
  • Wir sehen hier, wie Chris­ten leben sollen, welche die The­olo­gie des Kör­pers der Bibel ver­standen haben. Sie wei­hen ihren Kör­p­er Jesus Chris­tus und damit der sex­uellen Rein­heit (1Kor 6:15–16).

Sex­uelle Rein­heit wird in manchen christlichen Kreisen als etwas Unerr­e­ich­bares dargestellt. Es sei sog­ar schädlich, wenn sie zu sehr betont wird. Paulus sieht dies total anders und würde wohl fra­gen, ob wir wirk­lich ver­standen haben, was der Kör­p­er für eine Bedeu­tung hat.

Paulus löst die Prob­leme der hei­d­nis­chen sex­uellen Promiskuität in der christlichen Gemeinde mit der bib­lis­chen The­olo­gie des Kör­pers, die eine neue Logik für den Umgang mit Sex­u­al­ität liefert. Auch heute kön­nte die bib­lis­che Lehre des Kör­pers ein Schlüs­sel sein, um neu-hei­d­nis­chen Sex­u­al­prak­tiken ausser­halb und inner­halb der Gemein­den zu begeg­nen. Es reicht auf jeden Fall nicht, wenn Gemein­den, Leit­er und Pas­toren, ihren ‘Schäfchen’ nur Ge- und Ver­bote aussprechen. Sie müssen eine Logik, eine Plau­si­biltät for­mulieren. Eine ‘bet­ter Sto­ry’ eben.

Wir soll­ten diesen Text von Paulus ganz per­sön­lich an uns her­an­lassen. Was empfind­en wir über den Aufruf, sex­uelle Rein­heit zu leben? Haben wir ver­standen, weshalb das wichtig ist um unser­er selb­st, den anderen und um Gottes willen? Haben wir die Logik des Kör­pers ver­standen, wie sie in der Bibel beschrieben ist? Erken­nen wir, weshalb diese Sto­ry eine ‘bet­ter Sto­ry’ ist?

Dem Dienst für Jesus geweiht

Die The­olo­gie des Kör­pers, wie Paulus sie auf das Sexleben der Män­ner in Korinth anwen­det, scheint eine Konkretisierung  ein­er umfassenden Sicht auf den Kör­p­er zu sein:

Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tem­pel des Heili­gen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selb­st gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe. (1Kor 6:19–20)

Wenn mein Kör­p­er Jesus gehört, dann zählt nicht mehr, was andere über meinen Kör­p­er denken. Dann zählt im Grund auch nicht, was ich über meinen Kör­p­er denke. Diese Ein­sicht kön­nte für viele von uns sehr befreiend sein! Unser Kör­p­er soll also Jesus gefall­en. Wie sieht ein Kör­p­er aus, der Jesus gefällt? Es ist ein Kör­p­er, der Gott preist. Mit anderen Worten ein Kör­p­er, der dem Dienst für Jesu’ Anliegen gewei­ht ist. Wir sehen in der Bibel min­destens zwei Wege, wie dies geschehen kann.

Gott mit dem Kör­p­er preisen heisst: unserem Kör­p­er Sorge tra­gen. Dies kommt z.B. in Eph 5:25–29 zum Ausdruck:

So sollen auch die Män­ner ihre Frauen lieben wie ihren eige­nen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selb­st. Denn nie­mand hat je sein eigenes Fleisch gehas­st; son­dern er nährt und pflegt es wie auch Chris­tus die Gemeinde. (Eph 5:28–29)

Dieser Text ist eine Anwen­dung des Liebesge­botes von Jesus: Liebt andere wie euch selb­st (Matth 22:37–40). Paulus geht davon aus, dass unsere Kör­p­er Sorge benöti­gen. Er sagt hier nicht, dass wir alle das automa­tisch machen, son­dern dass es generell so ist. Manche tun es nicht, son­dern miss­brauchen ihren Kör­p­er. Auch Chris­ten. Beispiel­sweise Robert Mur­ray M’Cheyne. M’Cheyne arbeit­ete so hart an der Verkündi­gung des Evan­geli­ums, dass er mit 29 an den Fol­gen der Über­stra­pazierung seines Kör­pers starb. Als er im Ster­ben lag, sagte er «Gott gab mir 2 Dinge. Eine Botschaft die ich aus­richt­en soll, und ein Pferd, es hin­auszu­tra­gen. Ich habe das Pferd getötet und jet­zt kann ich die Botschaft nicht aus­richt­en». Gott mit unserem Kör­p­er preisen bedeutet, auf die Gren­zen unser­er Kör­p­er zu acht­en. Es ist nicht ungeistlich, Diät, Fit­ness zu machen oder auf die Menge der Arbeit zu acht­en, die wir tun.

