4 Schritte, um die Zeiten zu erkennen

Sean McDowell
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Eine der grössten Lek­tio­nen, die ich von meinem Vater gel­ernt habe, ist, wie wir die Zeichen der Zeit erken­nen kön­nen. Er lehrte mich, wie man hin­ter die täglichen Angele­gen­heit­en des Lebens schaut und den grösseren kul­turellen Zusam­men­hang ver­ste­ht.

Es gibt bib­lis­che Beispiele für die Bedeu­tung der Unter­schei­dung der Zeit­en. Einige von König Davids Män­nern waren geschult und begabt darin, die Zeit­en zu ver­ste­hen damit David «… wusste, was Israel zu jed­er Zeit tun sollte …» (1Chr 12:33). Als sich Köni­gin Esther bemühte, das jüdis­che Volk zu ret­ten, sagte ihr Onkel Mordechai zu ihr: «Und wer weiß, ob du nicht ger­ade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekom­men bist?» (Est 4:14)

Jesus kri­tisierte immer wieder die Phar­isäer und andere religiöse Führer dafür, dass sie die Zeit­en nicht erkan­nten und ihn nicht als den Mes­sias erkan­nten: «Über das Ausse­hen des Him­mels wisst ihr zu urteilen, über die Zeichen der Zeit aber kön­nt ihr nicht urteilen?» (Mt 16:3).

Wenn man die Zeit­en nicht erken­nt, kann das katas­trophale Auswirkun­gen haben. Die Zeit­en richtig zu erken­nen kann aber zu Ein­fluss und Frei­heit führen. Wie kön­nen wir also die Zeit­en erken­nen? Os Guin­ness bietet in seinem aus­geze­ich­neten Buch Carpe Diem Redeemed drei Schlüs­sel dazu an.


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Erstens: Beginne mit Gottes­furcht. Die Schrift sagt uns dazu: «Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN» (Spr 9:10) und «Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang.» (Ps 111:10). Paulus sagt über Chris­tus «In ihm liegen ver­bor­gen alle Schätze der Weisheit und der Erken­nt­nis.» (Kol 2:3). Wir müssen unser Streben nach Ver­ständ­nis mit der Erken­nt­nis begin­nen, dass Gott der allmächtige, gute Schöpfer des Uni­ver­sums ist und dass die Wahrheit in Ihm gefun­den wird.

Zweit­ens: Wachse in den Frücht­en des Geistes, um die Vor­ein­genom­men­heit und Bestech­lichkeit des Herzens zu kor­rigieren (Gal 5:22–24). Nur wenn wir Liebe, Freude, Frieden usw. durch geistliche Diszi­plin kul­tivieren, kön­nen wir die Offen­heit für Kor­rek­turen und die Kraft entwick­eln, der Wahrheit zu fol­gen, wohin sie uns auch führt.

Drit­tens: Lass dich vom Geist führen. Os Guin­ness schreibt: “Es ist wichtig, dass wir von der direk­ten Einge­bung des Geistes Gottes geführt wer­den. Denn nur der Geist Gottes ken­nt die Wahrheit der Sit­u­a­tion, und er allein kann unsere getrübten Lin­sen reini­gen und unsere Augen öff­nen, um zu sehen, was wirk­lich geschieht und was Gott in unser­er Zeit wirk­lich tut” (S. 85).

Ich erlaube mir, noch einen weit­eren Schlüs­sel hinzuzufü­gen, wie wir die Zeit­en erken­nen kön­nen:

Viertens: Studi­um und Recherche. Wenn wir die Zeit­en erken­nen wollen, müssen wir uner­müdlich Nachricht­en, Blogs, Büch­er und andere Infor­ma­tion­squellen lesen, anse­hen oder anhören. Lest ins­beson­dere Pub­lika­tio­nen von Men­schen, die gut darin sind, die Zeit­en zu erken­nen — das ist ein­er der Gründe, warum ich Os Guin­ness’s Buch gele­sen habe!

Die Fähigkeit, Zeichen der Zeit zu erken­nen, kann genau­so wie jede andere Fähigkeit entwick­elt wer­den. Dazu braucht es Zeit und Engage­ment. Doch diejeni­gen, die sich die Zeit nehmen, diese Fähigkeit zu entwick­eln, ver­set­zen sich selb­st in die beste Lage, um in der Zeit, in der Gott sie zu Leben berufen hat, einen bedeu­ten­den Beitrag zu leis­ten (Apg 17:26).

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