Gott mit dem Kör­p­er preisen heisst: mit unserem Kör­p­er sein Reich zu bauen.

Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwest­ern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlge­fäl­lig sei. Das sei euer vernün­ftiger Gottes­di­enst. (Rom 12:1)

Paulus sagt nicht «gebt den geistlichen Teil von euch…», son­dern spricht aus­drück­lich über die Hingabe des Kör­pers. In unseren Köpfen schwirren vielle­icht unbib­lis­che Dual­is­men herum, welche Predi­gen, Beten als die wirk­lich bedeu­tungsvollen Dien­ste sehen. Paulus wider­spricht. Prak­tis­che Dien­ste, die den Ein­satz unser­er Kör­p­er benöti­gen, sind inte­grale Teile unser­er Hingabe an Gott.

Die ver­stor­bene Tabi­ta ist ein Beispiel dafür. Nach ihrem frühzeit­i­gen Tod, zeigen die zurück­ge­bliebe­nen Witwen, was Tabi­ta mit ihren Fin­gern für sie genäht hat (Apg 9:39). Wie kön­nten wir Gott mit unseren Füssen preisen? Zum Beispiel indem wir jeman­den besuchen, der Covid-ein­sam ist? Wie dienen wir mit unseren Augen? Kön­nte das etwas damit zu tun haben, wie wir die Men­schen sehen, denen wir begeg­nen? Sehen wir sie nur gemäss ihrer Äusser­lichkeit und reagieren mit Vor­ein­genom­men­heit? Oder sehen wir sie als Eben­bilder Gottes? Wer bräuchte vielle­icht eine Umar­mung? Wäre es an der Zeit, unsere Hände zu heben, wenn wir beten? (1Tim 2:8)

Die nicht geheilten Nöte ertragen

In 1. Korinther 15 wen­det Paulus die Leibesthe­olo­gie der Bibel auf die Real­ität an, dass die voll­ständi­ge Erlö­sung des Kör­pers in der Zukun­ft liegt. Chris­ten müssen ster­ben (1Kor 15:36). Sich­er hat Paulus hier auch die Nöte und Alterung­sprozesse vor Augen, die zum Tod führen, denn er spricht weit­er unten von Ver­wes­lichkeit, Niedrigkeit und Schwach­heit (1Kor 15:42–43). Paulus spricht von der Gewis­sheit, dass unsere Kör­p­er erlöst wer­den, indem er die leib­liche Aufer­ste­hung Jesu als Tat­sache hin­stellt. Er ist der erste unter den Aufer­stande­nen. Paulus ver­wen­det in diesem Kapi­tel viel Text, um den Chris­ten in Korinth zu helfen, sich die kün­ftige Gestalt ihres Kör­pers vorzustellen. Er führt das Kapi­tel auf diesen Aufruf hinaus:

Darum, meine lieben Brüder und Schwest­ern, seid fest und uner­schüt­ter­lich und nehmt immer zu in dem Werk des Her­rn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht verge­blich ist in dem Her­rn. (1Kor 15:58)

Was wir hier sehen ist fol­gende Überzeu­gung. Das Vorhan­den­sein von unge­heil­ten Behin­derun­gen, Krankheit­en und Alterung­sprozessen sind kein Grund, unsere Kör­p­er aufzugeben, in einen anderen Kör­p­er zu wech­seln oder ihnen ganz zu ent­fliehen ver­suchen. Vielmehr ist das Ertra­gen der Nöte eine Würdi­gung unser­er Kör­p­er. Darüber hin­aus ist es auch eine Würdi­gung des in der Zukun­ft liegen­den Dien­stes des Erlö­sung, den Jesus Chris­tus an unseren Kör­p­er vol­lziehen wird. Für einige von uns ist dies eine grosse, vielle­icht auch schwere Auf­gabe, denn sie lei­den ganz beson­ders stark.

Die Gewis­sheit der physis­chen Aufer­ste­hung unser­er Kör­p­er bedeutet, dass wir unser Leben und Ster­ben anfan­gen anders zu denken.

Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. (1Kor 15:36)

Der physis­che Tod ist das Tor zum Leben in ein­er neuen Art von Exis­tenz. Chris­ten wer­den nicht begraben son­dern gepflanzt. Der Tod ist nicht ein Hin­richter, son­dern ein Gärt­ner. Dieses Leben muss uns nicht alles liefern, was das Leben zu bieten hat. Es braucht keine panisch durch­lebte ‘Buck­etliste’, denn das beste Leben ste­ht uns bevor. Die Ver­wes­lichkeit und Vergänglichkeit unser­er Kör­p­er sind kein Prob­lem mehr (siehe 1Kor 15:42–43). Run­zeln und graue Haare sind keine Bedro­hung son­dern eine Ver­heis­sung. Papst Johannes Paul II ist der mod­erne Ent­deck­er der bib­lis­chen The­olo­gie des Leibes. Es ist inter­es­sant, dass er sich im Alter geweigert hat, sich aus der Öffentlichkeit zurück­zuziehen nach sein­er Erkrankung an Parkin­son. Möglicher­weise wollte er die Alterung und Schwäche seines Kör­pers nicht ver­heim­lichen, weil für Chris­ten diese Prozesse nicht etwas sind, wofür sie sich zu schä­men brauchen.

Fazit

Die ‘bet­ter Sto­ry’ der Bibel über unsere Kör­p­er macht einen grossen Unter­schied im Leben aus. Wer diese Sto­ry ver­ste­ht, lebt anders. Die bib­lis­che The­olo­gie des Kör­pers gibt eine völ­lig neue Sicht darauf:

  • wie wir Sex­u­al­ität leben
  • wie wir unseren Kör­p­er im Dienst für Jesus einsetzen
  • wie wir kör­per­liche Nöte, Krankheit und Alterung ertra­gen und deuten

Darum lohnt es sich, unsere Kör­p­er dem Lobpreis Jesu zu weihen!


Eine ‘Bet­ter Sto­ry’ für unsere Kör­p­er (3/3). Predigt von Paul Bruderer:

5 Comments
  1. Avatar
    Claudia 2 Monaten ago
    Reply

    Hal­lo Paul,
    vie­len Dank für deine Ausar­beitung des Artikels und der ver­link­ten Predigt. Wenn ich das richtig mit­bekom­men habe, war dies nun der Abschluss der Serie? Ich fände ein weit­er­er Aspekt im Zusam­men­hang mit diesem The­ma sehr span­nend, auch wenn es möglicher­weise nicht expliz­it dem Fokus der Serie entspricht. Dazu möchte ich das Inter­view mit Sämi Kunz erwäh­nen und gle­ich auch anmerken, dass seine ruhige und offene Art auf die Fra­gen zu antworten mich berührt hat. Dabei hat sich für mich her­aus­ge­hoben, wie er zweimal klar erwäh­nt, dass es nicht die Hoff­nung auf die für die Ewigkeit stat­tfind­ende Erlö­sung des Kör­pers ist, die ihn durch schwierige Sit­u­a­tio­nen hin­durchträgt. Es bleibt offen was Sämi Kunz dies­bezüglich noch weit­er erzählen kön­nte. Unab­hängig von sein­er Per­son finde ich diese Aus­sage sehr zen­tral. Hier geht es an sich um die Lösung, bis es dann soweit ist mit der Erlö­sung. Was kön­nen hier Per­so­n­en erzählen, die sich in Krankheit oder kör­per­lichen Nöten von Jesus begleit­en lassen? Inwiefern begeg­net Jesus dieser Not im jet­zi­gen Leben und welche ‘bet­ter sto­ry’ lässt sich hierzu erzählen? Oder hast du in den vorheri­gen Predigten etwas dazu erzählt?
    Lieber Gruss, Claudia

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 1 Monat ago
      Reply

      Hi Clau­dia, ja das war der Abschluss der Serie. Respek­tive der ersten Staffel. Wir machen nach den Som­mer­fe­rien eine zweite Staffel. Ja die Art von Samuel ist super. Erstaunlich wenn man seine aktuelle Sit­u­a­tion bedenkt. Das Inter­view mit ihm war natür­lich länger. Ich bin sich­er, dass er bere­it ist, mehr darüber zu erzählen, was ihn durchträgt. Er erwäh­nte im Inter­view (nicht veröf­fentlichter Teil), dass es für ihn wichtig ist zu wis­sen, was der Sinn seines Lebens ist. Nicht all­ge­mein ‘der Sinn des Lebens’ son­dern ‘der Sinn SEINES Lebens’. Er würde sich bes­timmt über eine Ein­ladung freuen, mit dir darüber sich zu unter­hal­ten. Wenn du Inter­esse hast, kann ich euch ver­linken. bb!

      • Avatar
        Claudia 1 Monat ago
        Reply

        Ja gerne, das würde mich freuen.

        Lieber Gruss, Claudia

  2. Avatar
    Viktor Pfister 2 Monaten ago
    Reply

    “Chris­ten wer­den nicht begraben son­dern gepflanzt.” So tre­f­fend und schön for­muliert habe ich das noch nie gehört. Mehr Worte dazu finde ger­ade nicht, weil mir dieser Satz immer noch wohltuend und genüsslich in meinen Gedanken liegt.

    • Paul Bruderer
      Paul Bruderer 2 Monaten ago
      Reply

      Ging mir genau­so als ich ihn vor eini­gen Monat­en zum ersten Mal so hörte. Und es geht mir noch immer so.

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